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Eine der besten Horror-Mods 2023: MyHouse.wad bleibt ein Rätsel
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Eine der besten Horror-Mods 2023: MyHouse.wad bleibt ein Rätsel

MyHouse.wad erschien im März 2023 als kostenlose Doom-II-Mod und verwandelte ein harmloses Wohnhaus in einen der verstörendsten Horror-Ausflüge der letzten Jahre.

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Tommes Parzl
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Ein Wohnhaus, das kippt

MyHouse.wad ist eine einzelne Horror-Map für Doom II, die am 3. März 2023 über Doomworld erschien. Was zunächst wie eine liebevolle Nachbildung eines gewöhnlichen Einfamilienhauses aussieht, entwickelt sich innerhalb weniger Spielminuten zu einem surrealen Psychothriller. Der Mod ist kostenlos und läuft auf Windows, macOS und Linux über eine GZDoom-kompatible Basis. Verantwortlich zeichnet der Modder Steven Nelson, bekannt unter dem Pseudonym Veddge, der die Karte als Remake eines eigenen Kindheitsprojekts beschreibt. Unterstützung beim Scripting kam von Kaelan Evans, auch als kevansevans bekannt.

Die harten Fakten zur Mod

  • Release: 3. März 2023, veröffentlicht über die Plattform Doomworld
  • Preis: kostenlos, es ist kein Euro-Preis belegt
  • Plattformen: Windows, macOS und Linux, technisch auf Doom II und GZDoom aufbauend
  • Entwickler: Steven „Veddge“ Nelson, Scripting von Kaelan Evans
  • Publisher: kein klassischer Publisher, die Veröffentlichung erfolgte direkt über die Community

Was die Map mit Spielern macht

MyHouse.wad beginnt als harmlose Haus-Remake-Karte. Der Spieler läuft durch Flure, Wohnzimmer und Schlafzimmer, alles wirkt vertraut. Dann kippt die Szenerie. Räume verschieben sich, Türen führen an Orte, die es nicht geben dürfte, und die Mod konfrontiert den Spieler mit Dingen, die so in einem klassischen Doom-Level nicht vorgesehen sind. Die Mod wird in der Modding-Szene als Psychological-Thriller eingeordnet, nicht als reine Schock-Horror-Erfahrung. Die Inszenierung erzählt ihre Geschichte über Umgebungsdetails, nicht über Zwischensequenzen.

Der Modder und sein Umfeld

Steven Nelson alias Veddge ist kein Studio-Angestellter, sondern Teil der Doom-Modding-Szene. Die Karte ist als Remake eines Kindheitsprojekts beschrieben, also eine Überarbeitung einer früheren eigenen Map. Ein offizieller Serienvorgänger existiert nicht. Kaelan Evans unterstützte das Projekt beim Scripting, das für die surreale Kippung der Karte nötig war. Die Veröffentlichung lief ohne Publisher über Doomworld, das klassische Forum und Download-Portal der Doom-Community. Der Mod wurde also nicht von einem Team mit Marketingbudget lanciert, sondern von einem Einzelmodder mit Unterstützung.

Einordnung in die Doom-Szene

  • MyHouse.wad gehört zur Doom-II-/Doom-Modding-Szene, nicht zu einer offiziellen Spielereihe
  • Die Mod ist eine Horror-/Psychological-Thriller-Mod, keine Fortsetzung eines kommerziellen Franchise
  • Der Release erfolgte über die Community-Plattform Doomworld, ohne Publisher
  • Das Werk basiert technisch auf Doom II und setzt eine GZDoom-kompatible Umgebung voraus
  • Es ist als Remake/Restaurierung eines Kindheitsprojekts beschrieben, ein offizieller Serienvorgänger ist nicht belegt

Die Geschichte um den toten Freund

Rund um MyHouse.wad kursiert die Erzählung, die Karte sei ursprünglich eine harmlose Haus-Map eines verstorbenen Freundes gewesen. Diese Rahmengeschichte ist Teil der ursprünglichen Inszenierung des Mods und wird als Hintergrundnarrativ beschrieben. Sie ist nicht als gesicherte reale Hintergrundgeschichte bestätigt. Der Modder bleibt bis heute „in character“, also in der Rolle, die er für die Veröffentlichung gewählt hat. Das bedeutet: Die Grenze zwischen fiktionaler Rahmung und realer Entstehungsgeschichte lässt sich von außen nicht sauber ziehen. Genau diese Unschärfe macht den Mod in der Community so interessant.

Warum der Mod bis heute nachwirkt

MyHouse.wad ist kein kommerzielles Produkt und war nie als solches gedacht. Trotzdem wird die Karte in der Modding-Szene als eine der stärksten Horror-Erfahrungen der letzten Jahre gehandelt. Der Mod zeigt, was eine einzelne Person mit einem über 30 Jahre alten Spiel und einem kostenlosen Editor erreichen kann. Die technische Basis ist Doom II, ein Shooter von 1994, der eigentlich für schnelle Action bekannt ist. Dass daraus ein Psychothriller wird, liegt an der Inszenierung, nicht an neuer Engine-Technik. Die Mod braucht kein großes Studio, kein Marketing und keinen Publisher.

Ein anonymer Modder, der seine Rolle nicht bricht

Steven Nelson hat mit MyHouse.wad eine Karte veröffentlicht, die seit dem 3. März 2023 kostenlos auf Windows, macOS und Linux läuft. Die Rahmengeschichte um einen verstorbenen Freund ist Teil der Inszenierung und nicht als real bestätigt. Der Modder hat diese Rolle seither nicht aufgegeben. Die Mod selbst bleibt ein Beispiel dafür, wie weit eine einzelne Person mit Doom II, GZDoom und einem Forum wie Doomworld kommen kann.

Quelle: PCGamer latest

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