EndeNews Logo EndeNews
1.500 Stunden auf Bandcamp: Entwickler von N Plus Infinity Times Two trotzen den Algorithmen
News

1.500 Stunden auf Bandcamp: Entwickler von N Plus Infinity Times Two trotzen den Algorithmen

Die Indie-Schmiede hinter dem Nischen-Soundtrack für den Nachfolger N Plus Infinity Times Two hat über 1.500 Stunden Musik auf Bandcamp gehört, aus Frust über algorithmische Playlists.

T
Tommes Parzl
TEILEN: Twitter Reddit

Die Bandcamp-Odyssee

Die Entwickler von N Plus Infinity Times Two haben einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um die musikalische Untermalung ihres Spiels zu kuratieren. Laut einem Bericht von PCGamer investierten sie rund 1.500 Stunden in das Hören von Musik auf Bandcamp.

Statt auf Streaming-Dienste oder KI-Vorschläge zu setzen, durchforsteten sie manuell die Untiefen der Plattform. Das Ziel: Tracks finden, die perfekt zum Nischen-Charakter des Spiels passen.

Der Frust über Algorithmen

  • Die Entwickler sind „so over algorithms“, ein klares Statement gegen die Dominanz automatischer Empfehlungen.
  • Sie lehnen die standardisierte Kuratierung ab, die oft nur Mainstream-Sounds liefert.
  • Stattdessen setzen sie auf menschliche Suche und persönliche Entdeckungen, auch wenn das hunderte Stunden kostet.

Die Entscheidung spiegelt eine wachsende Skepsis in der Indie-Szene wider. Viele Künstler und Entwickler empfinden algorithmusgesteuerte Playlists als einengend.

Nischenfokus bleibt erhalten

N Plus Infinity Times Two verspricht, den „niche sonic focus“ des Vorgängers konsequent fortzuführen. Das bedeutet: keine kommerziellen Hits, sondern sorgfältig ausgewählte, eigenwillige Stücke.

Die Bandcamp-Recherche war kein einmaliger Ausflug. Das Team hat systematisch Künstler abgehört, oft mit Kopfhörern in langen Nächten. Einige der entdeckten Musiker werden nun erstmals in einem Videospiel vertreten sein.

Ein Statement gegen die Masse

  • Der Soundtrack soll genau die Unberechenbarkeit einfangen, die algorithmische Listen nicht liefern können.
  • Jeder Track wurde bewusst ausgewählt, nicht von einer Maschine, sondern von Menschen mit einem Ohr für das Abseitige.
  • Ob das Spiel selbst damit an den Vorgänger anknüpfen kann, bleibt abzuwarten, musikalisch ist der Grundstein gelegt.

VERWANDTE ARTIKEL