Was sich ändert
Respawns Anti-Cheat-Team hat ein neues Erkennungssystem live geschaltet. In der ersten Woche flogen 1.000 Accounts wegen verbotener Software oder Gameplay-Erweiterungen. Auch Xim- und Titan-Geräte wurden getroffen. Das Team gibt an, bewusst konservativ vorgegangen zu sein, die Zahl soll in den kommenden Wochen deutlich steigen.
Die wichtigsten Änderungen
- Neues Detektionssystem für unerlaubte Eingabegeräte und Software eingesetzt.
- 1.000 Accounts gebannt (erste Woche, vorsichtige Enforcement).
- Gezielte Bannwelle gegen die Top-100-Plätze der Ranglisten auf jeder Plattform:
- Console: 79 Bans
- PC: 7 Bans
- System läuft bereits im Live-Spiel und wird kontinuierlich angepasst.
Was Spieler beachten sollten
Die Kontrollen beschränken sich nicht auf einmalige Aktionen. Das Team arbeitet weiter an einer umfangreichen Controller-Cheating-Erkennung, die auf große Mengen Matchdaten zugreift. Der Fokus liegt auf Zuverlässigkeit, um Falschpositive zu vermeiden. Wer verdächtiges Verhalten meldet, hilft direkt bei der Verbesserung der Spielintegrität. Die kommenden Wochen sollen weitere Details bringen.
Entwicklerstudio und Historie
Respawn Entertainment wurde 2010 von Jason West und Vince Zampella gegründet, die zuvor Call of Duty bei Infinity Ward entwickelt hatten. Nach einem Rechtsstreit mit Activision wechselten sie zu Electronic Arts. Das erste Spiel des Studios war Titanfall (2014), ein Mech-Shooter, der für seine Bewegungssysteme gelobt wurde.
Titanfall 2 (2016) führte eine Einzelspieler-Kampagne ein und erhielt hohe Wertungen, blieb aber hinter den Verkaufserwartungen zurück. 2019 startete Respawn überraschend das Free-to-Play-Battle-Royale Apex Legends, das im Titanfall-Universum spielt. Innerhalb von drei Tagen zählte es 10 Millionen Spieler; im ersten Jahr generierte es über eine Milliarde US-Dollar.
Das Studio veröffentlichte auch Star Wars Jedi: Fallen Order (2019) und dessen Nachfolger Survivor (2023). Apex Legends läuft auf einer modifizierten Source-Engine und wird kontinuierlich mit saisonalen Updates versorgt.
Branchenkontext: Cheating in Battle-Royales
Cheating ist in kompetitiven Online-Spielen ein wachsendes Problem. Während Software-Cheats oft durch Systeme wie Easy Anti-Cheat erkannt werden, sind Hardware-Adapter wie Cronus Zen und Xim schwerer nachweisbar. Sie emulieren Controller-Eingaben und ermöglichen etwa perfekte Zielhilfe ohne Recoil.
Activisions Call of Duty: Warzone nutzt das Ricochet-Anti-Cheat und bannte 2022 mehr als 200.000 Accounts in einer Welle. Epic Games’ Fortnite setzt auf BattleEye und Hardware-Bans. Respawns neue Detektion zielt spezifisch auf Konsolen-Adapter ab, 79 der 100 Top-Controller-Spieler wurden in der ersten Woche gebannt. Die Zahl von 79 Bans unter den Top-100 auf Konsolen verdeutlicht das Ausmaß des Problems.