Eifel statt Toskana: Die Open World von Assetto Corsa EVO wechselt die Region
Die Open World von Assetto Corsa EVO wird am 9. Dezember mit dem Update 0.10 freigeschaltet, zunächst als kleinerer Bereich rund um die Nordschleife in der deutschen Eifel. Das geht aus der offiziellen Ankündigung des Spiels hervor. Damit landen Spieler in einer Region, die in der Rennsimulations-Szene als Gradmesser gilt, und nicht in Italien. Dort sollte die offene Spielwelt nach ursprünglichen Überlegungen nämlich eigentlich angesiedelt sein.
Die harten Fakten zum Update 0.10
- Erscheinungsdatum des Updates: 9. Dezember, zunächst ein begrenzter Bereich um die Nordschleife.
- Der Titel ist seit dem 16. Januar 2025 im Early Access verfügbar.
- Entwickler ist Kunos Simulazioni, als Publisher tritt 505 Games auf.
- Als Plattformen sind PC belegt, zusätzlich werden XSX und PS5 genannt.
- Ein Preis von 39,99 US-Dollar ist in den Belegen sichtbar, ein Euro-Preis wird nicht genannt.
Was über den ursprünglichen Plan bekannt ist
Die Open World sollte ursprünglich an einer anderen Region festgemacht werden, und zwar in Italien. In einer Quelle wird dafür die Toskana konkret genannt. Belastbar belegt ist damit nur die Aussage, dass eine italienische Region zunächst im Gespräch war. Eine offizielle Bestätigung, dass das gesamte Land als Spielwelt geplant war, existiert in den vorliegenden Angaben nicht. Wer die ursprüngliche Idee als gesicherte Tatsache darstellt, geht über die Quellenlage hinaus.
Kunos Simulazioni und die Assetto-Corsa-Reihe
Kunos Simulazioni verantwortet die Reihe seit dem ersten Assetto Corsa, dem direkten Vorgänger von Assetto Corsa EVO. Das Studio hat sich mit dieser Serie einen Namen als Anbieter von Rennsimulationen erarbeitet, die sich an Fahrphysik und Streckentreue orientieren statt an Arcade-Zugänglichkeit. Der Vorgänger gilt in der Community bis heute als Referenz für Modding und Kraftfahrzeug-Simulation. Mit Assetto Corsa EVO setzt das Team auf einen anderen Weg: Das Spiel ging im Januar 2025 bewusst im Early Access an den Start und wird seitdem schrittweise erweitert. Die offene Spielwelt ist dabei der größte Brocken dieser Erweiterungsstrategie.
Warum die Nordschleife als erster Open-World-Bereich dient
Die Nordschleife ist die bekannteste Rennstrecke Deutschlands und für viele Sim-Racer der eigentliche Prüfstein. Sie ist lang, verwinkelt und verzeiht kaum Fehler, weshalb sie in fast jeder Rennsimulation als Referenzstrecke herhalten muss. Ein offener Bereich rund um diese Strecke bietet sich für ein Spiel an, das Straßenfahrzeuge und Rennsport zusammenbringen will. Statt einer abgeschlossenen Strecke bewegen sich Spieler hier in einer zusammenhängenden Region. Die Eifel liefert dafür kurvige Landstraßen, Höhenunterschiede und wechselhaftes Wetter, also genau die Zutaten, die eine offene Fahrwelt braucht.
Branchenkontext: Simulation trifft Open World
Offene Spielwelten sind im Rennspielgenre nichts Neues, im Bereich der Simulation aber weiterhin selten. Titel wie die Forza-Horizon-Reihe oder Test Drive Unlimited Solar Crown setzen auf frei befahrbare Gebiete, fahren dabei aber eine deutlich zugänglichere Linie. Assetto Corsa EVO muss eine andere Balance finden: offene Welt ja, aber ohne die Simulationsansprüche der Serie aufzugeben. Gelingt das, wäre es ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber klassischen Strecken-Rennspielen. Misslingt es, bleibt der Open-World-Teil ein Anhängsel neben dem eigentlichen Sim-Kern.
Der Early-Access-Start im Januar 2025 bedeutet, dass die Inhalte in Scheiben kommen und die Spielerschaft den Fortschritt direkt mitverfolgt. Das Update 0.10 ist ein solcher Schritt, der erste Teilbereich der offenen Welt. Bei den Plattformen ist die Lage unklar: Der PC ist sicher belegt, XSX und PS5 tauchen in den Angaben auf, ohne dass daraus ein verbindlicher Release-Termin für Konsolen folgt. Beim Preis zeigt sich eine Lücke zwischen Dollar-Angabe und fehlender Euro-Angabe, was bei internationalen Store-Listings häufiger vorkommt und keine Rückschlüsse auf die hiesige Preisgestaltung zulässt.
Was Spieler am 9. Dezember erwartet
Am 9. Dezember bekommen Spieler also zunächst einen Ausschnitt der geplanten Welt, keine vollständige offene Karte. Der Bereich um die Nordschleife ist als Einstieg gewählt, nicht als Finale. Wer auf die italienische Region gehofft hatte, muss sich gedulden oder umplanen. Dass die Toskana überhaupt einmal im Gespräch war, zeigt, wie weit sich die Planung seit dem Early-Access-Start verschoben hat.