Ein neuer Stern am Marvel-Himmel
Michael Waldron, bekannt als Schöpfer der Loki-Serie und Co-Autor des kommenden Avengers: Doomsday, arbeitet an einem Solo-Film für Nova. Das berichtet Polygon und stützt sich auf interne Quellen.
Nova, auch bekannt als Richard Rider, ist einer der mächtigsten Cosmic-Marvel-Helden. Sein Auftritt könnte die lockere, galaktische Stimmung der Guardians of the Galaxy-Filme wieder aufleben lassen.
Michael Waldrons Werdegang
Waldron war Showrunner der ersten beiden Loki-Staffeln. Die Serie erreichte bei Rotten Tomatoes eine Kritikerwertung von 92 % und 88 % (Staffel 2). Sein Drehbuch für Doctor Strange in the Multiverse of Madness spielte weltweit 955 Millionen US-Dollar ein, bei einem Budget von rund 200 Millionen. Zuvor arbeitete er als Assistenz am Set von Community und schrieb für Rick and Morty (Episode „A Rickconvenient Mort“). Marvel setzt ihn jetzt als Architekten für die nächste kosmische Phase ein: Neben Avengers: Doomsday (Start: 2026) schreibt er auch eine zweite Staffel What If…? -ähnliche Projekte sind nicht bestätigt. Sein Fokus auf Multiversum und Zeitlinien passt zu Novas Comic-Hintergrund, wo der Charakter oft zwischen Realitäten reist.
Wer ist Nova überhaupt?
- Richard Rider ist ein Erdenmensch, der die Kräfte des Nova Corps erbt.
- Er patrouilliert durchs All, kämpft gegen interstellare Bedrohungen und ist ein enger Verbündeter der Guardians.
- In den Comics war er oft Teil von Team-ups mit Star-Lord, Gamora und Co.
Ein eigener Film wäre die erste große Solo-Reise des Helden im Marvel Cinematic Universe. Bisher tauchte Nova nur in animierten Serien und Comics auf.
Nova im Comic-Kanon und frühere Adaptionen
Die Figur debütierte 1976 in The Man Called Nova #1 von Marv Wolfman und John Buscema. In den 2000ern erlebte sie ein Comeback durch Autor Dan Abnett in der Annihilation-Event-Serie (2006). Dort kämpfte Nova gegen den kosmischen Tyrannen Annihilus und führte das wiederbelebte Nova Corps an. Die Annihilation-Comics verkauften sich über 300.000 Exemplare pro Ausgabe und galten als Inspiration für die Guardians of the Galaxy-Filme von James Gunn. Im MCU war Nova bisher nur indirekt präsent: In Guardians of the Galaxy Vol. 1 (2014) wird das Nova Corps als Polizeitruppe von Xandar gezeigt, aber Richard Rider fehlt. Einige animierte Serien wie Avengers: Earth’s Mightiest Heroes (2011) und Marvel’s Guardians of the Galaxy (2015–2019) gaben Rider Nebenrollen. Ein Live-Action-Auftritt blieb aus, obwohl Marvel-Präsident Kevin Feige bereits 2017 einen Nova-Film in der Entwicklung erwähnte.
Was bedeutet das fürs MCU?
Waldrons Beteiligung ist ein starkes Signal. Er hat mit Loki die Zeitlinien-Vielfalt und mit Doctor Strange in the Multiverse of Madness die düsteren Ecken des MCU geprägt.
- Avengers: Doomsday soll ein monumentales Event werden. Ein Nova-Film könnte direkt daran anknüpfen.
- Die Ära der Guardians of the Galaxy endete mit dem dritten Teil. Nova bietet eine Gelegenheit, das kosmische Universum mit neuen Figuren zu beleben.
- Offizielle Ankündigungen zu Starttermin oder Besetzung stehen noch aus.
Branchenkontext und finanzielle Rahmendaten
Marvels kosmische Filme schwanken im Erfolg. Die Guardians-Trilogie spielte insgesamt über 2,5 Milliarden US-Dollar ein (Vol. 3: 845 Millionen). Captain Marvel (2019) landete bei 1,13 Milliarden, Eternals (2021) hingegen nur bei 402 Millionen bei 236 Millionen Budget. Ein Nova-Film bewegt sich im Risikobereich: Die Figur ist weniger bekannt als Captain Marvel, aber etablierter als die Eternals. Marvel Studios arbeitet parallel an The Marvels (2023, 206 Millionen Einspiel) und einem Fantastic Four-Reboot (2025). Nova könnte als Brücke zu einem neuen Cosmic-Arc dienen, ähnlich wie Captain Marvel vor Avengers: Endgame. Bisher ist kein Regisseur oder Drehbuchautor außer Waldron bestätigt. Sollte das Projekt grünes Licht erhalten, wäre Nova der erste männliche Solofilm eines neuen Helden seit Shang-Chi (2021, 432 Millionen).
Der Schritt von Marvel ist logisch. Nachdem James Gunns Guardians-Trilogie abgeschlossen ist, braucht das MCU frische, eigenständige Helden im All. Nova ist dafür ideal, und Waldron der richtige Mann, um ihn auf die Leinwand zu bringen.