Carrie ist da: Flanagan lässt die Schweineschlacht weg
Seit heute ist Carrie als Serie auf Prime Video verfügbar, und Showrunner Mike Flanagan hat eine Entscheidung getroffen, die Fans des Romans von Stephen King aufhorchen lässt. Die berühmte Schweineschlacht-Szene, in der Carrie und ihre Mitschülerinnen ein Tier töten, fehlt in seiner Version. Stattdessen wird das Töten des Schweins nur off-screen gezeigt, also nicht in voller Bildgewalt ausgespielt. Flanagan erklärte in einem öffentlichen Statement, warum er sich gegen die explizite Darstellung entschieden hat.
Alle acht Folgen ab heute auf Prime Video
- Startdatum: 7. Oktober 2026
- Plattform: Prime Video
- Verfügbarkeit: Alle acht Episoden gleichzeitig abrufbar
- Produktion: Amazon MGM Studios
- Genre: Horror, Miniserie
- Showrunner: Mike Flanagan
Warum die Szene im Buch so berüchtigt ist
Im Roman von 1974 gehört die Schweineschlacht zu den verstörendsten Momenten. Carrie und andere Mädchen werden gezwungen, ein Schwein zu töten, was ihre Außenseiterrolle und die spätere Rachegeschichte brutal untermalt. Die 1976er-Verfilmung von Brian De Palma zeigte diese Szene nicht in dieser Form, doch spätere Adaptionen griffen sie auf. Flanagans Entscheidung, sie nur off-screen zu zeigen, ist eine bewusste Abweichung von der Vorlage. Er begründet das damit, dass die visuelle Darstellung des Tötens für seine Erzählung nicht nötig sei.
Flanagans Weg von Netflix zu Amazon
Mike Flanagan ist kein Unbekannter im Horror-Genre. Er entwickelte für Netflix Serien wie The Haunting of Hill House, Midnight Mass und The Fall of the House of Usher. Seine Arbeiten zeichnen sich durch langsame Spannung, starke Charaktere und psychologischen Horror aus. Mit Carrie wechselt er erstmals für eine Serie zu Amazon MGM Studios. Die Zusammenarbeit mit Prime Video markiert einen neuen Abschnitt in seiner Karriere.
Carrie: Ein Stoff mit langer Adaptionsgeschichte
- 1974: Stephen Kings Roman erscheint und wird zum Bestseller
- 1976: Brian De Palmas Verfilmung mit Sissy Spacek wird zum Klassiker
- 1999: Fortsetzung The Rage: Carrie 2 erscheint
- 2002: TV-Film mit Angela Bettis
- 2013: Remake mit Chloë Grace Moretz
- 2026: Erste Serienadaption unter Mike Flanagan
Was Flanagans Entscheidung über die Serie verrät
Der Verzicht auf die explizite Schweineschlacht ist kein Zufall. Flanagan setzt in seinen Werken oft auf Andeutungen statt expliziter Gewalt. Das Töten des Schweins bleibt Teil der Handlung, wird aber nicht ausgeschlachtet. Diese Herangehensweise passt zu seiner Erzählweise, die auf Atmosphäre und Figurentiefe setzt. Für Zuschauer, die eine möglichst originalgetreue Umsetzung erwarten, ist das eine wichtige Abweichung.
Einordnung: Horror-Serien im Herbst 2026
Mit Carrie bringt Prime Video kurz vor Halloween eine der bekanntesten Horrorgeschichten als Serie. Die gleichzeitige Veröffentlichung aller acht Folgen ermöglicht Binge-Watching. Im Vergleich zu anderen Horror-Serien setzt Flanagan auf psychologischen Horror statt auf Schockmomente. Ob das Publikum die Abweichung von der Vorlage akzeptiert, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Ein bewusster Verzicht mit Folgen
Die Schweineschlacht-Szene bleibt in Carrie also unsichtbar. Flanagan zeigt das Töten nur off-screen und bleibt damit seiner Linie treu. Wer die Serie ab heute auf Prime Video streamt, bekommt eine Adaption, die sich bewusst von früheren Versionen abhebt. Ein Preis für die Serie in Euro wird in den offiziellen Angaben nicht genannt.