Erneute Kürzungen bei einem der größten Gaming-Portale
IGN hat laut einem aktuellen Bericht eine weitere Entlassungsrunde durchgeführt. Betroffen sind demnach gleich mehrere Abteilungen der Redaktion. Zu den bekannt gewordenen Namen zählen langjährige Video-Hosts und Podcast-Gesichter. Der Bericht datiert auf den 14. September 2026, ein Update folgte am 15. September 2026.
Wer namentlich betroffen ist
- Brian Altano arbeitet seit 2009 für IGN und war Haupt-Host des PlayStation-Podcasts Beyond.
- Seth Macy, zuletzt Senior Commerce Team Editor, war häufiger Host des Nintendo-Voice-Chat-Podcasts.
- Macy bestätigte seinen Abschied öffentlich, Altano gehört zu den prominentesten Namen der Welle.
- Betroffen sind laut Bericht mehrere Abteilungen, nicht nur die Video- und Podcast-Sparte.
Die genaue Größe bleibt unklar
Wie viele Stellen tatsächlich gestrichen werden, ist bislang nicht bestätigt. Der Bericht nennt keine konkrete Zahl der Betroffenen. Als mögliche Faktoren werden der Remote-Status von Mitarbeitenden sowie deren Umzugsbereitschaft genannt. Beides ist ausdrücklich nicht offiziell bestätigt und bleibt Spekulation.
Brian Altano: 17 Jahre auf dem Kanal
Altano ist seit 2009 Teil von IGN und damit einer der dienstältesten Köpfe vor der Kamera. Über Jahre prägte er den Beyond-Podcast, der sich ausschließlich um PlayStation-Themen dreht. Sein Stil, trockener Humor gepaart mit großer Plattform-Kenntnis, machte ihn für viele Hörer zum festen Anker der wöchentlichen Folgen. Ein Abgang dieser Größenordnung reißt in eine Podcast-Community eine Lücke, die sich nicht sofort füllen lässt.
Seth Macy: Commerce und Nintendo-Voice-Chat
Seth Macy verantwortete zuletzt das Commerce-Team und damit einen Bereich, der bei Gaming-Portalen wirtschaftlich stark an Gewicht gewonnen hat. Gleichzeitig war er regelmäßig im Nintendo-Voice-Chat zu hören, dem hauseigenen Podcast rund um Nintendo-Hardware und -Spiele. Seinen Abschied hat er selbst öffentlich gemacht. Damit verliert das Portal eine Doppelrolle aus redaktioneller Kaufberatung und Community-Stimme.
Branchenkontext: Kürzungen ohne Ende
- Die Gaming-Medienbranche erlebt seit Jahren wiederkehrende Entlassungswellen.
- Betroffen sind fast immer Video- und Podcast-Formate, weil sie teuer zu produzieren sind.
- Werbetreibende verlagern Budgets zunehmend weg von klassischen Spiele-Websites.
- Langjährige Hosts sind oft die sichtbarsten Verluste, weil ihre Stimme an das Format gebunden ist.
- Für Redaktionen heißt das: weniger Gesichter, mehr Textarbeit, engere Kalkulation.
Warum wiederkehrende Kürzungen ein Muster sind
Der Bericht sagt ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Spiele-Release handelt, sondern um Medien- und Redaktionsentlassungen. Das ist ein wichtiger Unterschied: Hier geht es nicht um ein Produkt, das getestet oder angekündigt wird, sondern um Menschen, die ihre Arbeit verlieren. IGN gehört seit Jahrzehnten zu den reichweitenstärksten Spiele-Websites überhaupt, mit Sitz in den USA und einer großen Video- und Podcast-Abteilung. Wenn selbst ein Portal dieser Größe wiederholt Stellen streicht, sagt das etwas über die wirtschaftlichen Bedingungen der gesamten Branche. Plattform-Infos, Preise oder Entwicklerangaben spielen hier keine Rolle, weil es kein Spielprodukt gibt.
Was aus den Podcasts wird
Beyond und der Nintendo-Voice-Chat zählen zu den langlebigsten Formaten im englischsprachigen Gaming-Podcast-Bereich. Ob und wie sie nach den Entlassungen weiterlaufen, ist offen. Für Hörer bedeutet der Abgang langjähriger Hosts häufig einen Bruch in der gewohnten Besetzung. Wie stark sich das auf die Formate auswirkt, lässt sich erst in den nächsten Wochen absehen, wenn neue Folgen erscheinen.