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Final Fantasy: Sieben Spiele, die mehr verdient hatten
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Final Fantasy: Sieben Spiele, die mehr verdient hatten

Über 100 Final-Fantasy-Titel sind seit 1987 erschienen, doch einige Ableger blieben zu Unrecht unbeachtet.

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Tommes Parzl
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Mehr als 100 Spiele, und viele davon kennt kaum jemand

Seit Final Fantasy 1987 auf dem NES erschien, hat die Reihe die Marke von mehr als 100 Spielen überschritten. Zwischen den großen nummerierten Hauptteilen liegen Ableger, Spin-offs und Experimente, die nie die Aufmerksamkeit bekamen, die ihre Ideen verdient hätten. Eine aktuelle Zusammenstellung nennt sieben solcher Titel und spricht von „hidden gems“. Auffällig ist, wie unterschiedlich die Gründe sind: falsche Plattform, falscher Zeitpunkt, falscher Untertitel.

Final Fantasy X-2 und das Problem der direkten Fortsetzung

Final Fantasy X-2 erschien 2003 und ist ein direkter Nachfolger von Final Fantasy X aus dem Jahr 2001. Die Handlung folgt Yuna auf ihrer Suche nach Tidus, also genau dort weiter, wo der Vorgänger emotional endete.

  • Es war einer der ersten Hauptableger der Reihe mit weiblicher Protagonistin im Zentrum.
  • Der Tonfall unterschied sich deutlich vom ernsten Vorgänger, was Fans damals spaltete.
  • Ein Teil der Kritik galt weniger dem Spiel als der Erwartungshaltung an eine „echte“ Fortsetzung.
  • Der Titel zeigt, wie schwer sich die Reihe mit direkten Nachfolgern im eigenen Kanon tut.

Final Fantasy Type-0: Persona-Einfluss auf der PSP

Final Fantasy Type-0 kam 2011 für die PlayStation Portable heraus. Die Quelle ordnet es ausdrücklich als ein von Persona 3 und Persona 4 beeinflusstes Rollenspiel ein.

Damit steht es für eine Phase, in der Square Enix bewusst nach neuen Formeln suchte. Eine Handheld-Plattform am Ende ihres Lebenszyklus war für ein düsteres, gruppenbasiertes RPG kein einfaches Pflaster. Viele Spieler außerhalb Japans bekamen das Spiel ohnehin erst später zu Gesicht.

Monster of the Deep: Wenn Final Fantasy plötzlich angeln geht

Monster of the Deep: Final Fantasy XV erschien 2017 als eigenständiges Fischerlebnis im Universum von Final Fantasy XV. Es war exklusiv für das ursprüngliche PlayStation-VR-Headset erhältlich.

  • Kein Kampfsystem, kein Weltretten, nur Angeln und die bekannte Weltkulisse.
  • Die Bindung an ein frühes VR-Gerät begrenzte die erreichbare Spielerschaft von Beginn an.
  • Als Vollpreis-Erwartung an ein Spin-off war die Idee schwer zu verkaufen, als Neugierprojekt funktionierte sie.
  • Wer damals keine PSVR hatte, konnte den Titel schlicht nicht spielen.

Jack Garland und die Neuinterpretation des Jahres 1987

Ein weiterer Kandidat auf der Liste ist eine Neuinterpretation des ursprünglichen Final Fantasy von 1987. Schon im ersten Trailer wurde die Figur Jack Garland zum Meme, bevor überhaupt jemand das fertige Spiel gesehen hatte. Dieses Internet-Gedächtnis überlagerte lange die eigentliche Frage, wie sich das neu gedachte Kampfsystem spielte. Der Titel steht damit für ein Muster: Einzelne Szenen oder Figuren prägen die Wahrnehmung stärker als das Produkt selbst. Wer das Spiel heute nachholt, trifft auf ein Werk, dessen Ruf vor allem aus kurzen Clips entstand.

Warum Final Fantasy IV bis heute als Maßstab gilt

Final Fantasy IV wird als Klassiker der Reihe eingeordnet, der viele spätere RPG-Standardelemente geprägt hat. Genannt werden vor allem dramatische Storys und eine stärkere Figurenentwicklung.

  • Der Titel verlegte den Schwerpunkt vom reinen Gruppenzusammenstellen auf erzählte Konflikte.
  • Figuren bekamen eigene Motivationen statt reiner Klassenfunktionen.
  • Diese Verschiebung wirkte auf zahlreiche Rollenspiele danach.
  • Trotzdem taucht Teil IV in Bestenlisten seltener auf als die späteren PS1-Teile.

Square Enix und der lange Schatten der Hauptreihe

Sicher belegbar ist bei allen genannten Titeln nur, dass sie zur Final Fantasy-Reihe von Square Enix gehören beziehungsweise im Umfeld des Publishers veröffentlicht wurden. Saubere Angaben zu einzelnen Entwicklerstudios und vollständige Publisherzuordnungen pro Spiel lassen sich aus der vorliegenden Übersicht nicht herauslesen.

Klar ist: Spin-offs leiden strukturell darunter, dass sie am Namen der Hauptreihe gemessen werden. Ein Angelspiel in VR oder ein PSP-RPG mit Persona-Anleihen hat gegen ein Final Fantasy VII oder IX von Anfang an einen schweren Stand. Preise in Euro spielen in der Diskussion um diese Titel kaum eine Rolle, dazu liegen keine belastbaren Angaben vor.

Was die sieben Titel über die Reihe erzählen

Die Auswahl zeigt ein Muster: Fast jeder der genannten Titel scheiterte an Rahmenbedingungen, nicht an fehlenden Ideen. Plattformbindung, Zeitpunkt und Erwartungshaltung erklären mehr als die Qualität des Spiels selbst. Wer heute durch die mehr als 100 Einträge der Reihe stöbert, findet genau dort die interessanteren Experimente.

Quelle: Polygon.com

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