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Kernel Hearts im Test: Koop-Roguelike mit Engelsfluch
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Kernel Hearts im Test: Koop-Roguelike mit Engelsfluch

Vier magische Mädchen erklimmen den Turm von Babel, um Engel zu vernichten und Gott zu entthronen.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Kernel Hearts
ENTWICKLER Ephemera Games
PUBLISHER Whitethorn Games
RELEASE 17. September 2026
PLATTFORMEN: Xbox | Switch | PC | PS5

Ein Turm, vier Mädchen, ein entthronter Gott

Kernel Hearts schickt die M.A.H.O.U.-Einheit in den Turm von Babel. Vier magische Mädchen kämpfen gegen Engelswesen, um eine Welt zu retten, die in Asche versinkt.

Die Prämisse ist wild: Gott entthronen, biblische Monster verprügeln, sich in ein magisches Mädchen verwandeln. Das erinnert an düstere Anime-Serien, zieht daraus aber ein eigenes Koop-Roguelike.

Kombos, Zauber und die wahre Form

Jeder Lauf kombiniert Angriffe, Zauber und Bewegungen mit einzigartigen Kräften. Das belohnt Experimentieren und bestraft reine Button-Mash-Ansätze.

Die Verwandlung in die wahre Form ist der Höhepunkt. Sie bannt den himmlischen Fluch, entfesselt einen verheerenden Angriff und hält nur kurz an. Wer sie zu früh zündet, steht im Bosskampf ohne Trumpf da.

  • Bis zu vier Spieler kämpfen gleichzeitig gegen biblische Monster
  • Jedes Level endet mit einem Bosskampf gegen den Wächter der Domäne
  • Die Kombos aus Angriffen, Zaubern und Bewegung erfordern Absprache im Team

Fortschritt zwischen den Läufen

Nach jeder Expedition kehrt die Gruppe in ein Labor am Rand des letzten Überbleibsels der Menschheit zurück. Dort werden Belohnungen ausgegeben und 256 KB Chips freigeschaltet.

Die Chips passen die MAHOU.OS-Einheit an. Das klingt nach großer Freiheit, überfordert aber zu Beginn, weil das Spiel viele Optionen gleichzeitig öffnet. Wer nicht sofort weiß, welche Chips zu seinem Spielstil passen, verliert sich in Menüs.

Die Anpassung selbst ist ein Langzeitmotivator. Jeder Lauf bringt neue Chips, die andere Builds ermöglichen. Das hält die Motivation über mehrere Stunden aufrecht, auch wenn der Weg dorthin holprig beginnt.

Bindung und Koop

Im Turm wohnen einzigartige Figuren. Geschenke vertiefen die Bindung zu ihnen, ähnlich wie in Social-Link-Systemen anderer Rollenspiele.

Der Koop-Modus ist der Kern. Wer allein spielt, verliert die abgestimmten Kombos und damit den größten Reiz. Das ist eine Designentscheidung, die Solospieler bewusst ausschließt.

Vier Spieler bedeuten vier Mal Chaos auf dem Bildschirm. Wer die Übersicht behält und Angriffe koordiniert, wird belohnt. Wer planlos drauflos schlägt, stirbt früher.

Wiederholung als Preis

Roguelikes leben von Wiederholung, Kernel Hearts bildet da keine Ausnahme. Nach mehreren Läufen wiederholen sich Gegnertypen und Levelaufbau, was den Drang zum nächsten Versuch dämpft.

Die Rahmenhandlung bleibt dünn. Der Turm, die Engel, Gott: Das sind starke Bilder, aber die Geschichte trägt sie nicht über die gesamte Spielzeit. Wer eine tiefe Erzählung sucht, wird hier nicht fündig.

Die Bosskämpfe setzen dem entgegen. Jeder Wächter der Domäne verlangt andere Muster und belohnt gelernte Kombos. Sie sind die Momente, in denen das Kampfsystem seine Stärken zeigt.

Zielgruppe und Einordnung

Kernel Hearts ist ein Nischenspiel. Die Anime-Ästhetik, der Koop-Zwang und die Roguelike-Struktur sprechen ein Publikum an, das genau diese Mischung sucht.

Wer Hades oder Risk of Rain 2 im Koop mochte, findet hier vertraute Mechaniken mit neuer Verpackung. Wer Einzelspieler-Rollenspiele bevorzugt, wird mit der Ausrichtung hadern.

Der Preis spielt in die Bewertung hinein. Als Indie-Titel mit Multiplayer-Fokus ist der Umfang angemessen, aber nicht üppig. Die Wiederholung ist eingepreist, wer sie nicht mag, sollte Abstand nehmen.

Was bleibt

Die Verwandlung, die Bosskämpfe und das Bindungssystem geben jedem Lauf Struktur. Das Labor am Rand der Menschheit bleibt der einzige Ort, an dem die Gruppe zur Ruhe kommt.

Dort entscheidet sich, ob der nächste Lauf besser wird. Kernel Hearts macht diese Entscheidung leicht, solange drei Freunde mitspielen.

7.5
/10
GUT

+ PRO

  • +Koop-Modus für bis zu vier Spieler erlaubt kombinierte Angriffe und Zauber
  • +Verwandlung in die wahre Form als taktischer Höhepunkt jedes Laufs
  • +Bosskämpfe gegen Wächter der Domäne strukturieren jeden Level
  • +Bindungssystem mit Geschenken an die Turmbewohner vertieft die Figuren
  • +256 KB Chips ermöglichen detaillierte Anpassung der MAHOU.OS-Einheit

- CONTRA

  • -Roguelike-Struktur wiederholt Gegnertypen und Levelaufbau nach mehreren Läufen
  • -Solo-Spieler verlieren den zentralen Reiz der abgestimmten Koop-Kombos
  • -Die Rahmenhandlung um den Turm bleibt trotz starker Prämisse dünn
  • -Das Chips-System erschlägt Einsteiger mit zu vielen Optionen auf einmal

FAZIT

Ein stimmiger Koop-Roguelike mit starker Prämisse, das seine Wiederholung und Solo-Schwäche nicht ganz verbergen kann.

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