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Bad Magpie: Wenn Elstern die Todesangst in eine offene Welt voller Kummer verwandeln
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Bad Magpie: Wenn Elstern die Todesangst in eine offene Welt voller Kummer verwandeln

Milktooths neues Open-World-Spiel „Bad Magpie“ verarbeitet Aberglauben und Verlustangst, und die Entwicklerin kennt die Vögel besser, als ihr lieb ist.

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Tommes Parzl
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Eine Frage des Aberglaubens

Wer einer einzelnen Elster begegnet, murmelt flink „Hello Mr Magpie, how is your lady wife“, das alte viktorianische Ritual, um das prophezeite Unheil abzuwenden. Genau diese zwanghafte Geste hat es in Bad Magpie geschafft, dem neuen Open-World-Spiel von Milktooth.

Daisy Fernandez, Mitgründerin und Design Director des Studios, gesteht, dass sie den Spruch selbst jahrelang aufsagte, bis er im Alltag schlichtweg unpraktisch wurde. „Jetzt sehe ich fast den ganzen Tag Elstern“, sagt sie im Gespräch mit Rock Paper Shotgun.

Dichte Welt, tiefe Themen

  • Bad Magpie ist eine „dicht gepackte Open World“, kein leerer Sandkasten, sondern ein Ort voller Details und Begegnungen.
  • Der rote Faden ist die Todesangst, die sich durch die Vogel-Folklore und das eigene Herz der Entwicklerin zieht.
  • Die Vögel selbst sind mehr als nur Dekoration: Sie kommunizieren, zählen und scheinen den Aberglauben der Menschen zu durchschauen.

Die Präsentation erinnert an klassische Erkundungsspiele, in denen jede Ecke eine kleine Geschichte bereithält. Wer zwischen den Ästen lauscht, hört nicht nur das berühmte Elsternlied, sondern auch den Schmerz, der hinter der Fassade der flatternden Diebe steckt.

Ein persönlicher Kanal

Fernandez‘ eigene Beziehung zu den Vögeln prägt das Spiel bis in die Mechaniken. Dass sie heute „praktisch den ganzen Tag“ auf Elstern blickt, macht Bad Magpie zu einem Spiegel ihrer Arbeit und ihrer Ängste.

Die Mischung aus Mischief (Unfug) und Heartache (Herzschmerz) ist kein Zufall. Der Spieler wird selbst zum Elstern-Beobachter, lernt die Tiere zu lesen, und vielleicht auch die eigene Sterblichkeit zu akzeptieren.

Ein ungewöhnlicher Held

Eine einzelne Elster bringt Kummer. Zwei bedeuten Freude. Drei ein Mädchen, vier einen Jungen, der alte Reim wird im Spiel zur Lebensregel. Bad Magpie zwingt niemanden dazu, den Spruch aufzusagen. Aber wer es tut, bekommt eine Welt geboten, die Aberglauben ernst nimmt und zugleich entzaubert.

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