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MLB-Lockout 2027: Was passiert mit den Baseball-Spielen?
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MLB-Lockout 2027: Was passiert mit den Baseball-Spielen?

Ein drohender Lockout in der MLB könnte die jährlichen Baseball-Simulationen treffen. Doch Sony und Out of the Park Developments bleiben gelassen.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Der Lockout rückt näher

Die Major League Baseball und die MLB Players Association stehen vor einer unangenehmen Zitterpartie. Das aktuelle Collective Bargaining Agreement läuft am 1. Dezember 2026 aus, und bis zum Start der Saison 2027 muss ein neuer Tarifvertrag her. Der große Streitpunkt: die Salary Cap, also die Gehaltsobergrenze, bei der sich beide Seiten offenbar kaum bewegen. Sollte bis zum Frühjahr 2027 keine Einigung stehen, droht ein Lockout, bei dem die Besitzer den Spielern den Zugang zu den Trainingsanlagen verweigern. Ein Szenario, das 2022 bereits kurz zu sehen war, damals allerdings ohne drastische Folgen für den Spielplan.

MLB The Show 26 ist längst da

  • San Diego Studio hat mit MLB The Show 26 den 21. Teil der Reihe abgeliefert, veröffentlicht von Sony Interactive Entertainment.
  • Der Release erfolgte am 17. März 2026 für PS5, Nintendo Switch und Xbox Series X/S.
  • Der Preis liegt laut PlayStation Store bei 49,99 US-Dollar, ein verlässlicher Euro-Preis ist nicht ausgewiesen.
  • Jährlich erscheint das Spiel kurz vor Saisonbeginn, mit aktualisierten Kadern aller 30 MLB-Teams.

Genau diese Kadernähe macht die Reihe so abhängig vom echten Ligabetrieb. Ohne einen gültigen Tarifvertrag gibt es keine offiziellen Transfers, keine bestätigten Rookies und keine aktuellen Verletzungsdaten. Was das für MLB The Show 27 bedeutet, ist bislang offen.

NBA 2K12 als Präzedenzfall

Ein Blick zurück hilft. Als die NBA 2011 in einen Lockout geriet, lieferte Visual Concepts mit NBA 2K12 trotzdem. Der Titel erschien im regulären Oktoberfenster, obwohl die Liga bis Dezember pausierte. Statt aktueller Kader setzte das Studio auf den NBA’s Greatest Mode, der 15 Legenden wie Magic Johnson und Bill Russell mit era-tauglicher Präsentation feierte. Matt Bertz, heute Senior VP of Games beim Beratungsunternehmen Magid, erklärte öffentlich, dass die Lizenzkosten den Release-Takt erzwingen: „The money train needs to stay on the track, and those licenses aren’t cheap.” Eine ähnliche Strategie sei wegen der MLB-Historie auch für San Diego Studio denkbar.

Out of the Park Baseball bleibt gelassen

Rich Grisham, Präsident von Out of the Park Developments, zeigte sich in einem öffentlichen Gespräch im August wenig beunruhigt. Die Serie Out of the Park Baseball ist eine tiefgehende Managementsimulation, die auf dem PC und Mac läuft, über Steam mit Windows- und macOS-Support vertrieben wird und für 49,99 US-Dollar erhältlich ist. Das Genre wird als Mix aus Indie, Simulation, Sport und Strategie geführt. Grisham verwies auf die Vergangenheit: Bei früheren Arbeitskämpfen hätten sich die Release-Pläne der Spiele nicht verschoben. Man werde keine zwei oder drei Versionen entwickeln, sondern das Beste aus der Lage machen.

Wie Studios mit fehlenden Kadern umgehen

  • MLB The Show könnte den Fokus stärker auf historische Inhalte und die Negro Leagues legen, die zuletzt fester Bestandteil waren.
  • Denkbar wäre auch ein Ausbau der Field-of-Dreams-Inhalte, um Fans mit Legenden bei Laune zu halten.
  • Out of the Park Baseball würde laut Grisham zunächst mit den bestehenden Regeln arbeiten, bis ein neuer Tarifvertrag steht.
  • Änderungen aus einem neuen CBA müssten getestet und in unzähligen Simulationen verifiziert werden, bevor sie ins Spiel einfließen.

Regeländerungen wie der Universal DH wurden in der Vergangenheit mit Verzögerung nachgereicht. Diese Erfahrung dürfte beiden Studios zugutekommen.

Ein Blick auf die Entwickler

San Diego Studio ist seit Jahrzehnten Sonys Baseball-Schmiede und hat die MLB: The Show-Reihe über mehr als zwei Dekaden aufgebaut. Mit MLB The Show 26 liegt der 21. Serienteil vor. Out of the Park Developments dagegen arbeitet mit deutlich kleinerem Team an einer Nische, die vor allem Statistik-Fans und Manager-Tüftler anspricht. Beide Studios hängen an denselben MLB-Lizenzen, gehen aber strategisch völlig unterschiedliche Wege. Während Sony auf Präsentation und Konsolen-Reichweite setzt, lebt OOTP von Zahlen, Daten und Regeltreue.

Was das für Baseball-Fans heißt

Sollte der Lockout tatsächlich bis in den Frühling 2027 andauern, verlieren Fans die echte Saison und bekommen womöglich ein Spiel mit veralteten Kadern oder ohne aktuelle Rookies. Die Lizenzverträge erlauben den Studios vermutlich weiterhin die Nutzung von Teamnamen, Logos und Spielerporträts, aber eine Live-Kopplung an den Ligabetrieb wäre nicht möglich. Ob Sony im März 2027 überhaupt ein MLB The Show 27 veröffentlicht, hat das Unternehmen bislang nicht kommentiert. Die Situation bleibt in Bewegung, weil Besitzer und Spielergewerkschaft weiterhin Angebote austauschen.

Kein Grund zur Panik, aber auch kein Grund zur Sicherheit

Grisham formulierte öffentlich eine bemerkenswert klare Prognose: „So, if there is a labor stoppage, you know, we’ll do what we do to the best that we can do it.” Baseball werde es 2027 geben, ob pünktlich oder nicht. Für Fans der digitalen Variante heißt das: Die Spiele kommen, aber womöglich mit einem anderen Gesicht als gewohnt. Ob das die historische Schiene wird wie einst bei NBA 2K12, entscheidet sich nicht in den Studios, sondern am Verhandlungstisch zwischen MLB und MLBPA.

Quelle: GameSpot - All Content

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