Die Pragmata-Atmosphäre verstehen
Pragmata ist ein Projekt von Capcom, das ursprünglich für 2022 angekündigt wurde und seitdem mehrfach verschoben wurde. Der Titel setzt auf eine dystopische Vision, in der der Astronaut Hugh und die Androidin Diana in einer technologisch entfremdeten Welt navigieren.
Capcom agiert hier als Entwickler und Publisher. Das Team hinter dem Titel besteht aus Veteranen, die zuvor an Marken wie Resident Evil oder Devil May Cry arbeiteten.
Sechs Titel für Sci-Fi-Liebhaber
Die folgende Liste umfasst Titel, die thematisch oder ästhetisch die Lücke bis zum Release von Pragmata füllen:
- Death Stranding: Hideo Kojima entwickelte dieses Spiel nach seinem Abschied von Konami mit seiner eigenen Firma Kojima Productions. Die Spielmechanik basiert auf dem Transport von Fracht durch eine isolierte Welt, die von einer Katastrophe namens "Death Stranding" gezeichnet ist.
- NieR: Automata: Yoko Taro entwarf dieses Werk als Nachfolger zu NieR Replicant. Entwickler PlatinumGames integrierte hier das Konzept des "Multiple Ending"-Systems, das die Geschichte erst durch wiederholte Spieldurchgänge vollständig offenbart.
- Control: Remedy Entertainment nutzt für dieses Spiel ihre eigene Northlight-Engine. Die Handlung findet im "Oldest House" statt, einem Gebäude, das physikalische Gesetze aushebelt.
- Stray: Das französische Studio BlueTwelve Studio debütierte mit diesem Projekt, das unter dem Publisher Annapurna Interactive erschien. Die Steuerung eines Tieres in einer Cyberpunk-Umgebung reduziert die üblichen menschlichen Interaktionsmuster auf rein visuelle Erkundung.
- SOMA: Frictional Games erweiterte mit diesem Titel ihr Portfolio nach Amnesia: The Dark Descent. Das Spiel stellt Fragen zur digitalen Kopie des menschlichen Bewusstseins in einer unterseeischen Forschungsstation.
- Portal 2: Valve veröffentlichte diesen Titel 2011 als Fortsetzung ihres experimentellen Puzzle-Spiels. Die narrative Struktur durch die KI GLaDOS definiert das Genre der "Environmental Storytelling"-Spiele bis heute.
Emotion und Technik im Fokus
Der technologische Unterbau von Pragmata basiert auf der RE Engine von Capcom. Diese wurde bereits für Resident Evil Village und Street Fighter 6 genutzt. Sie erlaubt eine hohe Dichte an Partikeleffekten, was für die atmosphärische Darstellung der veränderten Umgebung notwendig ist.
Die erzählerische Verbindung zwischen Hugh und Diana erinnert an die Dynamik in The Last of Us. Dort baut die Interaktion zwischen Joel und Ellie auf einer ähnlichen Schutz-Beziehung auf, die durch die feindselige Umgebung geschärft wird.
Kontext und Branchenentwicklung
Pragmata steht in einer Reihe mit Titeln, die den "Walking Simulator" mit Action-Elementen verbinden. Seit dem Erfolg von Journey (2012) suchen Studios nach Wegen, narrative Tiefe ohne klassische Dialogbäume zu vermitteln.
- Death Stranding kostete in der Produktion schätzungsweise 80 Millionen US-Dollar.
- NieR: Automata verkaufte sich über 7,5 Millionen Mal weltweit.
- Control erreichte innerhalb von zwei Jahren über 10 Millionen Spieler, unterstützt durch Xbox Game Pass und PS Plus.
Im Vergleich dazu bleibt Pragmata ein Wagnis für Capcom. Das Unternehmen verlässt sich meist auf etablierte Franchises wie Monster Hunter, das im Fiskaljahr 2023 über 20 Millionen Einheiten der Serie absetzte.
Mechanik und Spielerlebnis
Die spielerische Herausforderung in Pragmata definiert sich über den Einsatz von Gadgets in einer Welt mit wechselnder Gravitation. Diese Mechanik ähnelt dem Einsatz der Portalgewehr-Technologie in Portal 2.
Die Interaktion mit der KI, wie sie in SOMA oder Portal 2 vorkommt, dient oft als Spiegel für das eigene Handeln. Während Hugh die physische Last trägt, fungiert Diana als Bindeglied zu den technologischen Rätseln der Umgebung. Die physikalische Manipulation der Spielwelt ist ein zentrales Werkzeug, um den Fortschritt des Spielers zu steuern.
Die Verschiebung des Releasetermins bei Capcom auf einen unbestimmten Zeitpunkt deutet auf eine Überarbeitung der zugrunde liegenden Mechaniken hin. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die Integration der RE Engine für die komplexen Umgebungen eine höhere Rechenleistung erfordert, als ursprünglich für die Konsolengeneration geplant war.