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Japans Publisher: Kleine Teams statt Mega-Blockbuster
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Japans Publisher: Kleine Teams statt Mega-Blockbuster

Ein Branchenexperte erklärt, warum Nintendo, Capcom und Konami mit kleineren Teams und ohne Live-Service-Wahn besser dastehen als viele westliche Konzerne.

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Dennis Adam
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Japans Publisher setzen auf kleinere Teams

Nintendo, Capcom und Konami gelten als gesünder als viele westliche Konkurrenten. Ein Branchenexperte führt das auf drei Faktoren zurück: kleinere Entwicklerteams, seltene Entlassungswellen und deutlich niedrigere Manager-Gehälter. Während westliche Publisher häufig hunderte Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu senken, fahren die japanischen Traditionshäuser eine andere Strategie. Sie setzen auf stabile Teams und langfristige Planung statt auf kurzfristige Rendite.

Die drei Säulen der japanischen Strategie

  • Kleinere Teams: Statt 500-Personen-Teams setzen japanische Studios auf überschaubare Gruppen, die effizienter arbeiten.
  • Seltene Entlassungen: Wer einmal eingestellt ist, bleibt oft über Jahre oder Jahrzehnte im Unternehmen.
  • Moderate Gehälter: Kein Executive verdient 30 Millionen Dollar, während gleichzeitig Stellen gestrichen werden.
  • Langfristige Markenpflege: Serien wie Mario, Resident Evil oder Metal Gear werden über Jahrzehnte gepflegt.

Warum der Live-Service-Trend an Japan vorbeiging

Viele westliche Publisher stürzten sich in den vergangenen Jahren auf Live-Service-Spiele. Der Traum vom dauerhaften Umsatz durch Ingame-Käufe und Battle Passes führte zu teuren Fehlschlägen. Japanische Firmen blieben bei diesem Trend zurückhaltender. Sie konzentrierten sich weiter auf abgeschlossene Einzelspieler-Erfahrungen und bewährte Marken. Das bewahrte sie vor dem finanziellen Absturz, den einige westliche Live-Service-Projekte erlitten.

Nintendo, Capcom und Konami: Drei Wege, ein Prinzip

Nintendo wurde 1889 gegründet und ist das älteste noch aktive Unternehmen der Branche. Das Kyoto-Unternehmen entwickelt seine Spiele intern und hält Teams klein, auch bei großen Marken wie The Legend of Zelda oder Animal Crossing. Capcom aus Osaka brachte mit Street Fighter 1987 den ersten großen Prügelspiel-Hit heraus und pflegt bis heute Serien wie Monster Hunter und Resident Evil. Konami startete 1969 und ist für Castlevania, Metal Gear und Silent Hill bekannt.

Bekannte Serien und ihre Teams

  • Super Mario: Seit 1985 entwickelt, mit überschaubaren Kernteams von oft unter 100 Personen.
  • Resident Evil: Die Horror-Serie von Capcom erscheint seit 1996 und wird kontinuierlich von internen Studios betreut.
  • Monster Hunter: Eine der erfolgreichsten Capcom-Marken, mit treuer Fangemeinde statt aggressiver Monetarisierung.
  • Metal Gear: Konamis Stealth-Serie prägte ein ganzes Genre, auch wenn die Zukunft der Marke derzeit offen ist.

Der Kontrast zum Westen

Westliche Publisher wie EA, Ubisoft oder Activision Blizzard haben in den vergangenen Jahren tausende Stellen gestrichen. Viele dieser Entlassungen folgten auf gescheiterte Live-Service-Projekte oder überteuerte Blockbuster. Die Gehälter von Führungskräften stiegen währenddessen weiter. Japanische Unternehmen halten ihre Belegschaften stabiler und verzichten auf solche Exzesse. Das führt nicht automatisch zu besseren Spielen, aber zu planbareren Produktionsbedingungen.

Was das für Spieler bedeutet

Die japanische Strategie sorgt für Verlässlichkeit. Spieler wissen, dass eine neue Mario- oder Resident Evil-Ausgabe erscheint, ohne dass das Studio vorher zerschlagen wird. Die Teams bleiben zusammen, Erfahrung geht nicht verloren. Bei westlichen Publishern führt der ständige Personalwechsel oft dazu, dass Franchises nach einem Flop eingestellt werden. Japanische Serien überleben dagegen auch schwächere Ableger.

Ein Blick auf die Zahlen

Der Experte nennt den Vergleich zu 500-Personen-Teams und 30-Millionen-Dollar-Gehältern. Diese Zahlen stammen aus der westlichen AAA-Industrie, wo Blockbuster-Produktionen immer größer wurden. Japanische Publisher wie Nintendo beschäftigen in ihren Kernteams oft weniger als ein Fünftel dieser Größe. Das Ergebnis sind niedrigere Kosten, stabilere Teams und eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Marktschwankungen. Entlassungswellen wie bei westlichen Konzernen sind in Kyoto und Osaka jedenfalls seltener.

Quelle: Latest from GamesRadar+

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