Kinostart am 18. September 2026
Am 18. September 2026 läuft „Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom” in den Kinos von Großbritannien und den USA an. Es ist der dritte abendfüllende Film rund um das Schaf aus der Werkstatt von Aardman. Das Regie-Team hat im Vorfeld über den Weg gesprochen, wie eine Serie fürs Fernsehen zu einem Kinofilm wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie viel Geschichte ein Format verträgt, das ursprünglich in kurzen Episoden ohne Dialog funktioniert.
Die harten Fakten zum Film
- Titel: Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom
- Kinostart: 18. September 2026 (UK und USA)
- Produktion: Aardman
- Verleih: Sky für Großbritannien, GKIDS für die USA, StudioCanal für weitere internationale Märkte
- Später: Auswertung bei Sky Cinema und NOW in UK vorgesehen, genaue Streaming-Verfügbarkeit noch offen
Ein Preis in Euro ist nicht bekannt. Auch darüber hinaus liegen keine belastbaren Zusatzangaben vor, die über die offizielle Ankündigung hinausgehen.
Was über den Inhalt gesichert ist
Gesichert ist die Einordnung als Stop-Motion-Animationsfilm mit Komödie-, Abenteuer- und Familienfilm-Ausrichtung. Mehrere Beschreibungen rücken den Film zusätzlich in die Nähe von Horror und Science-Fiction. Das ist bemerkenswert, weil die Reihe bislang eher slapstickhaft und harmlos unterwegs war. Die Kombination aus Schaf, Grusel-Anleihen und Familienpublikum ist der eigentliche Gesprächsstoff rund um das Projekt. Inhaltliche Details zum Plot sind offiziell nicht bestätigt.
Aardman: vier Jahrzehnte Knete
Aardman sitzt in Bristol und gehört zu den bekanntesten Stop-Motion-Studios der Welt. Das Haus wurde durch Wallace & Gromit bekannt, deren Kurzfilme ab Ende der 1980er Jahre liefen. Später kamen Chicken Run (2000) und Wallace & Gromit: The Curse of the Were-Rabbit (2005) als abendfüllende Produktionen dazu. Shaun selbst debütierte 1995 im Wallace-&-Gromit-Kurzfilm „A Close Shave” und bekam 2007 eine eigene Fernsehserie. Der Sprung von der Kurzepisode zum Kinofilm ist bei Aardman also kein Neuland, sondern ein mehrfach erprobter Weg.
Zwei Vorgänger als Messlatte
- „Shaun the Sheep Movie” lief 2015 und erzählte von Shauns Ausflug in die große Stadt
- „A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon” folgte 2019 und brachte mit einem außerirdischen Wesen bereits Science-Fiction ins Schafgehege
- Beide Filme kamen ohne gesprochene Dialoge aus und arbeiteten mit visueller Komik
- Mit dem dritten Film wird das Muster nach sieben Jahren Pause fortgesetzt
Die Vorgänger zeigen, dass die Reihe Alien-Anleihen nicht scheut. Was in „Farmageddon” als freundliche Begegnung der dritten Art begann, wird nun offenbar in eine dunklere Richtung gedreht. Ob daraus tatsächlich ein Gruselfilm für Kinder wird, lässt sich aus der Ankündigung allein nicht ableiten.
Verleihstruktur und Auswertung
Die Aufteilung der Rechte ist ungewöhnlich kleinteilig. Sky übernimmt Großbritannien und hat dort mit Sky Cinema und NOW auch den eigenen Streaming-Kanal für die Zeit nach dem Kino. GKIDS verantwortet den US-Markt, ein Verleih, der sich auf internationalen Animationsfilm spezialisiert hat. StudioCanal kümmert sich um weitere Territorien. Für Deutschland und andere europäische Märkte gibt es in den vorliegenden Angaben keinen konkreten Starttermin. Wer auf einen Streaming-Start wartet, muss sich gedulden: Ein Datum ist nicht genannt.
Warum Stop-Motion 2026 ein Nischenprodukt bleibt
Stop-Motion ist teuer und langsam. Jede Sekunde Film entsteht aus Dutzenden Einzelaufnahmen, an denen Puppenbauer, Set-Designer und Animatorinnen über Monate arbeiten. Aardman ist eines der wenigen Studios, das diese Produktionsweise im Kinomaßstab durchhält. Vergleichbare Häuser wie Laika („Coraline”, „Kubo and the Two Strings”) arbeiten nach demselben Prinzip und sind ebenfalls auf wenige Jahre getaktet. Der Markt für handgemachte Animation ist klein, aber stabil. Ein Familienfilm mit Grusel-Anstrich bedient darin ein Publikum, das von computeranimierten Großproduktionen selten bedient wird.
Die Reihe als Aardman-Konstante
Shaun ist für Aardman längst mehr als eine Nebenfigur aus einem Wallace-&-Gromit-Film. Die Fernsehserie läuft seit 2007, dazu kommen Kurzspecials und eben die Kinofilme. Der Charakter trägt einen erheblichen Teil der Familienausrichtung des Studios. Dass ausgerechnet dieses Format nun mit Horror- und Sci-Fi-Elementen arbeitet, passt zur Linie der Vorgänger, die bereits Außerirdische und Großstadtchaos eingebaut haben. Am 18. September 2026 wird sich zeigen, wie weit die Reihe diesmal geht.