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Double Fine erhält alle Rechte zurück: Psychonauts-Entwickler besitzt jetzt seine Xbox-Spiele komplett
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Double Fine erhält alle Rechte zurück: Psychonauts-Entwickler besitzt jetzt seine Xbox-Spiele komplett

Double Fine Productions hat die Rechte an allen unter Xbox entstandenen Spielen inklusive IP und Publishing zurückerhalten, jetzt unterstützt der Kauf direkt das Studio.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Volle Kontrolle nach zwölf Jahren Microsoft-Ära

Double Fine Productions hat sämtliche Rechte an allen Spielen zurückerhalten, die das Studio während seiner Zeit unter Microsofts Besitz entwickelt hat. Dazu zählen nicht nur die IPs, sondern auch die vollständigen Publishing-Rechte. „Everything, we got back, the transfer of the IP came back to us“, bestätigte das Studio gegenüber Kotaku. Konkrete Titel nannte die Meldung nicht, aber die Liste umfasst offensichtlich alle Releases seit der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2019.

Was genau zurückgegeben wurde

  • Psychonauts 2 (2021), der lang erwartete Plattformer-Nachfolger
  • Psychonauts in the Rhombus of Ruin (2017), VR-Ableger, noch vor der Übernahme entstanden
  • Granthusia (2024), das bisher letzte Spiel des Studios
  • Alle zugehörigen Marken, Lizenzen und Merchandising-Rechte
  • Künftige Erlöse aus Verkäufen, Abonnements und Wiederveröffentlichungen gehen nun komplett an Double Fine

Finanzielle Unabhängigkeit durch direkte Einnahmen

Der entscheidende Punkt für das Studio: Wer jetzt eines der Spiele kauft, unterstützt Double Fine direkt. „Buying any of our games helps support the studio“, lautet die klare Ansage. Bisher flossen die Einnahmen vermutlich an Microsoft, auch wenn das Studio als Eigentümer der Marken auftrat. Nun sind die Rollen getauscht. Double Fine kann über Preise, Vertriebswege und Kooperationen eigenständig entscheiden, ein enormer Vorteil für ein Studio, das für seine kreativen Eigenheiten bekannt ist.

Vom Indie-Liebling zum Xbox-Studio und zurück

Double Fine wurde 2000 von der Gaming-Legende Tim Schafer gegründet, zuvor Designer bei LucasArts und Miterschaffer von Klassikern wie „Day of the Tentacle“ oder „Grim Fandango“. Hausgemachte Hits wie Brütal Legend (2009), Costume Quest (2010) oder Broken Age (2014) machten das Studio zum Liebling der Indie-Szene. Der erste Psychonauts erschien 2005 und wurde trotz mäßiger Verkaufszahlen zum Kultspiel. Als Microsoft 2019 das Studio übernahm, hofften viele auf mehr Geld für ambitionierte Projekte, mit gemischtem Ergebnis.

Die Psychonauts-Reihe und darüber hinaus

  • Psychonauts (2005), das Debüt mit Kopfloch-Leveln und Hirn-Reisen
  • Stacking (2011), Matroschka-Puzzlespiel im viktorianischen Setting
  • Iron Brigade (2011), Tower-Defense mit Mechs und Coop
  • Headlander (2016), Stilvolles Sci-Fi-Abenteuer mit leuchtendem Helm
  • Psychonauts 2 setzte mit 88 Punkten bei Metacritic einen neuen Bestwert für das Studio

Branchenkontext: Seltene Rückgabe von IP-Rechten

Dass ein Publisher wie Microsoft erworbene Marken zurück an die Entwickler gibt, ist ungewöhnlich. In der Regel bleiben IPs beim Eigentümer, selbst wenn das Studio aufgelöst oder verkauft wird. Gegenbeispiele wie Bungie und Destiny zeigen, dass es Ausnahmen gibt, aber dort handelte es sich um einen absichtlichen Deal vor der Trennung. Bei Double Fine ist es anders: Das Studio bleibt zwar Teil von Xbox Game Studios? Die Meldung deutet zumindest an, dass es sich um eine vollständige Übertragung handelt, ohne dass Microsofts Einfluss auf die Entwicklung erhalten bleibt. Möglicherweise setzt Microsoft auf eine neue Strategie, die kleineren Studios mehr Eigenverantwortung gewährt.

Was das für Spieler bedeutet

Geld, das in Psychonauts 2 oder ältere Double-Fine-Titel investiert wird, fließt jetzt direkt in die Kassen des Studios. Das erhöht die Chance auf weitere unkonventionelle Spiele. Auch die Wahrscheinlichkeit für Wiederveröffentlichungen oder Remaster steigt, da Double Fine selbst entscheiden kann. Ein Blick auf die Steam- und Konsolen-Store-Seiten zeigt: Die Titel sind weiterhin verfügbar, jetzt mit dem Prädikat „Double Fine“ als Publisher statt Xbox Game Studios.

Ein mutiger Schritt mit Signalwirkung

Tim Schafer hat früher nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er die Freiheit eines unabhängigen Studios schätzt. Die Rückgabe aller Rechte wirkt wie eine späte Bestätigung dieser Haltung. Während andere Entwickler unter großen Publishern um Kontrolle kämpfen, hat Double Fine nun die volle Hoheit über sein Werk. Wie viele Spiele daraus entstehen werden, bleibt offen, aber die nächsten Ankündigungen wird das Studio ganz allein verantworten. Ein starkes Zeichen in einer Branche, in der IP-Rechte oft als heilig gelten.

Quelle: kotaku.com

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