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Fast 300.000 Accounts: Riot geht gegen Boosting vor

Riot Games hat in League of Legends und VALORANT fast 300.000 Accounts wegen Rangmanipulation und Boosting sanktioniert.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Fast 300.000 Konten betroffen

296.416 Accounts hat Riot Games in League of Legends und VALORANT wegen Rangmanipulation und Boosting sanktioniert. Die Zahl stammt aus einer Meldung des Entwicklers und Publishers vom 17. September 2026, die am 18. und 19. September 2026 bekannt wurde. Betroffen sind nicht nur Spieler, die sich ihren Rang erschlichen haben, sondern auch die Booster selbst sowie Personen, die wiederholt mit Manipulatoren zusammenspielen. Damit umfasst die Welle fast 300.000 Einzelfälle in zwei der größten Live-Service-Titel von Riot.

Wen es diesmal trifft

  • Spieler, die ihr eigenes Konto von jemand anderem auf einen höheren Rang haben spielen lassen
  • Booster, die gegen Bezahlung auf fremden Accounts antreten
  • Nutzer, die wiederholt zusammen mit bekannten Manipulatoren in Matches auftauchen
  • Fälle, in denen Riot von schwerem oder wiederholtem Missbrauch ausgeht

Die Meldung macht deutlich, dass die Verantwortung nicht nur bei dem liegt, der aktiv auf einem fremden Konto spielt. Auch wer die Dienstleistung in Anspruch nimmt, muss mit Konsequenzen rechnen. Riot adressiert damit beide Seiten des Geschäfts.

Diese Strafen drohen

  • Zurücksetzen der Rangpunkte beziehungsweise der RR
  • In einigen Fällen auch die Aberkennung bereits erhaltener Belohnungen
  • Sperren von mindestens drei Tagen
  • Dauerhafte Bans bei schweren oder wiederholten Verstößen

Die Staffelung ist bewusst abgestuft. Wer einmal auffällt, kommt vergleichsweise glimpflich davon. Wer wiederholt erwischt wird oder in größerem Umfang Boosting betreibt, riskiert seinen Account dauerhaft. Riot kombiniert also Rückabwicklung des erschlichenen Fortschritts mit zeitlichen und permanenten Sperren.

Riot Games: Vom kleinen Studio zum Live-Service-Giganten

Riot Games wurde 2006 gegründet und veröffentlichte 2009 sein erstes Spiel, League of Legends. Aus dem kostenlosen MOBA wurde eines der meistgespielten PC-Spiele überhaupt und die Grundlage für ein ganzes Marken-Universum. VALORANT folgte 2020 als taktischer Shooter und etablierte Riot auch außerhalb des MOBA-Genres. Das Unternehmen gehört heute zum chinesischen Konzern Tencent und betreibt daneben Titel wie Teamfight Tactics, Legends of Runeterra und Wild Rift. Der eigene Indie-Publishing-Arm Riot Forge wurde dagegen eingestellt, was zeigt, wie stark sich Riot auf die eigenen Live-Service-Marken konzentriert.

Zwei sehr unterschiedliche Rangsysteme

League of Legends ist ein MOBA, bei dem fünf Spieler pro Team über Kartenkontrolle, Farm und Teamfights den Sieg erringen. VALORANT ist ein Taktik-Shooter mit rundenbasierten Matches, in denen Präzision, Utility und Teamabsprache zählen. Beide Titel laufen auf dem PC und setzen auf Ranglisten, in denen sich Spieler über Siege und Niederlagen nach oben oder unten bewegen. Ein einzelner starker Spieler kann in beiden Systemen ein Match stark beeinflussen, was Boosting überhaupt erst attraktiv macht. Ein Preis für die Spiele spielt hier keine Rolle, weil beide als Free-to-Play-Titel laufen.

Warum Boosting ein Dauerproblem bleibt

  • Boosting ist ein bezahlter Markt, in dem erfahrene Spieler fremde Konten auf höhere Ränge bringen
  • Für Gegner entsteht dadurch ein unfaires Matchmaking, weil ein Konto deutlich stärker besetzt ist als angezeigt
  • Ranglisten sind das zentrale Fortschrittssystem in beiden Titeln, weshalb Manipulation direkt die Spielerfahrung anderer betrifft
  • Anti-Cheat- und Rangsysteme stehen in vielen kompetitiven Online-Titeln vor ähnlichen Herausforderungen, weil sich geboostete Konten schwer von normalen Leistungssprüngen unterscheiden lassen

Riot reagiert darauf mit einer Mischung aus Erkennung, Rückabwicklung und Sperren. Ob das reicht, hängt davon ab, wie viele Fälle das System tatsächlich automatisch erkennt.

Was das für euch bedeutet

Wer sein Konto von jemand anderem spielen lässt, riskiert nicht nur den erschlichenen Rang, sondern den gesamten Account. Auch das gemeinsame Spielen mit bekannten Manipulatoren kann Folgen haben, selbst wenn ihr nicht selbst geboostet habt. Die zurückgesetzten Punkte und die möglichen Belohnungsverluste machen den Fortschritt rückgängig, den Boosting verschafft hat. Damit verschiebt Riot den Anreiz weg von kurzfristigem Ranggewinn hin zu einem dauerhaften Risiko für das eigene Konto.

Zahlen, Datum und Einordnung

Die Sanktionswelle umfasst 296.416 Accounts, genannt wurden League of Legends und VALORANT auf dem PC. Die Meldung datiert auf den 17. September 2026, die Berichte dazu folgten am 18. und 19. September 2026. Dass Riot „noch härter“ gegen Boosting vorgeht, ist eine Interpretation der Meldung, belegt sind nur die beschriebenen Maßnahmen und ihre Staffelung. Riot Games ist Entwickler und Publisher beider Titel, ein Preis ist für die Free-to-Play-Spiele nicht relevant.

Quelle: PCGames: Wissen, was gespielt wird!

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