Lucasfilm Games lockert die Partnerwahl
Lucasfilm Games will bei künftigen Star-Wars-Spielen nicht mehr ausschließlich auf die ganz großen Studios und Publisher setzen. Das geht aus einer aktuellen Meldung zur Lizenzstrategie der Spielemarke hervor, die auf den 19. Oktober 2026 datiert ist. Kleinere Teams und flexiblere Partner sollen demnach künftig stärker zum Zug kommen. Ein konkretes Spiel mit Release-Termin wird in der Meldung allerdings nicht genannt.
Was bislang feststeht
- Lucasfilm Games sucht laut Meldung bewusst die Zusammenarbeit mit kleineren und flexibleren Studios.
- Große Publisher bleiben möglich, sind aber kein zwingender Bestandteil mehr.
- Anlass der Einordnung ist das Ende der zehnjährigen Exklusivvereinbarung mit EA.
- Seit der Neuaufstellung der Spielemarke arbeitet Lucasfilm Games mit verschiedenen Studios zusammen.
- Ein konkreter externer Publisher für ein neues Vorhaben wird nicht benannt.
Zehn Jahre EA-Exklusivität enden
Von 2013 bis 2023 lag die Lizenz für Star-Wars-Spiele weitgehend bei Electronic Arts. In dieser Zeit erschienen Titel wie die beiden Star Wars Jedi-Spiele von Respawn Entertainment sowie diverse Mobile- und Multiplayer-Projekte. Nach dem Auslaufen dieser Vereinbarung wurde die Marke Lucasfilm Games neu aufgestellt und für weitere Partner geöffnet. Der jetzt skizzierte Kurs ist die konsequente Fortsetzung dieses Schritts. Große Aufträge bleiben möglich, sie sind aber nicht mehr der einzige Weg.
Die bekannten Partner im Überblick
- Respawn Entertainment verantwortet die Star Wars Jedi-Reihe, die 2019 mit Fallen Order begann und 2023 mit Survivor fortgesetzt wurde.
- Quantic Dream arbeitet an Star Wars Eclipse, einem Titel, der 2021 angekündigt wurde und bis heute ohne Release-Termin ist.
- Weitere Studios wurden im Rahmen der Neuaufstellung der Marke bereits genannt, ohne dass daraus fertige Spiele entstanden sind.
- Für das in der aktuellen Meldung gemeinte Vorhaben nennt Lucasfilm Games keinen Entwickler.
Was die Meldung offen lässt
Die Ankündigung bleibt in mehreren Punkten unbestimmt. Es gibt keinen Titel, kein Genre, keinen Termin und keine Angabe zu Plattformen. Auch ein Preis lässt sich daraus nicht ableiten, weil schlicht kein Produkt benannt ist. Spekulationen über einzelne unangekündigte Star-Wars-Projekte sind durch die Meldung nicht gedeckt und bleiben unbestätigt. Wer jetzt konkrete Namen erwartet, wird enttäuscht.
Einordnung: Warum kleinere Teams attraktiv sind
Die Lizenzvergabe über einen einzigen Großpublisher war lange ein Sonderfall in der Branche. Andere Franchises setzen seit Jahren auf ein Portfolio aus großen Blockbustern und kleineren, experimentierfreudigeren Produktionen. Kleinere Studios arbeiten oft mit überschaubaren Budgets und kürzeren Produktionszyklen, was das Risiko pro Projekt senkt. Für eine Lizenz wie Star Wars, die unterschiedliche Zielgruppen bedienen muss, ist diese Streuung naheliegend. Große Einzeltitel bleiben trotzdem der sichtbarste Teil des Portfolios.
Was das für Spieler bedeutet
- Mehr Vielfalt bei Genres und Spieltypen ist wahrscheinlicher als ein weiterer gleichförmiger Blockbuster-Zyklus.
- Die Wartezeit auf konkrete Ankündigungen bleibt trotzdem bestehen, weil kein Projekt benannt wurde.
- Kleinere Teams bedeuten nicht automatisch kleinere Spiele, aber häufig schmalere Budgets und kürzere Laufzeiten.
- An der grundsätzlichen Lizenzstruktur ändert sich nichts: Lucasfilm Games bleibt die Marke hinter den Titeln.
Ein Datum, kein Produkt
Die Meldung vom 19. Oktober 2026 beschreibt eine Haltung, keine Veröffentlichung. Sie bestätigt, dass die 2023 beendete EA-Exklusivität nicht durch ein neues Exklusivmodell ersetzt wurde. Respawn Entertainment und Quantic Dream bleiben die zwei namentlich bekannten Partner, an denen sich der Kurs ablesen lässt. Alles Weitere ist zum jetzigen Stand offen.