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Australiens Alterscheck: Microsoft liefert, Valve kneift
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Australiens Alterscheck: Microsoft liefert, Valve kneift

In Australien verlangt der Microsoft Store jetzt einen echten Altersnachweis für 18+-Inhalte, Steam prüft offenbar weiter nur per Kreditkarte.

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Dennis Adam
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Der Alterscheck ist da

Seit dem 23. September 2026 verlangt der Microsoft Store in Australien einen Altersnachweis, bevor 18+-Inhalte gekauft werden können. Das gilt sowohl für die Konsole als auch für den PC. Wer bereits gekaufte Titel in seiner Bibliothek hat, muss nichts befürchten: Die Regelung greift nur bei neuen Transaktionen. Damit ist Australien das erste Land, in dem Microsoft den Zugang zu erwachsenen Inhalten so sichtbar an eine Prüfung koppelt.

Vier Wege, ein Ziel

Microsoft bietet für die Verifikation mehrere Möglichkeiten an, statt auf einen einzigen Weg zu setzen:

  • E-Mail-Verifikation, abgewickelt über den Dienst VerifyMy
  • Selfie beziehungsweise Face-Scan, umgesetzt über Yoti
  • Ausweisdokumente, ebenfalls über Yoti
  • Kreditkarte als klassische Altersbestätigung

Wer keine der Optionen nutzen kann oder will, wird beim Kauf von 18+-Titeln ausgebremst. Immerhin bleibt die Wahl, welchen Weg man geht. Das ist mehr, als viele andere Plattformen anbieten.

Und Valve?

Bei Steam sieht die Sache anders aus. Dort läuft die Altersprüfung für 18+-Inhalte offenbar allein über die Kreditkarte. Kein Selfie, kein Ausweis, keine E-Mail-Bestätigung. Wer keine Kreditkarte besitzt, steht damit vor einer Wand. Genau dieser Vergleich macht die australische Regelung so unangenehm für Valve: Microsoft zeigt, dass es auch anders geht.

Australien als Vorreiter

Australien zieht bei der Altersverifikation im Netz seit Jahren die Schraube an. Digitale Dienste müssen dort zunehmend belegen, dass Minderjährige nicht an bestimmte Inhalte gelangen. Der Microsoft Store ist jetzt Teil davon. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das einen zusätzlichen Schritt vor dem Kauf, aber keinen Verlust der Bibliothek. Für Plattformbetreiber bedeutet es Arbeit an der Infrastruktur.

Was das für euch heißt

  • Der Kauf von 18+-Titeln im Microsoft Store und Xbox Store in Australien erfordert jetzt einen Nachweis.
  • Bestehende Käufe und Downloads bleiben unangetastet.
  • Wer ohnehin per Kreditkarte zahlt, merkt kaum einen Unterschied.
  • Wer auf andere Zahlungswege setzt, muss auf E-Mail, Selfie oder Ausweis ausweichen.
  • Bei Steam bleibt die Kreditkarte weiterhin der einzige bekannte Weg.

Zwei Plattformen, zwei Maßstäbe

Microsoft hat sich für ein gestaffeltes System entschieden und zwei externe Anbieter eingebunden. Valve hat sich bislang nicht zu vergleichbaren Schritten in Australien geäußert, jedenfalls ist nichts Öffentliches bekannt. Das ist bemerkenswert, weil Steam mit seiner Bibliothek voller 18+-Titel zu den größten betroffenen Plattformen gehört. Ein einzelner Prüfweg wirkt dabei weniger wie eine Designentscheidung als wie eine Nicht-Entscheidung.

Wie es dazu kam

Steam ging Anfang der 2000er an den Start und wuchs von einem Update-Client für Valve-Titel zur größten PC-Vertriebsplattform. Microsoft baute parallel seinen eigenen digitalen Store auf, erst auf der Konsole, später auch unter Windows. Beide Häuser verdienen am Verkauf von Spielen, beide müssen sich mit nationalen Jugendschutzregeln auseinandersetzen. Microsoft hat für Australien eine Lösung gebaut, Valve hat bislang keine geliefert.

Was das Maßstab-Setting bedeutet

Regulierungsbehörden schauen bei Altersverifikation zunehmend auf die Umsetzung, nicht auf die Absicht. Ein Anbieter, der mehrere Wege öffnet, kann argumentieren, dass er niemanden ausschließt. Ein Anbieter mit nur einem Weg liefert dagegen eine Steilvorlage für die nächste Runde Gespräche. Ob Valve nachzieht, ist offen. Der Vergleich steht aber im Raum, und er fällt nicht zu Valves Gunsten aus.

Ein Detail am Rand

Bemerkenswert ist die Rollenverteilung der beiden externen Anbieter: VerifyMy übernimmt die E-Mail-Prüfung, Yoti kümmert sich um Selfie und Dokumente. Microsoft hat die Verifikation also nicht selbst gebaut, sondern Einkauf betrieben. Valve hat für Steam bislang keinen vergleichbaren Partner benannt. Solange das so bleibt, ist die Kreditkarte dort der einzige Türöffner für 18+-Inhalte.

Quelle: PCGamer latest

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