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Xbox streicht 268 Stellen: So steht es um die Studios
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Xbox streicht 268 Stellen: So steht es um die Studios

Xbox hat am 22. September 2026 weitere 268 Stellen gestrichen und die Studio-Struktur neu geordnet, während um Ninja Theory und Arkane offenbar weiter verhandelt wird.

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Tommes Parzl
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268 Stellen weniger und eine neue Studio-Ordnung

Xbox hat am 22. September 2026 offiziell bestätigt, dass 268 Stellen gestrichen werden. Zeitgleich wurde die Struktur der eigenen Studios neu sortiert. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem Halo Studios, weitere First-Party-Teams sowie Verwaltungs- und Zentralfunktionen von Xbox Game Studios. Die Mitteilung nennt nicht alle Einzelstudios namentlich, was die Lage für Außenstehende schwer einschätzbar macht.

Was offiziell bestätigt ist

  • Es wurden 268 Stellen gestrichen, die Zahl stammt aus der offiziellen Kommunikation von Xbox.
  • Die Studio-Struktur wurde neu organisiert, betroffen sind First-Party-Teams und zentrale Verwaltungsfunktionen.
  • Halo Studios wird in der Mitteilung explizit als betroffen genannt.
  • Eine vollständige Liste aller betroffenen Teams veröffentlichte Xbox nicht.
  • Das Datum der Meldung ist der 22.09.2026, die begleitende Berichterstattung erschien am selben Tag.

Ninja Theory und Arkane: Berichte, keine Bestätigung

Nach übereinstimmenden Medienberichten steht Ninja Theory im Raum, weil ein Verkauf des Studios geprüft wurde und die Gespräche dem Vernehmen nach nicht zum Abschluss kamen. Eine mögliche Schließung wird in diesem Zusammenhang genannt, ist aber nicht offiziell bestätigt. Bei Arkane laufen die Verkaufsgespräche den Berichten zufolge weiter, auch hier fehlt eine offizielle Bestätigung von Microsoft oder Xbox. Wer am Ende welches Team übernimmt, ist zum aktuellen Stand offen. Bis es dazu eine offizielle Aussage gibt, bleiben das Szenarien, keine Fakten.

Halo Studios: Vom Umbau zum Namenswechsel

Halo Studios entstand aus 343 Industries, dem Team, das die Reihe nach dem Ende von Bungie weiterführte. Mit Halo 4 (2012), Halo 5: Guardians (2015) und Halo Infinite (2021) verantwortete das Studio drei Hauptteile der Serie, dazu die Master Chief Collection. Der Name 343 Industries verschwand, das Team wurde zu Halo Studios umfirmiert und arbeitet seitdem an der technischen Neuausrichtung der Marke auf Basis der Unreal Engine. Dass ausgerechnet dieses Studio in einer Stellenmeldung namentlich auftaucht, zeigt, wie tief der aktuelle Schnitt reicht.

Zwei Studios mit langer Vita

  • Ninja Theory wurde im Jahr 2000 in Cambridge gegründet und lieferte mit Heavenly Sword (2007) und Enslaved: Odyssey to the West (2010) frühe Actiontitel ab.
  • Mit DmC: Devil May Cry (2013) wagte das Team eine Neudeutung einer Capcom-Reihe, bevor Hellblade: Senua’s Sacrifice (2017) zum Wendepunkt wurde.
  • Senua’s Saga: Hellblade II erschien im Mai 2024 und war eines der auffälligsten First-Party-Projekte der letzten Jahre; Microsoft übernahm das Studio bereits 2018.
  • Arkane gründete sich 1999 in Lyon und wurde mit Dishonored (2012) und Deathloop (2021) bekannt, während in Austin mit Redfall (2023) ein deutlich kritischeres Projekt entstand.

Wie sich das in die Branche einordnet

Microsoft hat in den vergangenen Jahren mehrfach Personal abgebaut, unter anderem nach der Übernahme von ZeniMax und Activision Blizzard. Der Konzern bündelt seine Studios seither stärker, trennt sich von Teams, die sich schlecht in die Portfolio-Planung einfügen, und konzentriert Mittel auf wenige große Marken. Für die betroffenen Entwickler bedeutet das Unsicherheit in einem Arbeitsmarkt, der ohnehin unter Druck steht. Für Spieler heißt es vor allem: weniger Projekte in der Pipeline, längere Abstände zwischen First-Party-Releases und ein Portfolio, das sich stärker auf bekannte Namen stützt.

Was das für Spieler bedeutet

Wer auf Halo, Hellblade oder Dishonored wartet, muss mit Verschiebungen rechnen, denn Stellenstreichungen treffen fast immer laufende Produktionen. Gleichzeitig sagt eine Umstrukturierung nichts über die Qualität kommender Titel aus, sondern nur darüber, wie viele Hände daran arbeiten. Für Abonnenten des Game Pass ist die entscheidende Frage, wie viele neue Eigenproduktionen künftig pro Jahr erscheinen. Klar ist: Der Anteil der Spiele, die aus dem eigenen Haus kommen, dürfte kleiner werden, wenn Studios verkauft oder zusammengelegt werden.

Der Blick auf die Zahlen

Bemerkenswert ist, dass Xbox die betroffenen Teams bis auf Halo Studios nicht einzeln benennt, während die Berichte über Ninja Theory und Arkane seit Wochen dieselben Namen nennen. 268 Stellen an einem Tag sind kein kleiner Einschnitt, sondern ein Umbau mit Ansage. Wer heute eine Xbox-Konsole einschaltet, spürt davon nichts. Wer aber wissen will, woher die Spiele in fünf Jahren kommen, findet in dieser Mitteilung einen der wichtigsten Hinweise des Jahres.

Quelle: Polygon.com

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