No More Room in Hell 2 im Test: Perma-Tod und Angstschweiß im Koop-Keller
Der Nachfolger des legendären Steam-Mods schickt uns mit bis zu acht Spielern in den Zombiekrieg, fordert aber starke Nerven und Leidensfähigkeit.
## Zurück zu den Wurzeln des Schreckens
Das Indie-Studio Torn Banner Studios wagt sich an die schwere Aufgabe, den Kult-Mod-Erfolg No More Room in Hell 2 in die moderne Ära zu hiefern.
Der Shooter setzt konsequent auf Kooperation und bestraft egoistisches Verhalten sofort mit dem bitteren Bildschirmtod.
## Taktik schlägt wildes Ballern
Wer in diesem Spiel einfach losrennt und Munition verschwendet, liegt nach drei Minuten im Straßengraben.
Wir müssen Ausdauer, Taschenlampenbatterien und Bandagen exakt zwischen den acht Gruppenmitgliedern aufteilen.
- Nahkampfwaffen nutzen sich ab und brechen im unpassendsten Moment.
- Schusswaffen locken mit lautem Knall die halbe Nachbarschaft an.
- Medizinische Vorräte sind rar gesät und stoppen nur temporär den Blutverlust.
## Technische Baustellen trüben den Horror
Die UE5-Grafik sorgt für schmutzige Straßenzüge und gruselige Lichteffekte, bringt aber die Hardware ins Schwitzen.
Besonders in brenzligen Situationen bricht die Bildrate ein.
- Gegner clippen durch Wände und greifen uns unsichtbar an.
- Matchmaking-Server verlieren die Verbindung zum Hauptserver.
- Physikobjekte fliegen nach Treffern unkontrolliert durch den Raum.
## Nervenkitzel im Team
Trotz der technischen Mängel entsteht ein packendes Spielerlebnis, wenn wir mit Freunden einen Keller sichern.
Wenn der Funkkontakt abbricht und nur noch Taschenlampenlicht durch den Nebel bricht, zeigt das Spiel seine wahre Stärke.
Der Patch-Verlauf der kommenden Monate entscheidet darüber, ob der Titel dauerhaft auf den Festplatten bleibt.
+ PRO
- +Acht-Spieler-Koop erzwingt echte Teamarbeit bei der Ressourcenverteilung und dem Häuserkampf
- +Permanenter Charaktertod bei Fehlschlägen erhöht den Adrenalinspiegel in jeder brenzligen Situation
- +Sounddesign setzt auf realistische Richtungsortung von schlurfenden Schritten und Stöhnen
- +Nahkampftreffermerkmale wie abgetrennte Gliedmaßen fühlen sich wuchtig und befriedigend an
- +Dunkle Kartenabschnitte verlangen den Einsatz von begrenzten Taschenlampenbatterien und Leuchtstäben
- CONTRA
- -Serverabbrüche und Verbindungsfehler reißen Spieler mitten im Einsatz aus der Lobby
- -Gegner-KI verbuggt regelmäßig und bleibt in engen Türrahmen stecken
- -Aktuell stark limitierte Waffenauswahl sorgt für schnellen Leerlauf nach zehn Stunden
- -Performance bricht bei großen Zombiehorden auf mittelklassigen PCs massiv ein
FAZIT
Wer den Frustfaktor überlebt, findet hier einen unbarmherzigen Taktik-Shooter mit Ecken und Kanten.
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