Nissin dreht wieder durch
Die verrückten Genies von Nissin haben erneut zugeschlagen. Der japanische Instantnudel-Pionier bringt eine Cup Noodles-Variante auf den Markt, die sich mit kaltem Wasser zubereiten lässt. Kein Kochen, kein Wasserkocher, kein Warten auf Abkühlung. Einfach kaltes Wasser rein, kurz ziehen lassen, fertig.
Nissin wurde 1958 vom taiwanesisch-japanischen Erfinder Momofuku Ando gegründet. Seine erste Instantnudel, Chikin Ramen, kam im selben Jahr auf den Markt. 1971 folgte der erste Cup Noodle, ein hitzebeständiger Styroporbecher mit gefriergetrockneten Nudeln und Gewürzen. Das Produkt war ein Durchbruch: Anders als Beutelnudeln brauchte man nur noch kochendes Wasser und einen Deckel. Seitdem hat Nissin über 40 Milliarden Cup Noodles weltweit verkauft.
Perfekt für die nächste Zocker-Nacht
- Keine heiße Suppe mehr, die versehentlich auf die Tastatur schwappt
- Kein Verlassen des Rechners, nur um Wasser zum Kochen zu bringen
- Ideal für LAN-Partys, wo die Küche oft weit weg ist
Gamer, die stundenlang in Elden Ring oder Counter-Strike versinken, müssen ihren Magen nicht mehr mit kaltem Fastfood quälen. Endlich eine warme (na ja, kalte) Mahlzeit ohne Unterbrechung.
Der Markt für Gaming-Ernährung wächst rasant. Laut einer Erhebung von NPD Group gaben US-Gamer 2023 über 2,5 Milliarden Dollar für Snacks und Getränke aus, die während des Spielens konsumiert werden. Hersteller wie G-Fuel und Liquid Death haben sich auf diese Zielgruppe spezialisiert. Nissin reagiert mit einem Produkt, das weder Mixer noch Mikrowelle benötigt, ein direkter Angriff auf den „Kühlschrank-Trip“-Workflow.
Der Retro-Gamer weiß: Innovation kommt von Nissin
Erinnert ihr euch an die Zeiten, als Cup Noodles der heimliche Star jeder Spielnacht war? Das Plastikbecher-System war schon damals genial: Heißes Wasser rein, Deckel drauf, warten. Jetzt hat Nissin den nächsten Schritt gewagt.
Das Produkt ist ab sofort in Japan erhältlich. Ob es den Weg nach Europa findet, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die mad geniuses von Nissin haben wieder mal geliefert, und zwar ohne einen einzigen Tropfen heißes Wasser.
Nissin hat in der Vergangenheit mehrfach kuriose Varianten aufgelegt: 2016 gab es Cup Noodles mit Fruchtgeschmack für den Sommer, 2020 eine High-Protein-Edition für Fitness-Fans. Die Kaltwasser-Nudel ist die logische Konsequenz aus dem Trend zu verzögerungsfreiem Konsum. In Japan wurde sie bereits in limitierten Mengen auf der Tokyo Game Show 2023 an Besucher verteilt, die Nachfrage war so hoch, dass Nissin die Produktion hochfuhr.
Wie die Kaltwasser-Nudel funktioniert
Der Trick liegt in der Nudelstruktur. Nissin verwendet eine spezielle Gelatinebasis, die bei Raumtemperatur Feuchtigkeit aufnimmt und quillt, ohne Hitze. Die Brühe ist als Pulver beigemischt, das sich in kaltem Wasser löst. Die Ziehzeit beträgt laut Hersteller 15 Minuten, also doppelt so lang wie bei der heißen Variante.
Das klingt nach einem Kompromiss: warme, aber nicht heiße Nudeln. In internen Tests von Famitsu (einem japanischen Spielemagazin) bewerteten 80% der Probanden die Konsistenz als „vergleichbar mit gekochten Nudeln“. Einziger Wermutstropfen: Die Suppe bleibt kühl, für manche eher ein Sommersnack.
Verfügbarkeit und Preise
In Japan kostet eine Portion (100 g) umgerechnet 1,80 Euro. Drei Geschmacksrichtungen sind bestätigt: Original, Chili-Tomate und Curry. Nissin hat bisher keinen globalen Release angekündigt. Wer trotzdem probieren will, kann über Importdienste wie Japan Rabbit bestellen, der Versand verdoppelt den Preis.
Eine europäische Markteinführung ist nicht unrealistisch: Nissin vertreibt in Deutschland bereits die Sorten Beef, Chicken und Spicy Seafood. Die Kaltwasser-Variante würde in die Studenten- und Gamer-Zielgruppe passen, die in Umfragen von Statista zu den Hauptkäufern von Instantnudeln zählt. Ob der Einzelhandel mitmacht, hängt von der Logistik ab, die Becher sind schwerer als klassische Cup Noodles, weil das Wasser erst kurz vor dem Verzehr zugegeben wird.