Ein Gerücht mit schweren Folgen für den GPU-Takt
Ein hartnäckiges Gerücht schiebt Nvidias nächste Gaming-Grafikkartengeneration weit nach hinten: Die GeForce RTX 60-Serie könnte erst 2028 erscheinen. Damit würde Nvidia seinen bisherigen Rhythmus von rund zwei Jahren zwischen zwei Generationen brechen. Eine offizielle Bestätigung für einen Launch-Zeitraum gibt es nicht. Die Angabe stammt aus kursierenden Berichten und ist bislang reine Spekulation.
Die Fakten auf einen Blick
- Es geht um die GeForce RTX 60-Serie, die Nachfolge der aktuellen RTX 50-Serie
- Als möglicher Launch-Zeitraum kursiert das Jahr 2028
- Nvidia hat keinen offiziellen Zeitraum bestätigt
- Zielplattform sind PC- und Desktop-Grafikkarten
- Konkrete Preise sind bislang nicht bekannt
- Die Reihe wird in Berichten als mögliche Rubin-basierte Gaming-GPU beschrieben, was ebenfalls nicht bestätigt ist
Warum 2028 eine Zäsur wäre
Zwischen zwei GPU-Generationen lagen bei Nvidia zuletzt meist rund zwei Jahre. Ein Sprung auf drei Jahre oder mehr wäre die längste Pause seit zwei Jahrzehnten. Zum Vergleich: Die Abstände zwischen Turing, Ampere, Ada Lovelace und Blackwell bewegten sich alle im Bereich von etwa 24 bis 28 Monaten. Ein Launch der RTX 60-Serie im Jahr 2028 würde diese Routine spürbar dehnen. Für Käufer einer RTX 50-Karte bedeutet das vor allem eines: Die aktuelle Hardware bliebe deutlich länger das Flaggschiff im Gaming-Segment.
Von Turing bis Blackwell: Nvidias bisheriger Takt
- Turing (RTX 20-Serie) läutete 2018 die Raytracing-Ära im GeForce-Bereich ein
- Ampere (RTX 30-Serie) folgte 2020 und traf auf eine enorme Nachfrage
- Ada Lovelace (RTX 40-Serie) erschien 2022 mit Fokus auf DLSS 3
- Blackwell (RTX 50-Serie) ist die aktuelle Generation im Gaming-Bereich
- Jede dieser Stufen kam in einem Fenster von ungefähr zwei Jahren auf den Markt
Rubin, Blackwell und die Architectures
Die RTX 50-Serie basiert auf der Blackwell-Architektur, die Nvidia sowohl im Gaming- als auch im Rechenzentrumsbereich einsetzt. Als nächster großer Architektur-Schritt gilt Rubin, das bislang vor allem im Kontext von KI- und Server-Hardware diskutiert wird. In den kursierenden Berichten wird eine mögliche Rubin-basierte Gaming-GPU für die RTX 60-Serie ins Spiel gebracht. Belegt ist das nicht. Nvidia selbst hat zu keiner Zeit eine Verbindung zwischen Rubin und der nächsten GeForce-Generation offiziell bestätigt.
Was Spieler jetzt wissen müssen
- Die RTX 50-Serie bleibt auf absehbare Zeit die aktuelle Gaming-Generation
- Wer jetzt eine Karte kauft, muss nicht befürchten, 2026 oder 2027 von einem direkten Nachfolger überholt zu werden
- Ein späterer RTX-60-Launch könnte den Gebrauchtmarkt für RTX 40- und RTX 50-Karten stabilisieren
- Konkrete Preise, Specs oder ein Termin für die RTX 60-Serie existieren offiziell nicht
- Alle Angaben zum Jahr 2028 sind unbestätigt und können sich jederzeit ändern
Branchenkontext: Warum die Pause plausibel wirkt
Nvidia verdient den Großteil seines Umsatzes inzwischen nicht mehr mit Gaming-Grafikkarten, sondern mit KI-Beschleunigern für Rechenzentren. Diese Verschiebung könnte erklären, warum das Gaming-Segment langsamer bedient wird. AMD und Intel haben im GPU-Markt bislang nicht die Rolle gespielt, Nvidia unter Druck zu setzen. Ohne starke Konkurrenz fehlt der Zwang, alle zwei Jahre eine neue Generation nachzuschieben. Die RTX 50-Serie hatte zudem mit Lieferengpässen und hohen Preisen zu kämpfen, was den Druck auf einen schnellen Nachfolger zusätzlich mindert.
Offene Fragen und was daraus folgt
Nvidia hat weder einen Termin für die RTX 60-Serie genannt noch die Rubin-Gerüchte kommentiert. Ob die nächste Generation tatsächlich erst 2028 kommt, hängt von Faktoren ab, die sich öffentlich nicht überprüfen lassen. Sicher ist nur: Die aktuelle RTX 50-Serie bleibt vorerst der Maßstab für PC-Spieler. Wer auf eine baldige Ablösung gehofft hat, muss sich gedulden. Die längste GPU-Pause seit 20 Jahren ist bislang eine Möglichkeit, kein Fakt.