Capcom hat Pläne vorgestellt, die eigene RE Engine schrittweise zu einer KI-gestützten Game-Engine weiterzuentwickeln. Der langfristige Rahmen wird als „Future where we create games together with AI“ beschrieben, also als Zukunft, in der Spiele gemeinsam mit KI entstehen. Es handelt sich um einen laufenden, mehrstufigen Entwicklungsplan. Ein konkreter Termin für eine fertige KI-Engine wurde nicht genannt.
Was die RE Engine heute ist
- Die RE Engine ist Capcoms proprietäre Inhouse-Engine, also ausschließlich für die eigene Entwicklung.
- Sie kommt bei mehreren großen Reihen des Publishers zum Einsatz.
- Dazu zählen unter anderem Resident Evil und Street Fighter.
- Die Engine läuft auf verschiedenen Plattformen und dient als technische Basis für unterschiedliche Genres.
- Sie ist damit kein Endnutzer-Produkt, sondern ein internes Werkzeug.
Der Plan: Schrittweise, nicht von heute auf morgen
Capcom spricht ausdrücklich von einem schrittweisen Vorgehen. Das bedeutet, die bestehende Engine wird nicht von einem Tag auf den anderen ersetzt, sondern Stück für Stück erweitert. Der Fokus liegt auf einer internen Entwicklungsbasis, nicht auf einem angekündigten Spiel oder einem Tool für Endnutzer. Ein Release- oder Update-Termin für eine fertige KI-Engine ist nicht bekannt. Es gibt auch keine bestätigten Plattformen für ein neues Produkt.
Keine vollständig KI-generierten Assets
Capcom hat in früheren Aussagen betont, dass man keine vollständig KI-generierten Assets in Spielen verbauen will. Stattdessen prüft das Unternehmen den Einsatz von KI zur Effizienzsteigerung. Genannte Bereiche sind unter anderem Grafik, Sound und Programmierung. Der Anspruch ist also, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, nicht menschliche Arbeit komplett zu ersetzen. Ob, wann und in welcher Form daraus ein marktreifes KI-Produkt entsteht, bleibt offen.
Die Reihen hinter der Engine
- Resident Evil zählt zu den bekanntesten Serien, die auf der RE Engine basieren.
- Auch Street Fighter nutzt die Engine für seine Kämpfe und Effekte.
- Der Name RE steht historisch für die Resident-Evil-Wurzeln der Technik.
- Über die Jahre wurde die Engine auf weitere Capcom-Titel ausgeweitet.
- Sie ist damit ein zentraler Baustein der gesamten Studio-Pipeline.
Ein konkreter Release- oder Update-Termin für eine fertige KI-Engine wurde nicht angekündigt. Plattformen für ein neues Produkt sind ebenfalls nicht bestätigt, weil es sich um eine interne Engine handelt. Ein Preis in Euro ist nicht bekannt, da kein Endnutzer-Produkt angekündigt wurde. All diese Punkte gelten als unbestätigt. Belastbare Angaben dazu gibt es derzeit nicht.
Branchenkontext: KI in der Spieleentwicklung
Der Vorstoß von Capcom reiht sich in eine breitere Diskussion ein, wie KI die Spieleentwicklung verändert. Viele Studios prüfen Werkzeuge für Grafik, Animation oder Code-Generierung. Gleichzeitig gibt es Skepsis gegenüber vollständig KI-generierten Inhalten. Capcom positioniert sich mit seinem Effizienz-Ansatz in der Mitte dieses Spektrums. Eine offizielle Bestätigung, dass daraus ein fertiges Produkt wird, fehlt weiterhin.
Einordnung
Capcom verantwortet die RE Engine als eigenen, internen Technologie-Stack. Der jetzt skizzierte Plan beschreibt eine Weiterentwicklung dieser Basis, nicht die Ankündigung eines Spiels. Solange kein Termin, keine Plattform und kein Preis genannt werden, bleibt der KI-Umbau ein laufendes Vorhaben. Beobachter werden vor allem darauf achten, ob und wann Capcom konkrete Ergebnisse aus diesem mehrstufigen Prozess vorlegt.