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Vision in Marvel-Spielen: Von Arcade bis Marvel Snap
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Vision in Marvel-Spielen: Von Arcade bis Marvel Snap

Von Arcade-Prüglern über LEGO Marvel bis zu Marvel Snap: Vision ist seit Jahrzehnten in Marvel-Spielen dabei, ein eigenes Solo-Spiel fehlt ihm bis heute.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Von Arcade-Automaten bis zum Synthezoid im Kartenformat

Vision ist eine der Figuren, die seit Jahrzehnten in Marvel-Spielen auftauchen, ohne je ein eigenes Solo-Spiel bekommen zu haben. In der Arcade-Ära der späten 1980er und 1990er Jahre warf Marvel seine Helden in Scharen in Prügelspiele, Action-Titel und Koop-Klopper, der Synthezoid lief mit. Danach folgten LEGO-Stein, Kartenstrategie und Ensemble-Rollenspiele. Wer die Auftritte von Vision verfolgt, bekommt fast eine Kurzfassung der Marvel-Spielgeschichte.

LEGO, Lizenzen und ein Charakter zum Freischalten

  • LEGO Marvel Super Heroes (2013) brachte das Marvel-Universum in Bauklötzchen-Form, Vision als spielbaren Charakter inklusive.
  • LEGO Marvel’s Avengers (2016) folgte dem gleichen Prinzip, diesmal entlang der Kinofilme um Iron Man, Captain America und Ultron.
  • Beide Titel stammen von TT Games, das sich mit LEGO Star Wars: The Video Game (2005) einen Ruf erarbeitet hatte, der über LEGO Batman (2008) und LEGO Harry Potter bis heute trägt.
  • Publisher Warner Bros. Interactive Entertainment nutzte die Formel über Jahre für Dutzende Ableger aus unterschiedlichen Lizenzwelten.

Der lange Marsch der Lizenzspiele

Vor der LEGO-Ära gab es die Zeit, in der Activision die Marvel-Lizenz verwaltete: Spider-Man-Titel, X-Men-Adaptionen, Filmumsetzungen im Jahrestakt. 2014 endete diese Phase, Marvel Games vergab Lizenzen danach gezielter, etwa an Insomniac Games für Marvel’s Spider-Man (2018). Zwischen diesen Polen liegt eine ganze Reihe von Ensemble-Spielen, in denen Figuren wie Vision als Team-Mitglieder funktionierten, statt eine eigene Kampagne zu tragen. Genau das erklärt, warum der Charakter in so vielen Roster-Listen auftaucht.

Second Dinner und Marvel Snap

Marvel Snap kam 2022 von Second Dinner auf den Markt. Das Studio wurde 2018 von ehemaligen Hearthstone-Entwicklern um Ben Brode gegründet und setzte beim Sammelkartenspiel auf kurze Partien mit drei Standorten pro Match. Statt langer Decklisten zählt hier jede einzelne Karte, und ein Zug kann eine Partie drehen. Vision ist als bewegliche Karte dabei, ein Konzept, das direkt aus seinen Comicheften stammt. Wer ihn ausspielt, plant nicht nur den aktuellen Standort, sondern auch den nächsten.

Warum Vision spielmechanisch funktioniert

  • Phasing: Vision kann Materie durchdringen, was ihn in Action-Spielen für Rätsel, Hintertüren und überraschende Angriffswinkel prädestiniert.
  • Flug: Als Synthezoid bewegt er sich dreidimensional, was ihn in Level-fokussierten Spielen von reinen Bodenkämpfern abhebt.
  • Dichte-Kontrolle: Er kann seinen Körper härten oder auflösen, ein klassischer Baukasten für Verteidigungs- und Schadensmechaniken.
  • Eigenes Bewusstsein: Seine Herkunft als künstliche Intelligenz macht ihn für Erzählungen interessant, die nicht nur Muskelkraft in den Mittelpunkt stellen.
  • Solar-Juwel: Der Stein an seiner Stirn erklärt Energieangriffe, ganz ohne zusätzliche Waffe im Inventar.

Ein Markt, der sich neu sortiert

Marvel-Rollenspiele haben sich in den vergangenen Jahren verschoben. Statt Filmumsetzungen dominieren eigenständige Titel wie Marvel’s Midnight Suns (2022, Firaxis Games) oder der Team-Shooter Marvel Rivals (2024, NetEase). Große Ensembleroster sind dadurch wieder wichtiger geworden, und Figuren abseits von Iron Man und Spider-Man bekommen mehr Bühne. Vision gehört zu den Profiteuren dieser Entwicklung, auch wenn er weiterhin selten die Hauptrolle trägt. Immerhin: Ein Auftritt in einem Team-Roster ist mehr, als viele Marvel-Figuren der zweiten Reihe vorweisen können.

VisionQuest als Anlass für den Rückblick

  • Marvel hat mit Marvel’s VisionQuest ein Projekt angekündigt, das die Figur in den Mittelpunkt stellt.
  • Der Spielekatalog liefert dafür reichlich Vergleichsmaterial: Arcade-Ära, LEGO-Titel, Kartenstrategie.
  • Ein eigenes Vision-Solo-Spiel existiert bis heute nicht.
  • Spielmechanisch wäre ein solcher Titel naheliegend, weil Phasing und Dichte-Kontrolle eigenständige Mechaniken tragen könnten.

Zwischen Münzeinwurf und Handy-Display

Vision war an beiden Enden der Marvel-Spielgeschichte dabei: in der Arcade-Ära und im Mobile-Zeitalter mit Marvel Snap. Dazwischen liegen LEGO-Titel, Ensemble-Rollenspiele und mehrere Konsolengenerationen. Ein eigenes Spiel hat er nie bekommen, obwohl sein Fähigkeitenprofil reichlich Material hergibt. Wer heute eine Partie Marvel Snap spielt und die Karte bewegt, nutzt damit dieselbe Idee, die den Charakter seit seinen ersten Comicheften definiert.

Quelle: GameSpot - All Content

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