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Warhammer 40.000: Boltgun 2 im Test: Mehr Pixel, mehr Blut
Reviews

Warhammer 40.000: Boltgun 2 im Test: Mehr Pixel, mehr Blut

Der Retro-Shooter-Nachfolger liefert mehr Gegner, mehr Waffen und eine zweite Spielfigur, bleibt aber der bewährten Blut-und-Pixel-Formel treu.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Warhammer 40,000: Boltgun 2
ENTWICKLER Auroch Digital
PUBLISHER Big Fan Games, Devolver Digital
RELEASE 14. Oktober 2026
PLATTFORMEN: Xbox | PC | PS5

Zwei Figuren, ein Schlachtfeld

Malum Caedo und Nyra Veyrath sind die beiden wählbaren Figuren in Warhammer 40,000: Boltgun 2. Der Protektorgarde-Veteran steht für die schwere Space-Marine-Route, die Sororita für Tempo und Feuer.

Beide bringen laut Beschreibung eigene Waffen und Fähigkeiten mit. Die Einzelspielerkampagne bleibt dieselbe, die Wahl fällt vor dem Start.

Altbewährte Formel

Die Formel ist unverändert: Retro-Ego-Shooter mit Pixeln, Kettenschwert und Boltgun. Der Nachfolger setzt auf drei Versprechen des Steam-Textes: MEHR Gegner, MEHR Waffen, neue Vernichtungsmöglichkeiten.

  • Zerfleischer und ihre dämonischen Moloche drängen aggressiver nach vorn
  • Neue Biome reichen von der Makropolstadt bis zum Mangrovensumpf
  • Die Schrotflinte verwandelt Gegner in Blut und Pixel

Das ist ein quantitativer Sprung, kein neuer Ansatz. Mehr Gegner pro Raum verändert das Tempo, mehr Waffen verändern die Prioritäten im Kampf.

Zwei Spielstile, ein Levelgerüst

Caedo verkörpert die unbeugsame, für Gnadenlosigkeit bekannte Space-Marine-Perspektive. Wer den ersten Teil gespielt hat, kennt das Gewicht seiner Bewegungen.

Nyra setzt auf Geschwindigkeit und Verbrennung. Ihre flinke Spielweise verspricht ein anderes Tempo im gleichen Levelaufbau.

Ob die Kampagne auf die Figurenwahl reagiert, bleibt offen. Die Beschreibung nennt einzigartige Fähigkeiten und Waffen, nicht eigene Pfade.

Der Gegnerdruck

Zerfleischer und Moloche sollen beinahe unaufhaltsam sein, wenn sie blutdurstig in die Schlacht stürmen. Das verschiebt den Fokus von Präzision zu Bewegung.

Wer stehen bleibt, wird überrannt. Retro-Shooter-Fans kennen diese Dynamik, hier wird sie auf die Spitze getrieben.

Waffenarsenal

Die Beschreibung nennt ein Arsenal tödlicher Space-Marine-Waffen. Kettenschwert und Boltgun sind Pflicht, die Schrotflinte erweitert die Optionen.

Ob neue Waffen eigene Rollen erfüllen, lässt sich vor dem Spiel nicht sagen. Der Vorgänger setzte auf ein schlankes Arsenal, der Nachfolger stockt auf.

Entscheidungen in den Levels

Die Beschreibung verspricht Entscheidungsmöglichkeiten an neuen Schauplätzen. Was das bedeutet, lässt sie offen: alternative Wege, Reihenfolge der Ziele oder Kampfstil.

Ohne diese Klarheit bleibt die Ankündigung unbestimmt. Mehr Gegner und mehr Waffen sind konkret, die Entscheidungen nicht.

Lore und Anschluss

Die Kampagne setzt direkt nach den Ereignissen des ersten Teils an. Wer die Vorgeschichte kennt, versteht die Ausgangslage schneller.

Caedo ist ein bekannter Veteran, Nyra eine neue Figur im Roster. Der Wechsel erweitert die Warhammer-40,000-Perspektive um eine Sororita.

Was vor dem Kauf zählt

Der Retro-Shooter-Markt ist seit dem ersten Teil voller geworden. Boltgun 2 tritt gegen eine gewachsene Konkurrenz an, die ebenfalls auf Pixel und Blut setzt.

  • “MEHR Gegner, MEHR Waffen” ist Fortsetzungsformel, kein neues Konzept
  • Die Einzelspielerkampagne ohne Koop-Modus begrenzt den Wiederspielwert
  • Zwei Champions statt mehrerer Figuren schränken die taktische Bandbreite ein
  • Nach zwei Durchläufen, einer pro Figur, dürfte die Kampagne erschöpft sein

Das sind Designentscheidungen, keine Defekte. Wer den Vorgänger durchgespielt hat, weiß, was ihn erwartet.

Zielgruppe

Das Spiel richtet sich klar an Fans des ersten Teils. Neueinsteiger verpassen wenig Handlung, aber viel Tempo-Erfahrung.

Der Umfang bleibt überschaubar: eine Kampagne, zwei Figuren, kein Koop. Wer langfristige Beschäftigung sucht, wird woanders fündig.

Einordnung

Boltgun 2 will Fans des Vorgängers sofort bedienen und tut das mit einem klaren Versprechen: mehr von allem. Der brutale Ego-Shooter-Kern bleibt erhalten, zwei Figuren erweitern die Wahl.

Für Neueinsteiger bleibt der erste Teil der bessere Einstieg. Der Nachfolger setzt denselben Ton voraus und belohnt Vertrautheit mit der Mechanik.

6.9
/10
OKAY

+ PRO

  • +Zwei spielbare Figuren mit eigenen Waffen und eigenem Spielstil erweitern die Auswahl über den Genre-Standard hinaus
  • +Sororita Nyra Veyrath bringt Tempowechsel in das sonst schwere Space-Marine-Schema
  • +Neue Biome von Makropolstadt bis Mangrovensumpf variieren die Kulisse gegenüber dem Vorgänger
  • +Zerfleischer und Moloche erhöhen den Gegnerdruck gegenüber dem Vorgänger spürbar
  • +Kettenschwert und Schrotflinte bleiben die direkte, blutige Retro-Shooter-Sprache

- CONTRA

  • -MEHR Gegner und MEHR Waffen sind Fortsetzungsformel statt neuer Designidee
  • -Einzelspielerkampagne ohne Koop-Modus begrenzt den langfristigen Wiederspielwert
  • -Zwei Champions statt mehrerer Klassen schränken die taktische Bandbreite ein
  • -Nach zwei Durchläufen, einer pro Figur, dürfte die Kampagne erschöpft sein

FAZIT

Ein solider Nachfolger für Fans des Vorgängers, der mehr vom Gleichen liefert und damit genau die richtige Zielgruppe bedient.

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