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NDP-Chef: Regierung soll BioWare-Kauf durch Mitarbeiter stützen
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NDP-Chef: Regierung soll BioWare-Kauf durch Mitarbeiter stützen

Kanadas Oppositionsführer Avi Lewis fordert staatliche Hilfe für einen Mitarbeiterkauf von BioWare und rechnet mit dem Private-Equity-Kurs von Mutterkonzern EA ab.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Ein Politiker mischt sich in die Studio-Politik ein

Avi Lewis, Vorsitzender der kanadischen New Democratic Party, hat eine ungewöhnliche Forderung aufgestellt: Die Bundesregierung soll den Beschäftigten von BioWare dabei helfen, das Studio zu kaufen und eigenständig zu führen. Die Meldung datiert vom 22. Oktober 2026, ein Update-Zeitstempel trägt den 23. Oktober 2026. Lewis ist erklärter Gegner der Private-Equity-Praxis, mit der Finanzinvestoren Studios übernehmen. Ein formelles Angebot oder ein eingeleitetes Verfahren für einen solchen Mitarbeiterkauf ist bislang nicht belegt.

Wer hinter der Forderung steht

  • Avi Lewis führt die New Democratic Party, eine der Oppositionsparteien auf Bundesebene in Kanada.
  • Die NDP sitzt traditionell links der Liberalen und positioniert sich seit Jahren gegen Finanzinvestoren in der Kultur- und Tech-Branche.
  • Lewis’ Vorstoß richtet sich an die Bundesregierung in Ottawa, nicht an die Provinzebene, obwohl BioWare in Edmonton, Alberta gegründet wurde.
  • Die Forderung ist eine politische Position, keine Ankündigung konkreter Fördermittel.

BioWare und der Mutterkonzern

BioWare gehört seit 2007 zu Electronic Arts und ist damit Teil eines der größten Publisher-Konzerne der Welt. EA ist in der Meldung ausdrücklich Adressat der Kritik, ein separater Publisher für einzelne Spiele wird nicht genannt. Die Kritik von Lewis zielt auf die Finanzierungsstruktur hinter dem Studio, nicht auf ein einzelnes Projekt. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet die Debatte zunächst einmal wenig Konkretes, denn sie betrifft die Eigentumsverhältnisse, nicht den Entwicklungsstand eines Titels.

Die Geschichte des Studios

  • 1995 gründeten Ray Muzyka, Greg Zeschuk und Augustine Yip BioWare in Edmonton, Kanada.
  • Frühe Meilensteine waren Baldur’s Gate (1998), Neverwinter Nights (2002) und Star Wars: Knights of the Old Republic (2003).
  • Mit Mass Effect (2007) und Dragon Age: Origins (2009) etablierte das Studio zwei eigene Rollenspiel-Reihen.
  • 2007 übernahm EA das Studio, seither ist BioWare Teil des Konzerns.
  • Spätere Titel wie Mass Effect: Andromeda (2017), Anthem (2019) und Dragon Age: The Veilguard (2024) fielen bei Teilen der Kritik durch.

Mass Effect als politischer Bezugspunkt

Die Meldung nennt Mass Effect ausdrücklich im Zusammenhang mit der Kritik an EA. Das ist kein Zufall: Die Reihe gilt als eines der einflussreichsten erzählerischen Rollenspiele der 2000er und frühen 2010er Jahre. Ein Mitarbeiterkauf würde bedeuten, dass die Rechte an Mass Effect und Dragon Age den Besitzer wechseln müssten, was ohne Zustimmung von EA praktisch nicht möglich ist. Ein konkreter neuer Spieletitel, ein Vorgänger oder ein neues Release wird in der Meldung nicht belegt.

Private Equity als Streitpunkt

Lewis’ Argumentation folgt einem Muster, das in der kanadischen und US-amerikanischen Politik seit Jahren an Bedeutung gewinnt. Finanzinvestoren kaufen Studios, drücken auf Kosten und stoßen sie später weiter, während Belegschaften und Marken zurückbleiben. Ein Mitarbeiterkauf, im Englischen oft als Employee Ownership bezeichnet, gilt in dieser Debatte als Gegenmodell. Ob ein solches Modell bei einem Studio dieser Größe mit hunderten Beschäftigten und mehreren Standorten funktioniert, ist wirtschaftlich umstritten. Belege für eine konkrete Umsetzung bei BioWare gibt es nicht.

Was Spieler davon mitbekommen

  • Plattformen: In der Meldung werden keine Plattformen genannt.
  • Preis in Euro: Ebenfalls nicht genannt oder belegt.
  • Release: Kein neuer Titel, kein Update und kein Termin werden mit der Forderung verknüpft.
  • Bestätigung: Dass Mitarbeitende das Studio tatsächlich kaufen wollen oder die Regierung helfen wird, ist unbestätigt.

Ein politischer Vorstoß ohne Verfahren

Die Nachricht ist bislang eine Forderung, kein Vorgang mit Aktenzeichen. BioWare bleibt Teil von EA, und an dieser Eigentumsstruktur hat sich durch den Vorstoß nichts geändert. Wer die Studio-Historie verfolgt, kennt die Muster: Übernahmen, Umstrukturierungen, Neuausrichtungen. Ein Mitarbeiterkauf wäre der erste seiner Art bei einem kanadischen AAA-Studio dieser Größe. Bis dahin bleibt es bei einem Satz aus der Politik und einer offenen Frage an den Konzern.

Quelle: PCGamer latest

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