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Ninja Theory: Kündigungen nach zwei gescheiterten Deals
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Ninja Theory: Kündigungen nach zwei gescheiterten Deals

Das Hellblade-Studio Ninja Theory beginnt nach dem Scheitern zweier Rettungsdeals mit Kündigungen und einem britischen Konsultationsverfahren.

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Tommes Parzl
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Kündigungen bei Ninja Theory nach geplatzten Rettungsdeals

Ninja Theory hat mit Kündigungen begonnen. Zwei Deals, die das Studio hinter Hellblade: Senua’s Sacrifice und Senua’s Saga: Hellblade 2 retten sollten, sind gescheitert. Ein britisches Konsultationsverfahren in Richtung möglicher Massenentlassungen läuft. Die Nachricht trifft eine der bekanntesten britischen Entwicklerstudios, gegründet in Cambridge und seit 2018 Teil von Microsofts Xbox Game Studios. Zwei Käufer- oder Rettungsvereinbarungen reichten offenbar nicht aus, um den Betrieb zu sichern.

Das neue Projekt: Senua ohne Datum, ohne Plattformen, ohne Preis

  • Im Sommer kündigte Ninja Theory ein neues Spiel mit dem Titel Senua an.
  • Die Ankündigung sollte laut Bericht Käuferinteresse wecken.
  • Ein Release-Datum für Senua ist nicht bestätigt.
  • Plattformen für das neue Spiel sind nicht genannt.
  • Ein Preis in Euro ist nicht bekannt oder bestätigt.

Was das Konsultationsverfahren bedeutet

  • In Großbritannien müssen Arbeitgeber bei geplanten Massenentlassungen ein Konsultationsverfahren mit Beschäftigtenvertretern einleiten.
  • Das Verfahren schützt Beschäftigte und gibt der Belegschaft eine Frist, bevor Kündigungen rechtskräftig werden.
  • Das Studio hat mit diesem Schritt begonnen, was auf eine erhebliche Zahl betroffener Stellen hindeutet.
  • Ein endgültiges Aus, eine Schließung oder ein sicheres Ende von Ninja Theory ist damit nicht bestätigt.
  • Der laufende Prozess lässt aber erahnen, wie ernst die Lage hinter den Kulissen ist.

Die Serie: Hellblade als Aushängeschild

Hellblade: Senua’s Sacrifice erschien 2017 und wurde zum Überraschungserfolg, weil es psychische Erkrankungen in einem Action-Adventure mit Horror-Elementen verhandelte. Senua’s Saga: Hellblade 2 setzte 2024 die Geschichte fort, diesmal unter dem Dach von Xbox Game Studios / Microsoft als Publisher. Beide Titel gehören ins Genre Action-Adventure mit psychologischen Horror-Elementen. Das neue Senua-Projekt knüpft laut Ankündigung an diese Reihe an, ohne dass konkrete Inhalte bestätigt wären. Die Marke hat sich über Jahre einen Ruf als erzählerisch anspruchsvoll erarbeitet.

Ninja Theory: Von Kung-Fu bis Senua

  • 2000 gegründet, machte das Studio zunächst mit Kung Fu Chaos auf sich aufmerksam.
  • Später folgten Heavenly Sword (2007) und Enslaved: Odyssey to the West (2010).
  • DmC: Devil May Cry (2013) polarisierte die Community, verkaufte sich aber solide.
  • Mit Hellblade: Senua’s Sacrifice folgte der kreative und kommerzielle Durchbruch.
  • 2018 übernahm Microsoft das Studio im Zuge einer Einkaufswelle britischer Entwickler.

Branchenkontext: Studios unter Druck

Die Kündigungen bei Ninja Theory sind kein Einzelfall, aber ein besonders schmerzhafter. Große Studios und Publisher haben in den vergangenen Jahren weltweit Stellen gestrichen, während gleichzeitig die Produktionskosten für AAA-Titel weiter steigen. Für ein Studio wie Ninja Theory, das erzählerisch ambitionierte Einzelspieler-Titel abseits des Live-Service-Marktes baut, ist der Druck besonders hoch. Das Scheitern zweier Rettungsdeals zeigt, wie schwer sich Investoren derzeit mit Übernahmen tun. Die britische Spieleindustrie verliert damit einen weiteren erfahrenen Entwickler zumindest teilweise.

Was das für Spieler bedeutet

Für Fans der Hellblade-Reihe ist die Lage bitter. Das im Sommer angekündigte Senua-Projekt hat weder Datum noch Plattform noch Publisher. Es steht zu befürchten, dass die Arbeiten daran ins Stocken geraten oder eingestellt werden. Ein Trost: Hellblade: Senua’s Sacrifice und Senua’s Saga: Hellblade 2 bleiben weiterhin spielbar. Sollte das Studio tatsächlich schließen, wäre das ein herber Verlust für die erzählerische Vielfalt im Xbox-Portfolio. Noch ist aber nichts endgültig entschieden.

Ein Studio mit Geschichte, ein Verfahren mit offenem Ausgang

Das Konsultationsverfahren läuft, das Studio ist nicht offiziell geschlossen, und ein finales Aus ist nicht bestätigt. Klar ist nur: Zwei Deals reichten nicht, um Ninja Theory aufzufangen. Für ein Studio, das mit Senua eine der eindringlichsten Figuren der letzten Konsolengeneration geschaffen hat, ist das ein bitterer Tiefpunkt. Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie viele der Beschäftigten bleiben können.

Quelle: Kotaku

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