LIAR: Ein Deckbuilder, der Liebesgeschichten auswürfelt
Titan1Studios aus Toronto hat am 20. Oktober 2026 im Rahmen des ID@Xbox-Showcase ein neues Projekt vorgestellt: Love is a Roguelite, kurz LIAR. Das Spiel verbindet rundenbasierte Taktik, Deckbuilding und Elemente einer Dating-Sim. Der Clou: Die Liebesgeschichte wird prozedural erzeugt, ist also nicht als fester Handlungsstrang vorgegeben. Der offizielle Start ist für Herbst 2027 angesetzt, die ursprüngliche Pressemeldung nennt konkret Q4 2027.
Der Genre-Mix im Detail
- Rundenbasierte Taktik: Kämpfe laufen zugbasiert ab, Positionierung und Reihenfolge der Figuren gehören zum Kalkül.
- Deckbuilding: Wie in klassischen Deckbauern stellt ihr euch euer Kartenarsenal zusammen.
- Dating-Sim-Elemente: Beziehungen und Romanzen sind Teil des Systems, nicht bloß Beiwerk.
- Roguelite-Struktur: Durchläufe laufen anders ab, die Liebesgeschichte setzt sich pro Durchgang neu zusammen.
- Eigenständiger Titel: Ein Serienableger oder Vorgänger wird in den Angaben nicht genannt.
Bestätigt sind derzeit zwei Ziele: Xbox Series X|S und PC beziehungsweise Xbox PC. Ein Preis in Euro ist bislang nicht bekannt, ebenso wenig ein separater Publisher; als Entwickler wird ausschließlich Titan1Studios geführt. Auch eine Alterseinstufung oder ein konkretes Tagesdatum innerhalb des vierten Quartals 2027 liegt nicht vor. Bis Herbst 2027 bleibt damit reichlich Zeit für Details, aber auch reichlich Platz für Spekulation, die sich derzeit nicht belegen lässt.
Offene Fragen zur Veröffentlichung
- Ein Publisher wird in den vorliegenden Angaben nicht bestätigt.
- Ein Preis ist nicht kommuniziert, weder in Euro noch in einer anderen Währung.
- Eine Vorgeschichte oder ein Franchise-Bezug existiert laut den Angaben nicht.
- Ein konkretes Releasedatum innerhalb des Q4-Fensters fehlt weiterhin.
- Systemanforderungen für die PC-Version wurden nicht veröffentlicht.
Ältere Studioangaben: unbestätigt oder überholt
In früherem Material des Studios tauchten Formulierungen auf, die nicht zur aktuellen Ankündigung passen. Genannt wurden unter anderem PC, Konsole und VR, außerdem Handheld-Unterstützung sowie ein Termin am Valentinstag 2027 und Pläne für einen Early-Access-Start. Diese Punkte gelten für die jetzt veröffentlichte Ankündigung als nicht bestätigt oder schlicht als veraltet. Wer aus alten Posts eine VR-Version ableitet, stützt sich auf Material, das der aktuellen Kommunikation widerspricht.
Wer steckt hinter LIAR?
Titan1Studios sitzt in Toronto, Ontario, und tritt bei diesem Titel zugleich als Entwickler auf. In den öffentlich zugänglichen Angaben zum Spiel werden keine früheren Veröffentlichungen des Studios als Referenz genannt. Eine Einordnung über eine bestehende Reihe ist damit nicht möglich, weil schlicht keine Vorgänger existieren. Das Studio positioniert LIAR als eigenständiges Projekt mit eigenem Kurznamen, nicht als Teil eines größeren Universums. Für Spieler bedeutet das: keine Vorkenntnisse nötig, aber auch keine etablierte Qualitätsmarke als Orientierung.
Branchenkontext: Warum Genre-Mixe gerade Konjunktur haben
Deckbuilder haben sich in den vergangenen Jahren vom Nischenformat zu einem verlässlichen Indie-Gerüst entwickelt, weil sich Kartenpools günstig erweitern lassen und jeder Durchlauf frisch wirkt. Die Kombination mit prozeduraler Erzählung ist der nächste Schritt: Wenn Beziehungen ebenfalls aus dem Zufallsgenerator kommen, muss das Spiel die emotionale Bindung anders aufbauen als ein gescriptetes Drama. Taktik plus Karten plus Romanze ist ein ungewöhnliches Dreiergespann, das die Erwartungshaltung breit streut. Ob das Konzept trägt, hängt weniger an der Idee als an der Frage, ob die generierten Figuren über einen Durchlauf hinweg interessant bleiben.
Was bis Herbst 2027 feststeht
Festhalten lässt sich immerhin eine klare Faktenlage: Ankündigung am 20. Oktober 2026, Release im Herbst 2027 beziehungsweise Q4 2027, Plattformen Xbox Series X|S und PC, Entwickler Titan1Studios, kein bestätigter Publisher, kein Preis. Alles Weitere zu LIAR ist derzeit entweder offen oder stammt aus älteren, überholten Studioangaben. Wer die Ankündigung verfolgt, sollte bei VR, Handheld und Valentinstag-Termin genau hinschauen, ob das Studio diese Punkte je offiziell bestätigt. Bis dahin bleibt ein prozedural erzeugtes Liebesdrama mit Karten und Rundenlogik die einzige belastbare Beschreibung.