GamesRadar+ zieht den Hut
Die zweite Staffel von Avatar: The Last Airbender erhält von GamesRadar+ ein klares Lob. Der Kritiker nennt sie einen „gewaltigen Qualitätssprung“ und „better in basically every way“ im Vergleich zur ersten Staffel. GamesRadar+ ist kein reines Spiele-Magazin, sondern deckt auch Serien ab, die Redaktion hat sich mit Reviews zu The Last of Us oder Fallout einen Ruf für klare Urteile erarbeitet. Die erste Staffel der Netflix-Adaption hatte mit gemischten Reaktionen zu kämpfen. Rotten Tomatoes verzeichnete rund 71 % positive Kritiken, während die animierte Originalserie bei 100 % liegt. Die zweite Staffel soll nun die größten Kritikpunkte ausmerzen: hölzerne Dialoge, ungelenke CGI-Effekte und eine überfrachtete Handlung.
Was heißt „besser in jeder Hinsicht“?
GamesRadar+ hebt die gesteigerte Erzählqualität hervor: Die Episoden sollen dichter und emotional stimmiger sein. Die Charakterentwicklung von Aang, Katara und Sokka wird als tiefer und logischer beschrieben als in Staffel 1. Actionsequenzen und Inszenierung hätten sichtbar an Choreografie und Kameraführung gewonnen. Der Review nennt keine konkreten Szenen, aber er betont, dass die Serie nun das Tempo und den Ton der Vorlage treffe. Wer die erste Staffel als enttäuschend empfand, bekomme hier eine echte Kurskorrektur. Das Urteil: Staffel 2 ist die adaptierte Serie, die Fans von Anfang an wollten.
Die Macher und ihre Vorgeschichte
Die Netflix-Adaption wird von Albert Kim entwickelt, der zuvor als Showrunner für Sleepy Hollow und Nikita arbeitete. Ursprünglich waren die Schöpfer der Originalserie, Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko, als Executive Producers eingebunden. Sie verließen das Projekt 2020 wegen kreativer Differenzen, öffentlich äußerten sie sich enttäuscht über die Richtung, die Netflix einschlug. Kim übernahm und stellte ein Team aus Drehbuchautoren zusammen, darunter Audrey Wong und Keetgi Kogan. Die Produktion der ersten Staffel kostete schätzungsweise 100 bis 150 Millionen US-Dollar, vergleichbar mit One Piece (ca. 17 Millionen pro Folge). Die zweite Staffel wurde bereits vor Ausstrahlung der ersten grünes Licht gegeben, was für Netflix' Vertrauen in das Franchise spricht.
Avatar-Franchise: Zahlen und Kontext
Die animierte Avatar: The Last Airbender-Serie lief von 2005 bis 2008 auf Nickelodeon und setzte Maßstäbe für westliche Animationsserien. Sie gewann einen Peabody Award und mehrere Emmy-Nominierungen. Die Nachfolgeserie The Legend of Korra (2012–2014) erreichte niedrigere Einschaltquoten, aber ähnliche Kritikerwerte. Das Franchise umfasst Comics (u.a. The Promise, The Search), Romane, Videospiele und eine abgebrochene Filmtrilogie. Der Realfilm von M. Night Shyamalan (2010) gilt als gescheitert: Er spielte weltweit 319 Millionen Dollar bei einem Budget von 150 Millionen ein, erhielt aber nur 5 % auf Rotten Tomatoes. Netflix' Adaption startete mit 21,2 Millionen Views in den ersten vier Tagen und wurde innerhalb von zwei Wochen um 100 Millionen Views übertroffen, einer der stärksten Starts des Streamingdienstes im Jahr 2024.
Ein wichtiger Meilenstein für die Serie
Die Netflix-Adaption stand von Anfang an unter Druck wegen des gescheiterten Shyamalan-Films und der hohen Erwartungen der Fangemeinde. Mit Staffel 2 scheint das Team nun den richtigen Ton gefunden zu haben. GamesRadar+ als etablierte Website mit über 20 Jahren Geschichte gilt als verlässliche Stimme für Medien-Crossovers, ihre Reviews zu The Witcher oder Arcane wurden häufig von Studien zitiert. Das Lob wiegt schwer, weil es nicht von einer Nischen-Fanseite stammt, sondern von einem Mainstream-Magazin mit kritischer Leserschaft. Der Qualitätssprung macht die Serie zu einem Kandidaten für Emmy-Nominierungen in den Kategorien VFX und Produktionsdesign.
Keine Spoiler, aber klare Botschaft
Der Review verzichtet auf ausführliche Handlungsdetails und konzentriert sich auf die Gesamtqualität. Das Fazit lautet: Staffel 2 ist kein Ausrutscher, sondern eine echte Weiterentwicklung. Fans können also beruhigt einschalten. Die zweite Staffel bringt das Versprechen der Serie endlich auf den Bildschirm, ohne die Patzer der ersten Runde. Die kommenden Episoden setzen die Handlung um Zukos Suche nach Anerkennung, Azulas Machtspiele und Aangs Reifeprozess fort. Die Dreharbeiten für Staffel 3 haben laut Branchenberichten bereits begonnen, was auf eine vollständige Umsetzung der drei animierten Staffeln hindeutet.