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5 Sci-Fi-Romane, die besser sind als ihre Filme
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5 Sci-Fi-Romane, die besser sind als ihre Filme

Fünf Science-Fiction-Klassiker, deren Verfilmungen solide sind, deren Bücher aber deutlich mehr liefern.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Fünf Science-Fiction-Romane mit brauchbaren Verfilmungen

Es gibt Buchverfilmungen, die handwerklich funktionieren. Sie haben Budget, Schauspieler, saubere Kameraarbeit. Und trotzdem bleibt nach dem Abspann das Gefühl, dass die Vorlage mehr war. Genau darum geht es hier: nicht um Totalausfälle, sondern um Filme, die man guten Gewissens anschauen kann, die aber gegen ihr Ausgangsmaterial verlieren. Das ist keine Nostalgie, sondern eine Frage des Umfangs.

Warum die Vorlage meist gewinnt

  • Zeit: Ein Roman hat 400 Seiten für eine Idee, ein Film 130 Minuten.
  • Innenwelt: Gedanken, Selbstzweifel und Erinnerungen lassen sich schwer filmen.
  • Ambivalenz: Bücher dürfen offene Fragen stehen lassen, Studios wollen ein Ende.
  • Budget: Ein Ozean-Planet oder ein zerstörtes Los Angeles kostet, eine Beschreibung kostet nichts.

Dune: Vom Wüstenplaneten zum Strategie-Klassiker

Frank Herberts Dune erschien 1965 und gilt bis heute als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Romane überhaupt. Die Verfilmung von David Lynch aus dem Jahr 1984 kämpfte mit Zeitdruck und Studioeingriffen, Denis Villeneuve lieferte ab 2021 die bislang werkgetreueste Umsetzung. Trotzdem fehlen beiden die politischen Zwischentöne, die ökologischen Passagen und die inneren Monologe. Dass Dune auch Spielegeschichte schrieb, ist kein Zufall, dazu später mehr.

Solaris und die zwei Versuche, Lem zu fassen

Stanisław Lem veröffentlichte Solaris 1961, ein Roman über einen Ozean-Planeten, der auf die Gedanken der Forscher antwortet. Andrei Tarkowski verfilmte den Stoff 1972, Steven Soderbergh folgte 2002 mit George Clooney in der Hauptrolle. Beide Filme sind eigenständige Werke, beide verengen den Stoff auf eine Liebesgeschichte. Lems Kern, die Frage, ob der Ozean überhaupt kommunizieren will, bleibt im Buch am schärfsten.

I Am Legend: Dreimal verfilmt, nie ganz erreicht

Richard Matheson schrieb I Am Legend 1954, lange bevor Zombies ein Genre waren. Die erste Verfilmung erschien 1964 als The Last Man on Earth mit Vincent Price, 1971 folgte The Omega Man mit Charlton Heston, 2007 die Fassung mit Will Smith. Alle drei verlegen den Konflikt nach außen, in Action und Belagerung. Mathesons Pointe ist eine andere: Der Protagonist ist nicht der letzte Held, sondern der letzte Albtraum einer neuen Gesellschaft.

Philip K. Dick als Steinbruch Hollywoods

Philip K. Dick lieferte die Vorlagen für einige der bekanntesten Science-Fiction-Filme überhaupt, ohne dass diese die Bücher ersetzen. Do Androids Dream of Electric Sheep? von 1968 wurde 1982 zu Blade Runner, die Kurzgeschichte We Can Remember It for You Wholesale zum Actionfilm. A Scanner Darkly von 1977 kam 2006 als rotoskopierte Verfilmung ins Kino und blieb trotzdem zahmer als Dicks düsterer Blick auf Sucht und Überwachung. Dick schreibt bewusst unzuverlässig, und genau das schneiden Drehbücher gern weg.

Was das für Spiele bedeutet

  • Dune II: The Building of a Dynasty von Westwood Studios (1992) legte die Grundlagen des Echtzeit-Strategiespiels, ohne sich eng an den Roman zu halten.
  • Blade Runner (1997), ebenfalls von Westwood, nutzte Dicks Welt als Adventure und arbeitete mit mehreren Enden.
  • S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl (2007) von GSC Game World geht auf die Strugatzki-Brüder und Picknick am Wegesrand zurück.
  • Metro 2033 erschien 2010 bei 4A Games, fünf Jahre nach Dmitri Gluchowskis gleichnamigem Roman.

Auffällig: Spiele kommen mit Dicks Ambivalenz meist besser zurecht als Kino. Ein Adventure kann mehrere Deutungen parallel laufen lassen, ein Blockbuster nicht.

Was die fünf Fälle verbindet

Alle fünf Bücher arbeiten mit Informationslücken, die man nicht sehen, nur lesen kann. Ein Roman darf den Leser mit einer Antwort allein lassen, ein Film braucht eine Pointe. Genau deshalb sind Verfilmungen selten schlecht, aber fast immer kleiner als ihre Vorlage. Der Vergleich lohnt sich nicht, um Filme abzuwerten, sondern weil er zeigt, was erzählerische Länge leistet. Wer nach dem Abspann das Buch aufschlägt, merkt schnell, wie viel in den Dialogen fehlt.

Quelle: Polygon.com

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