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Alien: Isolation 2: Neuer Held, neuer Planet, alte Angst
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Alien: Isolation 2: Neuer Held, neuer Planet, alte Angst

Creative Assembly spricht über den neuen Protagonisten, einen Planeten als Schauplatz und die Rückkehr zu Ridley Scotts Film von 1979, einen Termin gibt es weiterhin nicht.

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Dennis Adam
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Fortsetzung ohne Termin, aber mit Ansage

Alien: Isolation 2 ist angekündigt, einen Releasetermin nennt der Publisher weiterhin nicht. Creative Director Al Hope und Project Art Director Ana Sopikova haben in einem öffentlichen Gespräch erklärt, warum die Fortsetzung so lange auf sich warten ließ und wohin sie führt. Zwei Punkte stechen heraus: ein neuer Protagonist und ein Planet als Schauplatz. Beides ist ein Bruch mit dem Vorgänger von 2014, in dem Amanda Ripley auf der Raumstation Sevastopol festsaß.

Der aktuelle Stand in Stichpunkten

  • Plattformen: Bestätigt sind PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC über Steam.
  • Termin: Es gibt kein Datum, offizielle Angaben führen den Titel als „coming soon“ beziehungsweise TBA.
  • Preis: Zum Preis in Euro ist bislang nichts bekannt.
  • Verantwortlich: Entwickelt wird bei Creative Assembly, Publisher ist SEGA.
  • Einordnung: Survival-Horror, Teil der Alien-Reihe und direkte Fortsetzung von Alien: Isolation aus dem Jahr 2014.

Neuer Protagonist, neuer Schauplatz

Der Wechsel der Hauptfigur ist der auffälligste Punkt. Amanda Ripley war über weite Strecken allein unterwegs, ihre Geschichte ist mit dem Ende des ersten Teils erzählerisch abgeschlossen. Ein neuer Charakter erlaubt es dem Team, die Mechanismen des Vorgängers neu zu justieren, ohne Rücksicht auf etablierte Beziehungen nehmen zu müssen. Der Planet als Setting verschiebt zudem die Kulisse: Statt enger Gänge und defekter Lüftungsschächte geht es hinaus in eine offene, feindliche Umgebung. Wie offen diese Welt tatsächlich wird, ist offen, die Rede ist von einem Planeten, nicht von einem Open-World-Spiel.

Zurück zu Ridley Scotts Film von 1979

Die Ausrichtung am ersten Alien-Film von Ridley Scott bleibt das Fundament der Reihe. Der Vorgänger lebte von analoger Technik, klobigen Monitoren, Rohren, Dampf und dem Gefühl, dass die Zukunft abgenutzt aussieht. Dieses Designprinzip soll auch für die Fortsetzung gelten, wie es aus dem Team heißt. Für den Art Director bedeutet das konkrete Arbeit: Set-Design, Beleuchtung und UI müssen sich an einer Ästhetik orientieren, die fast fünfzig Jahre alt ist und trotzdem als Referenz funktioniert. Ein Planet macht das schwieriger als eine Station, weil Außenbereiche, Wetter und Vegetation neu definiert werden müssen.

Creative Assembly: vom Strategie-Studio zum Horror-Handwerk

Creative Assembly ist in Großbritannien beheimatet und wurde vor allem mit der Total War-Reihe groß, einer der langlebigsten Strategieserien der Branche. Das Studio arbeitet seit dem Aufkauf durch SEGA auch an Konsolentiteln, darunter Halo Wars 2. Mit Alien: Isolation wagte das Team 2014 den Sprung in ein völlig anderes Genre, mit einem einzelnen Gegner, permanenter Bedrohung und einem Speichersystem, das Fehler bestrafte. Die Rückkehr zu diesem Ansatz ist keine Selbstverständlichkeit für ein Haus, das über Jahre von Echtzeitstrategie geprägt war.

Die Alien-Reihe und ihr schwieriges Spiele-Erbe

  • Aliens vs. Predator lieferte mehrfach solide Kulisse, blieb aber ein Actiontitel.
  • Aliens: Colonial Marines von 2013 gilt als mahnendes Beispiel für einen Alien-Shooter, der Erwartungen nicht erfüllte.
  • Erst Alien: Isolation brachte das Gefühl der Hilflosigkeit des ersten Films zurück ins Spiel.
  • Ein weiterer Kinofilm zur Reihe brachte neue Aufmerksamkeit, an die das Spiel anknüpfen kann.

Warum die Fortsetzung so lange brauchte

Zehn Jahre zwischen zwei Teilen sind in der heutigen Produktionslandschaft ungewöhnlich, aber nicht einzigartig. Creative Assembly hat in der Zwischenzeit andere Projekte betreut, unter anderem ein abgebrochenes Online-Projekt, das eingestellt wurde. Ein Horrortitel mit einem einzigen Verfolger ist zudem schwer zu skalieren: Zu viel Action zerstört die Anspannung, zu wenig Abwechslung langweilt. Ein neuer Protagonist löst dabei ein Problem des Vorgängers, weil die Geschichte nicht an Amanda Ripleys Ende anschließen muss. Der Planet als Schauplatz ist vermutlich der Versuch, das Rezept zu erweitern, ohne den Kern zu verlieren.

Was heute konkret feststeht

Bestätigt sind vier Plattformen, ein Entwickler, ein Publisher und eine Design-Richtung, die sich weiter an einem Film von 1979 abarbeitet. Kein Termin, kein Preis, keine offizielle Angabe zu einem Jahrgang. Berichte, die einen konkreten Start 2027 nennen, sind durch keine offizielle Terminangabe gedeckt und sollten entsprechend eingeordnet werden. Wer den Vorgänger gespielt hat, weiß, dass der eigentliche Feind nicht der Xenomorph war, sondern der Speicherpunkt. Ob dieses Prinzip bleibt, ist die spannendste offene Frage.

Quelle: IGN Video Games

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