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GameCube-Perlen: Zehn Spiele, die kaum einer spielte
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GameCube-Perlen: Zehn Spiele, die kaum einer spielte

Der GameCube bot eine Fülle einzigartiger Spiele, die nie die Aufmerksamkeit bekamen, die sie verdienten.

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Tommes Parzl
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Ein Katalog voller Schätze

Nintendo brachte den GameCube 2001 in Japan auf den Markt, in Europa folgte die Konsole 2002. Mit rund 21,74 Millionen verkauften Einheiten blieb sie deutlich hinter der PlayStation 2 zurück. Dennoch entstand auf dem Würfel eine erstaunliche Bandbreite an Spielen, viele davon von kleinen Teams. Einige dieser Titel wurden später zu gesuchten Sammlerstücken, weil sie nur in geringer Stückzahl produziert wurden. Wer heute einen GameCube besitzt, stößt auf einen Katalog, der sich kaum mit dem der Konkurrenz vergleichen lässt.

Fünf unterschätzte Titel (Teil 1)

  • Eternal Darkness: Sanity’s Requiem (Silicon Knights, 2002) bot einen Wahnsinnsmechanismus, der die Spieloberfläche manipulierte.
  • Skies of Arcadia Legends (Overworks, 2003) war ein Dreamcast-Port mit zusätzlichen Inhalten.
  • Baten Kaitos: Eternal Wings and the Lost Ocean (Monolith Soft, 2003) setzte auf ein Kartensystem im Kampf.
  • Viewtiful Joe (Capcom, 2003) verband Zeitmanipulation mit Prügelspiel.
  • Chibi-Robo! (Skip Ltd., 2005) ließ Spieler einen kleinen Roboter im Haushalt helfen.

Fünf weitere Perlen (Teil 2)

  • Odama (Vivarium, 2006) kombinierte Flipper mit Echtzeit-Strategie und nutzte das Mikrofon.
  • Cubivore: Survival of the Fittest (Saru Brunei, 2002) war ein skurriles Evolutionsspiel.
  • Ikaruga (Treasure, 2003) polarisierte mit seinem Schwarz-Weiß-Mechanismus.
  • Killer7 (Grasshopper Manufacture, 2005) war ein surrealer Schienen-Shooter.
  • Doshin the Giant (Param, 2002) erschien in Europa als Aufbauspiel mit einem Riesen.

Silicon Knights und der Wahnsinn

Silicon Knights wurde von Denis Dyack gegründet und hatte zuvor Blood Omen: Legacy of Kain entwickelt. Mit Eternal Darkness schuf das Studio 2002 ein Horrorspiel, das mit der geistigen Gesundheit der Spielfigur spielte. Der Titel verkaufte sich nicht gut, obwohl er von Kritikern gelobt wurde. Später arbeitete Silicon Knights an Metal Gear Solid: The Twin Snakes für den GameCube. Das Studio löste sich 2014 auf, nachdem ein Gerichtsstreit mit Epic Games die Mittel aufgebraucht hatte.

JRPGs auf dem GameCube

Skies of Arcadia Legends war eine erweiterte Fassung des Dreamcast-Originals von 2000. Baten Kaitos stammte von Monolith Soft, die zuvor an Xenosaga gearbeitet hatten. Beide Spiele litten unter der geringen Verbreitung des GameCube. Ein drittes JRPG, Tales of Symphonia, verkaufte sich besser, weil es später auch auf der PlayStation 2 erschien. Monolith Soft wurde 2007 von Nintendo übernommen und entwickelte danach die Xenoblade-Reihe.

Capcom, Treasure und die Experimente

Capcom brachte mit Viewtiful Joe einen Titel, der zunächst exklusiv für den GameCube erschien. Das Spiel stammte aus dem Umfeld von Clover Studio, das später Okami und God Hand entwickelte. Treasure lieferte mit Ikaruga einen Shoot-‘em-up, der auf dem Dreamcast begonnen hatte. Killer7 von Grasshopper Manufacture war eines der letzten GameCube-Spiele von Capcom. Clover Studio wurde 2007 geschlossen, die Mitarbeiter gründeten PlatinumGames.

Warum der GameCube diese Spiele verschluckte

  • Die Konsole hatte eine kleine Nutzerbasis, was Third-Party-Spiele schwer verkäuflich machte.
  • Viele Publisher portierten ihre Titel später auf PlayStation 2 oder Xbox.
  • Nintendo konzentrierte sich stark auf eigene Marken wie Mario, Zelda und Metroid.
  • Kleinere Studios hatten kaum Budget für Marketing.
  • Einige Spiele erschienen nur in Japan oder Europa.

Was bleibt

Viele dieser Titel sind heute nur noch gebraucht erhältlich, oft zu hohen Preisen. Eternal Darkness und Chibi-Robo! wurden nie offiziell neu veröffentlicht. Baten Kaitos erhielt 2023 eine Remaster-Sammlung für die Nintendo Switch. Ikaruga ist auf modernen Plattformen verfügbar. Wer einen GameCube besitzt, findet in diesen zehn Spielen einen Querschnitt durch die experimentierfreudigste Phase von Nintendos Hardware.

Quelle: Polygon.com

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