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E3 2022 abgesagt: Steht die Messe vor dem Aus?

Die E3 2022 wurde sowohl physisch als auch digital abgesagt. Die einstmals wichtigste Gaming-Messe der Welt kaempft um ihre Relevanz.

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Tommes Parzl
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Es ist offiziell: Die E3 2022 findet nicht statt - weder als physisches Event noch als digitale Veranstaltung. Die Entertainment Software Association (ESA) hat die Absage bestaetigt und kuendigt einen “Reboot” fuer 2023 an. Doch die Frage steht im Raum: Braucht die Branche die E3 ueberhaupt noch?

Chronik eines angekuendigten Niedergangs

Die E3 kaempft seit Jahren mit schwindender Relevanz. Bereits 2019 verliess Sony die Messe, 2020 und 2021 fiel sie pandemiebedingt aus. Der digitale Ersatz E3 2021 wurde weitgehend als enttaeuschend wahrgenommen. Die erneute Absage fuer 2022 wirkt wie ein weiterer Nagel im Sarg.

Konkurrenz durch Eigenevents

Das Problem der E3 ist strukturell: Grosse Publisher haben laengst eigene Formate etabliert. Nintendo Direct, PlayStation State of Play, Xbox Showcase und Ubisofts Forward erreichen Millionenpublikum ohne den Umweg ueber eine Messe. Warum teure Standgebühren zahlen, wenn man die eigene Show kontrollieren kann?

Summer Game Fest als Nachfolger?

Geoff Keighleys Summer Game Fest hat sich als inoffizielle Alternative etabliert. Das Format bietet Publishern eine Buehne ohne die organisatorischen Huerden einer physischen Messe. Viele Ankuendigungen, die frueher der E3 vorbehalten waren, finden nun hier statt.

Die Gamescom profitiert

Fuer die Gamescom in Koeln ist die E3-Krise eine Chance. Als groesste verbliebene Gaming-Messe der Welt gewinnt sie weiter an Bedeutung fuer Publisher und Fans gleichermassen.

Unsere Einschaetzung

Die E3 in ihrer klassischen Form ist Geschichte. Ob ein Reboot gelingen kann, bleibt fraglich. Die Branche hat sich weiterentwickelt, und die Messe muss einen voellig neuen Mehrwert bieten, um relevant zu bleiben.

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