Das letzte Ticket ist vergeben
Am 19. September 2026 hat Invictus Gaming das Regional-Final der LPL gegen JD Gaming mit 3:1 gewonnen. Damit ist der vierte und letzte chinesische Startplatz für die World Championship 2026 vergeben. Der Sieg fiel in einer Serie, in der es für beide Organisationen keinen Umweg mehr gab. Für IG geht es nach längerer Abstinenz wieder auf die größte Bühne des Jahres.
Alle vier LPL-Vertreter stehen fest
- Anyone’s Legend geht als eines von vier chinesischen Teams zu Worlds 2026.
- Bilibili Gaming ist ebenfalls qualifiziert.
- Top Esports komplettiert neben IG das Feld.
- Invictus Gaming sicherte sich den vierten Platz über das Regional-Final.
Mit diesem Ergebnis ist die chinesische Delegation vollständig. Das Feld mischt Erfahrung aus vergangenen Weltmeisterschaften mit Teams, die in den letzten Jahren konstant oben mitspielten.
Der Weg über das Regional-Final
Das Format der LPL-Qualifikation lässt am Ende nur ein offenes Fenster übrig, durch das genau ein Team noch schlüpfen kann. In diesem Fenster standen sich am 19. September 2026 Invictus Gaming und JD Gaming gegenüber. Ein 3:1 klingt klarer, als eine solche Serie meist verläuft, denn ein einzelnes gewonnenes Spiel auf der Gegenseite kann eine Best-of-Five-Reihe komplett kippen. IG ließ es nicht so weit kommen und zog die Serie in vier Partien nach Hause.
Die Historie von Invictus Gaming
Invictus Gaming ist in der League of Legends-Szene kein Neuling. Die Organisation aus China gewann 2018 in Incheon die Weltmeisterschaft und schrieb damit LPL-Geschichte, weil sie den ersten Worlds-Titel für die Region überhaupt holte. Spieler wie Rookie und TheShy prägten damals eine Ära, an die sich viele Fans bis heute erinnern. Nach dieser Hochphase folgten Jahre mit wechselnden Kaderkonstellationen und schwankenden Ergebnissen. Der Schritt zu Worlds 2026 ist für IG deshalb mehr als eine Formsache.
Was der Gegner verliert
- JD Gaming verpasst damit das letzte chinesische Ticket.
- Die Organisation hatte international bereits mehrfach starke Auftritte, unter anderem mit dem Sieg beim Mid-Season Invitational 2023.
- Ein Ausscheiden im Regional-Final bedeutet für ein Team dieser Größe eine lange Phase ohne internationales Spiel.
- Für die Fans bleibt die Saison damit ohne den gewohnten Auftritt auf der Weltbühne.
In der LPL ist die Konkurrenz um die internationalen Plätze traditionell eng. Ein Best-of-Five über vier Spiele ist selten ein Zufallsprodukt, sondern meist ein Kräftevergleich über mehrere Wochen Vorbereitung.
Die LPL als vierfache Kraft
China stellt bei Worlds 2026 vier Teams, was dem Format der vergangenen Jahre entspricht. Die LPL gehört seit Jahren zu den Regionen, die regelmäßig mehrere Teams tief in die K.o.-Phase bringen. Zwischen LCK, LEC und LPL gibt es bei jedem Turnier eine Debatte über die relative Stärke der Regionen, und die Anzahl der Startplätze ist dabei immer ein Streitpunkt. Vier chinesische Vertreter bedeuten vier Chancen auf den Titel und vier verschiedene Spielstile im Turnierbaum.
Erinnerungen an Incheon und danach
Für Fan-Erinnerungen ist IG ein besonderes Kapitel. Der Titel von 2018 kam für viele Beobachter nicht auf dem Radar, weil damals andere Teams als Favoriten gehandelt wurden. Genau solche Läufe machen die Worlds-Geschichte aus: Teams, die über die Qualifikation kommen und dann im Turnier über sich hinauswachsen. Ob IG 2026 an dieses Muster anknüpfen kann, entscheidet sich in der Gruppenphase, nicht in der Qualifikation.
Ein Datum, vier Namen
Der 19. September 2026 steht damit als jener Tag fest, an dem die chinesische Teilnehmerliste geschlossen wurde. Auf dem Zettel stehen Anyone’s Legend, Bilibili Gaming, Top Esports und Invictus Gaming. Für IG ist es die Rückkehr auf eine Bühne, die die Organisation zuletzt nur aus der Ferne verfolgte. Der letzte Platz im Feld war bis zum Schluss offen, und am Ende holte ihn das Team, das den vierten Spieltag der Serie nicht mehr abwarten musste.