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AO3-Hack: Fanfiction-Archiv wochenlang offline
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AO3-Hack: Fanfiction-Archiv wochenlang offline

Das Archive of Our Own ist nach einem Sicherheitsvorfall offline und könnte bis zu vier Wochen ausfallen.

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Tommes Parzl
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Was ist passiert?

Das Archive of Our Own (AO3), eine der größten Fanfiction-Plattformen im Netz, ist seit dem 29. Oktober 2026 offline. Die Betreiber sprachen zunächst von Wartungsarbeiten, später von einem Sicherheitsvorfall. In einer offiziellen Mitteilung heißt es, man untersuche den Vorfall und habe keine gelöschten Daten gemeldet. Eine Ausfallzeit von zwei bis vier Wochen wird derzeit nicht ausgeschlossen.

Was AO3 eigentlich ist

  • AO3 ist ein nicht-kommerzielles Archiv für Fanfiction, Fanart und andere transformative Werke.
  • Betrieben wird die Plattform von der gemeinnützigen Organization for Transformative Works (OTW).
  • Gegründet wurde AO3 im Jahr 2008 als Reaktion auf Zensur und Löschungen auf anderen Fanfiction-Seiten.
  • Heute beherbergt das Archiv Millionen von Werken in unzähligen Fandoms, von Anime über Games bis zu Film und Literatur.
  • Die Seite finanziert sich ausschließlich über Spenden und ist werbefrei.

Der Hack und die Folgen

Ein konkreter Datenabfluss ist bislang nicht bestätigt. AO3 erklärte, man habe keine gelöschten Daten gemeldet und untersuche den Vorfall weiter. Die Betreiber riefen Nutzer dazu auf, geduldig zu bleiben und keine Passwörter oder persönlichen Daten auf inoffiziellen Kanälen zu teilen. Für viele Autorinnen und Autoren bedeutet der Ausfall einen herben Einschnitt: AO3 dient nicht nur als Leseplattform, sondern auch als Archiv und Backup für jahrelange Arbeit.

Die Geschichte hinter dem Archiv

Die Organization for Transformative Works wurde 2007 gegründet, ein Jahr vor dem Start von AO3. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Fans, die sich gegen die Kommerzialisierung und Zensur von Fanwerken einsetzten. AO3 war von Anfang an als sichere Zuflucht gedacht, mit eigenem Content-System, Warnhinweisen und einer starken Community-Orientierung. Die Plattform wuchs stetig und wurde für viele Fandoms zur zentralen Anlaufstelle. Der aktuelle Ausfall ist einer der längsten in der Geschichte des Archivs.

Einordnung in die Fanfiction-Szene

  • Andere Plattformen wie FanFiction.net oder Wattpad sind kommerziell ausgerichtet und verfolgen eigene Moderationsregeln.
  • AO3 gilt als eine der wenigen großen Plattformen, die sich explizit gegen Zensur positioniert.
  • Der Ausfall trifft eine Community, die ohnehin mit sinkender Sichtbarkeit auf anderen Kanälen zu kämpfen hat.
  • Für viele Fans ist AO3 der einzige Ort, an dem bestimmte Nischen-Fandoms überhaupt vertreten sind.
  • Die Betreiber betonen, dass die Sicherheit der Nutzer oberste Priorität habe.

Was Spieler und Fans jetzt wissen müssen

Wer auf AO3 eigene Werke veröffentlicht hat, sollte die offiziellen Kanäle der Plattform im Blick behalten. Passwörter sollten vorsorglich geändert werden, sobald die Seite wieder erreichbar ist. Ob und in welchem Umfang Daten betroffen sind, ist weiterhin unklar. Die Betreiber haben angekündigt, die Community über den Fortgang der Untersuchung zu informieren. Bis dahin bleibt nur Abwarten.

Der Zeitplan bleibt vage

Die genannte Ausfallzeit von zwei bis vier Wochen ist eine Schätzung, kein festes Datum. AO3 hat bisher keine detaillierten technischen Informationen zum Angriff veröffentlicht. Auch die Frage, ob es sich um einen gezielten Angriff oder eine Sicherheitslücke handelte, ist offen. Die Organization for Transformative Works verwaltet daneben weitere Projekte, darunter ein offenes Fanwiki und juristische Unterstützung für Fanwerke. Der aktuelle Vorfall dürfte die Diskussion um die Sicherheit nicht-kommerzieller Plattformen befeuern.

Ein Blick auf die Zahlen

AO3 beherbergte zuletzt mehrere Millionen registrierte Nutzerkonten und eine zweistellige Millionenzahl an veröffentlichten Werken. Die Plattform ist in über 70 Sprachen vertreten, mit einem Schwerpunkt auf englischsprachigen Fandoms. Der Betrieb wird von einem kleinen Team und zahlreichen freiwilligen Helfern stemmt. Für viele ist der Ausfall mehr als eine technische Panne: Er trifft ein Stück Internetkultur, das seit 2008 Bestand hat.

Quelle: PCGamer latest

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