EndeNews Logo EndeNews
GameSir Tarantula 8K im Test: 8000 Hz für 70 Dollar
News

GameSir Tarantula 8K im Test: 8000 Hz für 70 Dollar

Der GameSir Tarantula 8K setzt auf 8000 Hz Polling Rate, 0,5 ms Latenz und ein Kabel, doch der Blick zurück auf den Vorgänger fällt schwerer als erwartet.

T
Tommes Parzl
TEILEN: Twitter Reddit

Ein Controller für Reaktionszeiten unter einer Millisekunde

Der GameSir Tarantula 8K ist ein kabelgebundener Controller für den PC, den der Hersteller selbst als „Wired Esports Controller for PC“ beschreibt. Zwei Zahlen stehen im Zentrum: 8000 Hz Polling Rate und 0,5 ms Latenz. Der Controller meldet seine Eingaben also 8000 Mal pro Sekunde an den Rechner, statt wie üblich deutlich seltener. Die vorliegende Testwertung fasst das mit dem Satz zusammen, das Gerät reagiere auf „every twitchy movement and instinctive press“. Damit ist die Ausrichtung klar: kompetitives Spielen, nicht die gemütliche Sofa-Runde.

Die technischen Eckdaten im Überblick

  • Verbindung: ausschließlich verkabelt über USB-C, das Handbuch nennt keinen Funkmodus.
  • Plattform: PC, weitere Systeme tauchen in den offiziellen Angaben nicht auf.
  • Polling Rate: 8000 Hz.
  • Latenz: 0,5 ms.
  • Ausrichtung: FPS und kompetitives Spiel, so ordnet GameSir die Tarantula-Serie selbst ein.

Preis und Verfügbarkeit

Der Controller ist bereits erhältlich, nicht angekündigt. Genannt werden 79,99 Pfund beziehungsweise 69,99 US-Dollar für die kabelgebundene 8K-Version. Ein Preis in Euro ist nicht belegt, wer in Deutschland kaufen will, muss also mit Umrechnung und möglichen Importkosten rechnen. Die offizielle Blog-Ankündigung von GameSir datiert auf den 16. April 2026, die Produktseite ist mit dem 9. Juli 2026 gelistet. Seitdem ist das Gerät im Handel, ein Testmuster liegt der aktuellen Bewertung zugrunde.

Der Vorgänger: 1000 Hz, Vibration, Wireless

Die Tarantula-Serie ist keine Neuentwicklung aus dem Nichts. Die frühere Version arbeitete mit 1000 Hz Polling Rate und bot Vibration sowie eine Wireless-Verbindung. Das aktuelle Modell wird als überarbeitete, als „reborn“ bezeichnete Variante beschrieben. Genau hier liegt der zwiespältige Punkt der Bewertung: Die Neuauflage eines beliebten Controllers weckt Erwartungen, erfüllt sie technisch aber auf einem anderen Weg. Wer den Vorgänger wegen seiner Freiheit ohne Kabel mochte, findet diese Tugend im neuen Modell nicht wieder.

GameSir und die Tarantula-Serie

GameSir tritt bei diesem Produkt als Hersteller und Marke auf, ein klassischer Entwickler- oder Publisher-Eintrag ist in den Quellen nicht genannt. Der Name Tarantula steht dabei für eine eigene Serie, aus der das 8K-Modell als jüngster Spross hervorgeht. Der Hersteller positioniert die Reihe ausdrücklich im Umfeld von FPS-Titeln und Wettkampf-Spiel. Eine belastbare Firmenhistorie mit früheren Meilensteinen lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten, entsprechend bleibt die Einordnung hier produktbezogen. Klar ist nur: Das 8K-Modell beerbt eine Reihe, die schon vorher Anhänger hatte.

8000 Hz im Branchenkontext

Polling Rates sind in den vergangenen Jahren zu einer Art Wettrennen geworden. Was bei Mäusen begann, hält nun bei Controllern Einzug. Der Sprung von 1000 Hz auf 8000 Hz klingt nach dem Achtfachen, die praktische Auswirkung ist deutlich kleiner als die Zahl vermuten lässt. Entscheidend ist am Ende die Kette aus Stick-Auflösung, Übertragung, Spiel-Engine und Bildrate. Ein Controller mit 8000 Hz kann nur so präzise wirken wie das Spiel, das ihn ausliest. Genau deshalb bleibt der Vorgänger für manche Nutzer attraktiv: Er lieferte weniger Zahlen, dafür mehr Bewegungsfreiheit.

Was Spieler konkret bekommen

  • Ein reines Kabelgerät, das ohne Akkupflege und Ladezyklen auskommt.
  • Eine Latenz von 0,5 ms, die in schnellen Shootern theoretisch Vorteile bringt.
  • Verzicht auf Vibration, die der Vorgänger noch bot.
  • Verzicht auf Wireless, der für viele der eigentliche Grund für den Kauf der alten Version war.
  • Eine Preisgestaltung, die mit 69,99 US-Dollar im Mittelfeld der kabelgebundenen Wettkampf-Controller liegt.

Fazit mit einem zwiespältigen Nachgeschmack

Die Bewertung des Tarantula 8K endet mit einem merkwürdigen Gefühl: Die Neuauflage eines der liebsten Controller-Modelle wird getestet, und trotzdem geht die Sehnsucht zur Originalfassung. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Folge der Produktentscheidungen. Wer maximale Reaktionswerte sucht und ohnehin am Kabel spielt, bekommt mit 8000 Hz und 0,5 ms ein Gerät mit klarem Auftrag. Wer den alten Tarantula wegen Vibration und Wireless gekauft hat, findet im neuen Modell eine technisch schnellere, aber funktional schmalere Version. Genau diese Lücke bleibt der interessanteste Punkt der ganzen Produktreihe.

Quelle: Latest from GamesRadar+

VERWANDTE ARTIKEL