Das neue Flaggschiff ist da
AWOL Vision veröffentlicht ab heute den Aetherion Pro. Dieser Ultrakurzdistanz-Projektor nutzt ein Triple-Laser-System für die Bildwiedergabe.
Der Hersteller AWOL Vision hat seinen Sitz in Florida und fokussiert sich seit der Gründung 2020 ausschließlich auf den Bereich der Laser-TVs. Das Unternehmen hat sich innerhalb kurzer Zeit von einer Crowdfunding-Marke zu einem festen Akteur im Premium-Segment entwickelt.
Der Projektor richtet sich an Cineasten und Gamer, die ihren Fernseher durch eine massive Projektion ersetzen wollen. Die maximale Bilddiagonale liegt bei 200 Zoll, was die bisherigen Standards der Serie massiv übersteigt.
Die technische Ausstattung
Unter der Haube des Geräts stecken Funktionen, die das Seherlebnis stabilisieren sollen. Hier sind die wichtigsten Spezifikationen:
- Native 4K-Auflösung für scharfe Details.
- PixelLock-Technologie zur präzisen Ausrichtung der RGB-Laser.
- Integrierte Anti-RBE-Filter, die den Regenbogeneffekt bei schnellen Bewegungen minimieren.
- Volle Unterstützung für HDR-Formate zur Optimierung von Kontrasten.
Die PixelLock-Technologie ist die direkte Antwort auf die mechanische Drift bei Laser-Einheiten. Bei den Vorgängermodellen LTV-2500 und LTV-3500 mussten Nutzer gelegentlich eine manuelle Neuausrichtung der Farblaser vornehmen. Das neue System automatisiert diesen Prozess durch eine interne Sensorik.
Gaming im Großformat
Der Einsatz bei Videospielen erfordert niedrige Latenzzeiten und eine stabile Farbwiedergabe. Mit der Triple-Laser-Technik erreicht der Aetherion Pro hohe Farbraumabdeckungen, die herkömmliche Lampen-Projektoren oft vermissen lassen.
Bei einer Auflösung von 4K bei 60Hz bietet das Gerät laut Datenblatt eine Latenz unter 15 Millisekunden. Spiele wie Cyberpunk 2077 oder God of War Ragnarök profitieren von der hohen Farbgenauigkeit, die den DCI-P3-Farbraum zu 107 Prozent abdeckt.
Wer auf einer Fläche von 200 Zoll spielen will, benötigt zwingend eine ALR-Leinwand (Ambient Light Rejecting). Normale Wandflächen schlucken zu viel Licht, was den Kontrastwert von 2500:1 massiv senkt.
Branchenkontext und Vergleich
Der Markt für Ultrakurzdistanz-Projektoren (UST) hat sich in den letzten zwei Jahren konsolidiert. Der Aetherion Pro tritt in direkte Konkurrenz zum Formovie Theater und dem Hisense PX3-PRO.
- Formovie Theater: Bekannt für den Einsatz von ALPD 4.0, liegt jedoch bei der Spitzenhelligkeit hinter dem neuen AWOL-Modell.
- Hisense PX3-PRO: Setzt auf ein ähnliches Triple-Laser-Setup, ist aber preislich aggressiver positioniert.
Während Konkurrenten wie XGIMI eher auf Lifestyle-Design setzen, zielt AWOL Vision mit dem Aetherion Pro auf das High-End-Heimkino. Die Vorgängerserie LTV-3500 Pro erreichte eine Helligkeit von 3.500 ANSI-Lumen. Der Aetherion Pro steigert diesen Wert auf 4.000 ANSI-Lumen.
Installation und Hardware
Der Projektor steht direkt vor der Leinwand oder einer weißen Wand. Dank der UST-Optik benötigt das Gerät nur einen Abstand von wenigen Zentimetern, um ein riesiges Bild zu erzeugen.
- Anschluss über mehrere HDMI 2.1 Ports für aktuelle Konsolen.
- Kompaktes Gehäuse für die Platzierung auf einem Lowboard.
- Die Lüftergeräusche sollen laut Hersteller auch bei hoher Auslastung im Hintergrund bleiben.
Die physischen Maße des Geräts betragen 60 x 35 x 15 Zentimeter. Durch das Gewicht von 15 Kilogramm erfordert das Lowboard eine stabile Oberflächenbeschaffenheit, um Vibrationen bei hohen Lautstärken zu vermeiden.
Der Aetherion Pro kostet zum Marktstart 5.999 Euro. Im Lieferumfang fehlt eine dedizierte Leinwand, was bei diesem Preispunkt einen zusätzlichen Investitionsbedarf von etwa 1.000 bis 2.500 Euro für eine hochwertige Fresnel-Leinwand bedeutet. Die Gehäuseoberfläche besteht aus gebürstetem Aluminium, passend zur Designsprache der vorherigen LTV-Serie.