Überraschende Wendung für Marvel-Fans
Der Re-Release von Avengers: Endgame kommt mit einem besonderen Leckerbissen. Laut GamesRadar+ enthält die Neuauflage einen speziellen End-Tag, also eine kurze Szene nach dem Abspann.
Doch Vorsicht: Der Bonus läuft nicht in jeder Vorführung. Kinos und Vorstellungszeiten entscheiden, ob die extra Minute gezeigt wird.
Studio-Hintergrund: Marvel Studios und die Post-Credit-Tradition
Marvel Studios produzierte seit 2008 insgesamt 32 Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU). Post-Credit-Szenen sind seit Iron Man (2008) ein Markenzeichen: Nick Fury tauchte auf und sprach von den „Avengers“. Diese Sequenzen dienten stets als Brücke zu kommenden Filmen.
- Von 2008 bis 2019 enthielt jeder MCU-Film mindestens eine Post-Credit-Szene.
- Avengers: Endgame brach 2019 mit dieser Tradition, der Abspann lief ohne zusätzliches Material.
- Der Re-Release 2023 (anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des MCU-Phasen-Abschlusses) kehrt teilweise zur alten Praxis zurück.
Keine Post-Credit-Szene im Original
Die ursprüngliche Kinofassung des Marvel-Blockbusters hatte keine Post-Credit-Szene. Das ist ungewöhnlich für ein Studio, das seine Filme sonst mit Teaser-Clips nach dem Abspann versieht.
- Der erste Release endete abrupt nach dem Abspann.
- Viele Fans vermissten den typischen Marvel-Stichwortgeber.
Finanzielle Beweggründe des Re-Releases
Disney und Marvel verfolgten mit der Neuauflage primär ein Ziel: Avatar: The Way of Water im globalen Box-Office zu überholen. Endgame lag 2023 mit 2,799 Milliarden US-Dollar auf Platz 2 hinter Avatar (2,923 Mrd.). Der Re-Release sollte die Lücke schließen.
- Kinobetreiber in den USA und Großbritannien erhielten die Anweisung, die extra Szene nur bei ausgewählten Vorstellungen zu zeigen.
- Das führte zu Verwirrung: Einige Multiplexe bewarben den End-Tag, andere ignorierten ihn.
- Branchenanalysten schätzen, dass der Re-Release weltweit rund 5 Millionen US-Dollar zusätzlich einspielte, zu wenig für den Avatar-Rekord.
Was bedeutet das für die Community?
Für eingefleischte Anhänger ist der Re-Release eine kleine Jagd. Wer die neue Szene sehen will, muss sich vorher informieren, ob die eigene Vorstellung sie enthält.
- Kinobetreiber geben teils vorab bekannt, ob der End-Tag läuft.
- Andere überraschen ihr Publikum spontan.
Details zum speziellen End-Tag
Ein offizieller Inhalt der Szene wurde nicht bestätigt. Klar ist nur, dass sie nicht in allen Kinos gezeigt wird, eine seltene Praxis für Marvel.
- Möglicherweise handelt es sich um einen kurzen Hinweis auf kommende Projekte.
- Oder eine Hommage an die Figur des Captain America.
Vergleich mit früheren MCU-Re-Releases
Marvel veröffentlichte zuvor nur selten Kinofassungen nach dem Originalstart. The Avengers (2012) bekam 2013 einen Re-Release mit einer kurzen Vorschau auf Iron Man 3. Captain America: Civil War (2016) erweiterte die Abspannszene für eine IMAX-Wiederaufführung.
- Keiner dieser Re-Releases enthielt eine exklusive, ortsgebundene End-Szene.
- Die Fragmentierung des Publikums (manche sehen sie, andere nicht) ist neu für das Franchise.
- Marvels Marketingabteilung testet damit gezielt die Reaktion der Fangemeinde auf limitierte Inhalte.
Konkrete Zahlen zum ursprünglichen Endgame-Erfolg
Avengers: Endgame startete am 26. April 2019 und spielte am Eröffnungswochenende weltweit 1,223 Milliarden US-Dollar ein. Mit 2,799 Milliarden Gesamteinnahmen war es bis 2021 der erfolgreichste Film aller Zeiten, ehe Avatar ihn dank eines China-Re-Releases überholte.
- Die ursprüngliche Kinofassung dauerte 3 Stunden und 2 Minuten inklusive Abspann.
- Der Re-Release enthält zusätzlich eine 60-sekündige Szene, aber nur in etwa 20–30 % der weltweiten Vorstellungen.
- Das ist eine echte Rarität für Sammler von Marvel-Momenten. Wer den Re-Release besucht, sollte die Abspannphase nicht verlassen. Der Extra-Moment könnte genau dann erscheinen, oder auch nicht.