Tod, Blut und ein alter Gott
Reign of the Black Empire ist die nächste Erweiterung für Hearthstone und schickt die Spielerschaft Jahrtausende zurück, in die Zeit, als die Alten Götter gegen die Titanen Krieg führten. Ein aktueller Karten-Reveal legt den Fokus auf den Todesritter und drei Karten, die ausschließlich über Blut-Runen laufen. Blut-Runen stehen beim Todesritter seit jeher für Lebensraub und zähe Kontrolle statt für schnelles Tempo. Wer auf einen defensiven Spielplan setzt, bekommt hier gleich drei Bausteine auf einmal.
Die drei Karten im Detail
- Grafted Knight kostet 2 Mana, bringt zwei Blut-Runen mit und tritt als 3/3 mit Lifesteal an. Für zwei Mana sind das ordentliche Werte, die gegen aggressive Decks früh Leben zurückholen.
- Bloodfiend ist eine 4-Mana-Karte mit drei Blut-Runen und 4/4 Werten. Der Battlecry lautet: Bis zu 4 Leichen ausgeben und für jede ausgegebene Leiche 1 Schaden an allen anderen Dienern verursachen.
- G’huun ist die legendäre Karte und ebenfalls drei Blut-Runen teuer, kostet 8 Mana und kommt mit einer Statline von 8/1. Der Battlecry stiehlt den Gegnern mit den niedrigsten Lebenspunkten 6 Leben, standardmäßig.
- Der Wert von G’huuns Battlecry skaliert mit jeder Blut-Rune im Deck, weshalb die Karte praktisch nie als 8/1, sondern als 8/7 ins Feld kommt.
Der Rechenweg hinter G’huun
Der Battlecry von G’huun trifft alle Gegner mit den niedrigsten Lebenspunkten, nicht nur Diener. Damit ist auch der gegnerische Held ein legitimes Ziel, was aus der Karte einen möglichen Finisher macht. Die Einschätzung, dass G’huun sogar für einen One-Turn-Kill reichen kann, stammt allerdings aus der Vorschau und ist keine offiziell bestätigte Garantie. Weil gestohlene Lebenspunkte dauerhaft verloren bleiben, kann der Gegner den Schaden nicht einfach wegheilen. Gegen Schwarm-Decks mit vielen kleinen Dienern räumt der Effekt zusätzlich das Brett auf, während G’huun selbst stehen bleibt.
Blizzard und die Hearthstone-Historie
Blizzard Entertainment veröffentlicht Hearthstone seit 2014 als digitales Sammelkartenspiel, das seither im Jahresrhythmus Erweiterungen bekommt. Der Todesritter ist dabei vergleichsweise jung: Die Klasse kam 2022 mit der Lich-König-Erweiterung ins Spiel und brachte die Leichen-Mechanik mit, auf der Bloodfiend nun aufbaut. Das Spiel läuft auf Windows PC, macOS, iOS und Android und ist damit über vier Plattformen hinweg derselbe Client. Für die Kartenwerte und Effekte der drei Blut-Runen-Karten gilt: Sie stammen aus der Vorschau und sind außerhalb der offiziellen Ankündigungsseite nicht gesondert verifiziert.
Was in den Bundles steckt
- Das Standard-Bundle umfasst 60 Black-Empire-Packs, zwei zufällige legendäre Karten und einen Eonar-Kartenrücken.
- Das Mega-Bundle liefert 80 Black-Empire-Packs, 10 goldene Packs, eine signierte Drest’agath-Karte und eine goldene legendäre C’Thun.
- Zusätzlich enthalten sind die Karte Eye of the Empire, vier Tavernen-Tickets, das Eonar-Druiden-Heldenskin und ein passender Kartenrücken.
- Verifizierte Euro-Preise für die Bundles liegen nicht vor.
Monk, Battlegrounds und das Quest-System
Blizzard hat angekündigt, dass der Monk 2027 als erste neue Klasse seit 2022 zu Hearthstone kommt. Dieser Zeitrahmen ist eine offizielle Ankündigung, kein Leak und kein Gerücht. Parallel steht eine Battlegrounds-Saison mit einem neuen Diener-Typ an. Das Quest-System soll ebenfalls umgebaut werden und sich künftig stärker auf eine fortlaufende Geschichte konzentrieren statt auf lose Einzelaufgaben. Das sind drei Baustellen, die das Spiel nach dem Erweiterungsstart weiter verändern.
Reign of the Black Empire erscheint am 20. Oktober 2026 um 10:00 Uhr PT. Damit liegt die Veröffentlichung rund einen Monat nach dem heutigen Datum, die Wartezeit ist also überschaubar. Gespielt wird die Erweiterung auf PC, macOS, iOS und Android, ein exklusiver Plattform-Deal ist nicht Teil der Ankündigung. Vorbesteller können zwischen dem normalen und dem Mega-Bundle wählen.
Einordnung: Kontrolle statt Tempo
Drei Karten, alle über Blut-Runen, ergeben ein klares Signal für den Todesritter in dieser Erweiterung: Lebensraub früh, Brettkontrolle in der Mitte, ein skalierender Legendärer als Abschluss. Das erinnert an frühere Kontrollspielpläne der Klasse, bei denen Ressourcenverwaltung wichtiger war als der schnellste Schaden. Interessant ist vor allem der doppelte Einsatz von G’huun, der als Flächenräumer gegen Schwärme und als Gesichtsschaden gegen einzelne Ziele funktioniert. Ob die Karte im Wettkampf tatsächlich Spiele allein entscheidet, hängt davon ab, wie zuverlässig sich Blut-Runen in den ersten Zügen stapeln lassen.