Sanderson hätte nichts gegen ein Cytoverse-Tabletop
Brandon Sanderson hat in einem Interview erklärt, er würde eine Tabletop-Adaption seiner Cytoverse-Reihe „love to“ umsetzen. Nach eigener Aussage habe man über ein solches Projekt bereits gesprochen. Eine konkrete Entscheidung fiel dabei offenbar nicht. Damit bleibt die Aussage eine Absichtserklärung, kein Entwicklungsauftrag. Für Fans der Reihe ist das dennoch der erste konkrete Hinweis in diese Richtung.
Was bislang nicht bestätigt ist
- Es gibt keine offizielle Ankündigung eines Cytoverse-Tabletopspiels.
- Ein Release- oder Update-Datum wurde nicht genannt und existiert nicht.
- Plattformen, Preis, Entwickler und Publisher sind unbekannt.
- Ob es sich um ein Brettspiel, ein Kartenspiel oder ein Rollenspiel handeln soll, ist ebenfalls offen.
Was das Cytoverse überhaupt ist
Das Cytoverse ist Sandersons Science-Fiction- und Young-Adult-Reihe und damit ein anderer Schauplatz als sein Fantasy-Kosmos Cosmere. Den Auftakt bildet Skyward, gefolgt von Starsight und Cytonic. Später kamen weitere Ergänzungen der Reihe hinzu. Erzählt wird die Geschichte der jungen Pilotin Spensa, die auf einem Planeten gegen eine feindliche Alien-Spezies kämpft. Die Reihe verbindet Luftkampf-Action mit Fragen nach Identität und Herkunft.
Sanderson und Tabletop: der Cosmere-Vergleich
- Im Umfeld Sandersons gibt es bereits ein bekanntes Tabletop-Projekt: das Cosmere RPG von Brotherwise Games.
- Dieses Projekt betrifft den Fantasy-Kosmos, nicht das Cytoverse.
- Es taugt daher nur als Kontext dafür, dass Sandersons Stoff grundsätzlich für Tabletop-Umsetzungen attraktiv ist.
- Eine Übertragung dieser Erfahrung auf die Sci-Fi-Reihe ist bislang reine Spekulation.
Warum Buch-IPs gerade für Tabletop-Hersteller interessant sind
Lizenzierte Brett- und Rollenspiele zu erfolgreichen Buchreihen sind ein etabliertes Geschäft. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Zielgruppe existiert bereits, das Worldbuilding ist ausgearbeitet, und Figuren wie Schauplätze müssen nicht neu erfunden werden. Für Autoren bedeutet das eine zusätzliche Einnahmequelle und mehr Sichtbarkeit. Gleichzeitig ist der Markt eng, und nicht jede Lizenz findet einen passenden Verlag. Ob das Cytoverse diesen Schritt geht, hängt an Faktoren, die bislang nicht öffentlich sind.
Was ein Cytoverse-Spiel mitbringen müsste
- Raumschiff-Kampf: Die Dogfights zwischen den Piloten sind das Markenzeichen der Reihe.
- Fraktionen und Konflikte: Menschheit gegen Krell und weitere Parteien bieten Stoff für asymmetrische Spielweisen.
- Charakterentwicklung: Spensa und ihre Flugstaffel liefern Personal für Kampagnen oder Koop-Modi.
- Cytonische Fähigkeiten: Die übernatürlichen Kräfte der Reihe wären ein eigenes Spielsystem.
Solche Elemente lassen sich in Brettspiel- oder Rollenspielformaten abbilden. Konkrete Entwürfe gibt es aber nicht.
Einordnung in Sandersons Arbeitspensum
Sanderson ist bekannt dafür, mehrere Projekte parallel zu betreiben. Neben den Cosmere-Romanen und dem Cytoverse arbeitet er an Adaptionen in anderen Medien. Eine weitere Lizenzierung wäre für ihn kein Ausnahmefall, sondern eine Fortsetzung seiner bisherigen Strategie. Ob das Cytoverse-Tabletop über die Aussage im Interview hinauskommt, ist derzeit offen. Interessierte sollten auf offizielle Kanäle des Autors achten.
Der Stand der Dinge
Festzuhalten bleibt: Es gibt eine geäußerte Bereitschaft, geführte Gespräche und keine Ankündigung. Wer auf eine Vorbestellung oder ein Datum wartet, wartet auf Informationen, die es noch nicht gibt. Die Aussage stammt aus einem Interview und nicht aus einer Pressemitteilung. Bis ein Verlag oder ein Entwickler offiziell auftritt, bleibt das Cytoverse-Tabletop eine Möglichkeit.