EndeNews Logo EndeNews
Discord trimmt Desktop-App auf Tempo und spart RAM
News

Discord trimmt Desktop-App auf Tempo und spart RAM

Discord arbeitet an einer neuen Desktop-App auf Basis von Rust, die den Arbeitsspeicherverbrauch drastisch senken soll.

D
Dennis Adam
TEILEN: Twitter Reddit

Discord setzt auf Rust für mehr Leistung

  • Discord entwickelt eine überarbeitete Version seiner bekannten Desktop-Anwendung, die komplett in der Programmiersprache Rust neu geschrieben wird.
  • Ziel des Projekts sind spürbar schnellere Startzeiten der Software sowie ein deutlich reduzierter Verbrauch von Arbeitsspeicher im laufenden Betrieb.
  • Ein erster veröffentlichter Screenshot zeigt die frühe Version der optimierten App, die unter anderem auf dem Betriebssystem Windows 11 läuft.
  • Konkret verzeichnet die gezeigte Anwendung in dieser Momentaufnahme einen sparsamen RAM-Wert von etwa 290 MB.

Die Ursprünge der Kommunikationsplattform

  • Ursprünglich startete Discord im Jahr 2015 als reine Sprach- und Textplattform speziell für Videospieler, die sich während Partien austauschen wollten.
  • Die Entwickler setzten beim Aufbau lange Zeit auf Web-Technologien wie Electron, was im Laufe der Jahre zu einem zunehmend höheren Ressourcenhunger führte.
  • Im Zuge des Wachstums öffnete sich die Anwendung für sämtliche Nutzergruppen, von Communities bis hin zu professionellen E-Sport-Teams und Hobby-Entwicklern.
  • Bis heute hat sich die Software zum zentralen Standard für den digitalen Austausch von Millionen Spielern weltweit entwickelt.

Technische Hintergründe des Umbaus

  • Der Wechsel hin zu modernen Programmiersprachen wie Rust ist bei vielen großen Desktop-Anwendungen ein bewährtes Mittel zur Leistungssteigerung.
  • Rust bietet Entwicklern eine hohe Speichersicherheit bei gleichzeitiger Hardware-naher Performance ohne den Overhead klassischer Garbage Collector.
  • Die bisherige Architektur der Desktop-Anwendung war für ihren teils immensen Speicherhunger bekannt, was vor allem auf Systemen mit begrenzten Ressourcen störte.
  • Ob die finalen Versionen für alle Anwender exakt die gleichen niedrigen Werte halten können, bleibt abzuwarten.

Einordnung in aktuelle Branchentrends

  • Große Software-Anbieter im Gaming-Bereich optimieren in letzter Zeit vermehrt ihre Desktop-Clients, um die Systemlast zu minimieren.
  • Sowohl Steam als auch Epic und Xbox veröffentlichten in den vergangenen Monaten spürbare Leistungsupdates für ihre jeweiligen PC-Anwendungen.
  • Spieler profitieren von diesen Optimierungen, da somit mehr Rechenleistung und Arbeitsspeicher für die eigentlichen Videospiele übrig bleiben.
  • Der Trend geht klar weg von ressourcenfressenden Web-Wrappern hin zu schlankeren, nativ optimierten Software-Strukturen auf dem PC.

Offene Fragen zum offiziellen Release

  • Ein konkretes Datum für die weltweite Veröffentlichung der Rust-basierten Desktop-App nannte Discord in den aktuellen Berichten noch nicht.
  • Es handelt sich bei dem gezeigten Stand um eine frühe Version, die sich derzeit in der Entwicklung und Erprobung befindet.
  • Ob die Umstellung in Phasen für verschiedene Nutzergruppen ausgerollt wird, ist ebenfalls noch nicht offiziell bestätigt.
  • Preisangaben oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen für diese technische Generalüberholung existieren nicht.

Der Blick auf die Mobilversionen

  • Die Performance-Bemühungen von Discord beschränken sich nicht nur auf den Desktop, sondern betrafen in vergangenen Updates auch mobile Plattformen.
  • In früheren offiziellen Blogeinträgen standen bereits Optimierungen für die Apps auf Android und iOS im Fokus der Entwickler.
  • Diese mobilen Optimierungen zielten vor allem darauf ab, die Ladezeiten beim Aufrufen von Chats und Servern zu verkürzen.
  • Die aktuelle Meldung vom 5. November 2026 bezieht sich jedoch ausschließlich auf den grundlegenden Umbau der Desktop-Variante.

Beobachtungen zur aktuellen Entwicklung

  • Der Betrieb der Anwendung auf Windows 11 zeigt, dass moderne Betriebssystem-Schnittstellen direkt in die Optimierungsarbeit einbezogen werden.
  • Die Reduzierung auf rund 290 MB RAM markiert dabei einen deutlichen Kontrast zu den bisher oft kritisierten Speicherwerten der Electron-basierten Vergangenheit.
  • Unbestätigt ist bisher, ob die vollständige Migration aller Kernfunktionen bereits abgeschlossen ist oder ob noch Baustellen existieren.
  • Die anhaltende Arbeit an den Grundlagen der Software zeigt, dass Stabilität und Geschwindigkeit für die Betreiber weiterhin im Fokus stehen.

Quelle: PCGamer latest

VERWANDTE ARTIKEL