Reggie Fils-Aimé enthüllt: Nintendo kappte Amazon-Beziehung wegen illegaler Forderungen
Der ehemalige Nintendo-Chef Reggie Fils-Aimé packt über einen alten Streit mit Amazon aus, der eine dreijährige Verkaufspause auslöste.
Ein Streit mit Folgen
Die Geschäftsbeziehung zwischen Nintendo und Amazon war lange Zeit von Spannungen geprägt. Reggie Fils-Aimé, der ehemalige Präsident von Nintendo of America, sprach bei einem Vortrag an der NYU über die Hintergründe.
Es kam zu einem kompletten Verkaufsstopp, der mehrere Jahre andauerte. Der Grund war eine direkte Aufforderung von Amazon, die gegen geltendes Recht verstieß.
Die Forderung des E-Commerce-Giganten
Während der Ära des Nintendo DS wollte Amazon den direkten Verkauf von Nintendo-Hardware erzwingen. Dabei forderte das Unternehmen Bedingungen, die rechtlich nicht haltbar waren.
- Amazon verlangte exklusive Verkaufskonditionen für Nintendo DS Einheiten.
- Diese Bedingungen hätten Nintendo dazu gezwungen, gegen das damals geltende Wettbewerbsrecht zu verstoßen.
- Nintendo lehnte dies kategorisch ab, um ihre Markenintegrität zu schützen.
Konsequente Reaktion aus Kyoto
Reggie Fils-Aimé beschrieb die Haltung seines Arbeitgebers als unnachgiebig. Nintendo zog den Stecker und lieferte keine Produkte mehr an das Versandhaus.
- Die Distanzierung dauerte etwa drei Jahre an.
- Während dieser Zeit gab es keine offiziellen Nintendo-Produkte direkt von Amazon zu kaufen.
- Erst nach einer Neuverhandlung der Verträge kehrten die Konsolen und Spiele zurück in das Sortiment.
Der Blick zurück
Der Vorfall unterstreicht, wie stark die Firmenphilosophie von Nintendo bei der Vertriebskontrolle ist. Amazon versuchte damals massiven Druck auszuüben, um die Kontrolle über die Preisgestaltung zu erhalten.
- Fils-Aimé betonte, dass Nintendo-Produkte für das Unternehmen einen hohen Stellenwert als Marke haben.
- Man ließ sich nicht auf unfaire Spielregeln ein, nur um höhere Verkaufszahlen bei einem Händler zu erzielen.
- Die Handelsbeziehung zwischen beiden Unternehmen hat sich seitdem stabilisiert, basierend auf den klaren Grenzen von damals.
Heute ist Amazon einer der größten Vertriebskanäle für Nintendo-Produkte weltweit. Die damalige Entscheidung bleibt ein Beispiel für die kompromisslose Haltung des japanischen Herstellers gegenüber seinen Handelspartnern.
Quelle: kotaku.com
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