Control Resonant im Test: Dylans verzerrtes Manhattan
Dylan Faden kämpft in einem verzerrten Manhattan gegen eine kosmische Entität, die die Realität verformt.
Ein neuer Faden
Control Resonant schickt Dylan Faden in ein verzerrtes Manhattan. Nach Jahren der Gefangenschaft durch das Federal Bureau of Control kämpft er gegen eine kosmische Entität, die die Realität verformt.
Die offizielle Beschreibung nennt es einen Nachfolger des vielfach ausgezeichneten Control. Diesmal steuert der Spieler nicht Jesse, sondern ihren Bruder Dylan. Das verschiebt die Erzählperspektive und das Kraftprofil.
Dylan entfesselt außergewöhnliche Kräfte, um für seine Menschlichkeit und unser aller Überleben zu kämpfen. Die Bedrohung verformt die Realität. Das klingt nach größerem Maßstab als im Ältesten Haus.
Kräfte und Anomalien
Schwerkraftanomalien verdrehen vertikale und horizontale Ebenen. Das erweitert Rätsel um zusätzliche Dimensionen und gibt Kämpfen neue taktische Optionen. Die Zischer und der invasive Mikroorganismus Fungus überrennen Manhattan.
Weitere verdrehte paranatürliche Bedrohungen kommen hinzu. Wer Control gespielt hat, kennt die Zischer als chaotische Gegner. Der Fungus war im Vorgänger eher Randnotiz, hier scheint er größere Flächen zu befallen.
Die Kräfte von Dylan sind laut Beschreibung außergewöhnlich. Ob sie sich von Jesses Telekinese und Levitation unterscheiden, bleibt offen. Ein eigenes Moveset wäre wünschenswert, sonst wirkt der Wechsel kosmetisch.
Rollenspiel-Elemente
Das Spiel nennt sich Action-Adventure-RPG. Erfahrungspunkte, Fähigkeiten und Ausrüstung dürften eine Rolle spielen. Die Deluxe Edition enthält ein Starter-Ressourcenpaket und ein ungenutztes Artefakt.
Ob die RPG-Systeme echte Build-Vielfalt bieten, lässt die Beschreibung offen. Klar ist: Der Fokus liegt auf Dylans Kräften. Das könnte Fans von Jesses präziser Steuerung zunächst fremd wirken.
Die Suche nach Jesse Faden gibt der Handlung ein klares Ziel. Dylan versucht die Gefahren zu begreifen und einzudämmen. Das ist eine klassische Nachfolger-Struktur: neuer Held, bekanntes Universum.
Weitläufige Zonen
Manhattan ist in weitläufige Zonen unterteilt. Der Vorgänger glänzte mit dem dichten, verschachtelten Ältesten Haus. Die offene Struktur birgt die Gefahr von Leerlauf zwischen den Schauplätzen.
Durchquerbare Orte stellen die Wahrnehmung auf den Kopf. Das klingt nach starken Einzelmomenten. Doch weitläufige Zonen brauchen glaubwürdige Füllsel, sonst verliert das Tempo.
Die Nebenaufgaben könnten dieselbe Tiefe erreichen wie die Hauptmissionen. Die Beschreibung bleibt hier vage. Ein RPG lebt von solchen Inhalten, deshalb ist Skepsis angebracht.
Kosmische Bedrohung
Die rätselhafte kosmische Entität verändert die Grundpfeiler unserer Realität. Das ist ein klassisches Motiv von Control. Dylan muss seine neuen Kräfte meistern, um den unzähligen Bedrohungen entgegenzutreten.
Die Bedrohungen sind vielfältig: Zischer, Fungus, weitere verdrehte Erscheinungen. Das verspricht Abwechslung im Kampf. Allerdings könnten sich die Gegnertypen wiederholen, wenn die Zonen zu groß werden.
Ob die kosmische Entität ein würdiger Nachfolger des Hiss ist, muss sich zeigen. Der Hiss war einprägsam, weil er direkt mit dem Ältesten Haus verbunden war. Eine Entität im offenen Manhattan braucht eine ebenso starke Präsenz.
Verbindung zum Vorgänger
Dylan sucht nach seiner Schwester Jesse, der FBC-Direktorin. Das verbindet die Handlung mit dem ersten Teil. Fans werden auf Antworten hoffen, die über ein bloßes Wiedersehen hinausgehen.
Die Gefahren sind aus dem Ältesten Haus hinausgesickert.
+ PRO
- +Schwerkraftanomalien verdrehen vertikale und horizontale Ebenen für Rätsel und Kämpfe
- +Dylan Fadens außergewöhnliche Kräfte als neuer Gameplay-Fokus
- +Verzerrtes Manhattan als weitläufige, ungewöhnliche Spielwelt
- +Suche nach Jesse Faden verbindet Handlung mit dem Vorgänger
- +Deluxe Edition enthält Artbook, Soundtrack und Starter-Ressourcen
- CONTRA
- -Wechsel von Jesse zu Dylan entfernt sich vom etablierten Kraftprofil des Vorgängers
- -Weitläufige Zonen statt dichter Ältestes-Haus-Struktur könnten Leerlauf erzeugen
- -RPG-Elemente lassen echte Build-Vielfalt offen und könnten die Action verwässern
- -Gegnertypen Zischer und Fungus wirken bekannt statt frisch
FAZIT
Ein mutiger Nachfolger, der Dylan in den Mittelpunkt stellt, aber die offene Struktur birgt Risiken.
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