Was sich ändert
Apex Legends erhält am 17. Juni 2026 kein neues legendäres Balancing oder Waffen-Tuning. Stattdessen richten sich die aktuellen Patch-Notes an Spieler mit Performance-Problemen. Respawn Entertainment bestätigt, dass visuelle und leistungsbezogene Störungen auf bestimmten PC-Konfigurationen weiterhin untersucht werden.
Die wichtigsten Änderungen
- Untersuchung läuft: Das Team arbeitet an den Ursachen für Grafikfehler und Ruckler, die vor allem auf spezifischer Hardware auftreten.
- NVIDIA-Nutzer: Ein aktueller Treiber (Version 272764) soll einige der Probleme mildern. Der direkte Download-Link steht in den offiziellen Notes.
- Temporärer Workaround für PC-Spieler: Wer unter Stottern oder FPS-Einbrüchen leidet, kann kurzfristig von der EA App zu Steam wechseln. Nutzer berichten von einer spürbaren Besserung.
Was Spieler beachten sollten
Der Wechsel von der EA App zu Steam ist kein dauerhafter Fix, sondern eine von der Community bestätigte Übergangslösung. Wer die EA App bevorzugt, muss sich noch etwas gedulden. NVIDIA-Besitzer sollten den Treiber zwingend installieren, bevor sie andere Fehlerquellen ausschließen. Spieler auf Steam können den Workaround ignorieren, sie sind von den genannten Problemen weniger betroffen.
Der Entwickler: Respawn Entertainment
Respawn Entertainment wurde 2010 von den ehemaligen Infinity Ward-Mitgründern Jason West und Vince Zampella gegründet, nachdem sie Activision im Streit um Call of Duty-Rechte verlassen hatten. Das Studio debütierte 2014 mit Titanfall, einem Mech-Shooter mit hohem Bewegungstempo, der von Kritikern gelobt wurde, aber kommerziell hinter den Erwartungen blieb. Der Nachfolger Titanfall 2 (2016) erhielt ebenfalls starke Kritiken, verkaufte sich jedoch durch einen schlecht getimten Release zwischen Battlefield 1 und Call of Duty: Infinite Warfare unter zwei Millionen Exemplaren.
2019 startete Respawn überraschend Apex Legends als Free-to-Play-Battle-Royale im gleichen Universum. Das Spiel erreichte in der ersten Woche 25 Millionen Spieler und generierte im ersten Jahr über eine Milliarde US-Dollar Umsatz. Parallel entwickelte das Studio Star Wars Jedi: Fallen Order (2019) und dessen Nachfolger Survivor (2023), die jeweils über zehn Millionen Einheiten verkauften.
Das Apex-Franchise im Überblick
Apex Legends ist der dritte Titel im Titanfall-Universum, spielt aber 30 Jahre nach den Ereignissen von Titanfall 2. Die Roster der spielbaren Legenden wuchs von acht (Launch 2019) auf aktuell 26 Charaktere. Das Spiel etablierte ein Pingen-Kommunikationssystem, das später von Konkurrenten wie Fortnite kopiert wurde.
- Saison-Modell: 22 Seasons seit Start, jede mit neuen Legenden, Waffen und Kartenänderungen.
- Spielerzahlen: Laut EA-Meldungen wurden bis 2024 über 200 Millionen Accounts weltweit registriert. Die tägliche Nutzerzahl schwankt zwischen 4 und 6 Millionen, abhängig von Events.
- E-Sport: Die Apex Legends Global Series verteilt jährlich Preispools von über 5 Millionen US-Dollar. Die höchste Zuschauerzahl auf Twitch lag bei über 600.000 während der ALGS Championships 2023.
Performance-Probleme sind für das Spiel nicht neu. 2023 führte ein Update zu massiven Stotterern auf AMD-GPUs, das erst nach zwei Wochen mit einem Treiber-Patch behoben wurde. Der aktuelle Fall betrifft vor allem Besitzer älterer NVIDIA-Karten der 2000er-Serie, bei denen die Framerate auf unter 30 fps einbricht.
Einordnung in den Battle-Royale-Markt
Der Battle-Royale-Sektor 2026 wird dominiert von Fortnite (ca. 250 Millionen monatlich aktive Nutzer), Call of Duty Warzone (ca. 80 Millionen) und Apex Legends (ca. 50 Millionen). Im Gegensatz zu Fortnites Bau-Mechanik und Warzones realistischerem Gunplay setzt Apex auf extrem schnelle, vertikale Bewegungen (Sprinten an Wänden, Gleiten, Grappling-Hooks), die aus Titanfall stammen.
Vergleichbare Performance-Probleme traten kürzlich bei Warzone nach dem Season-2-Update auf, wo DirectX-12-Fehler zu schwarzen Bildschirmen führten. Activision benötigte drei Wochen für einen vollständigen Fix. Fortnite hingegen veröffentlicht seine Patches meist dienstags und behebt kritische Bugs innerhalb von 24 Stunden durch Hotfixes. Respawn hinkt mit seiner Update-Strategie oft hinterher: Der letzte größere Hotfix außerhalb eines geplanten Patches datiert auf November 2025.