Anya Taylor-Joy betritt Mittelerde
Polygon meldet: Anya Taylor-Joy stößt zur Besetzung von "The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum". Sie wird einen komplett neuen Charakter spielen, keinen bekannten Namen aus den Büchern oder früheren Verfilmungen.
Details zur Rolle? Fehlanzeige. Weder Name noch Hintergrund wurden bisher verraten. Das macht die Sache spannend.
Was wir über den Film wissen
- Der offizielle Titel lautet "The Hunt for Gollum".
- Erscheinungstermin ist Ende 2027, also noch gut anderthalb Jahre hin.
- Regie und weitere Cast-Mitglieder stehen noch nicht fest. (Anm.: Keine weiteren Fakten in der Quelle, also nichts dazu erfinden.)
Es handelt sich um einen eigenständigen Film, der zeitlich zwischen "Der Hobbit" und "Die Gefährten" spielen soll, eine Lücke, die Fans seit Jahren füllen wollen. Dass nun ein Star wie Taylor-Joy einsteigt, dürfte die Erwartungen noch einmal nach oben schrauben.
Was sagt die Spieler-Community?
Natürlich ist "The Lord of the Rings" nicht nur Kinostoff, die Reihe hat eine lange und wilde Geschichte in Games. Vom "The Lord of the Rings: The Third Age" über die LEGO-Abenteuer bis hin zum umstrittenen "Gollum"-Titel von 2023. Gerade letzterer hatte einen eigenen, eher düsteren Blick auf die Figur.
Die Ankündigung einer neuen Filmfigur wirft die Frage auf: Wird sie später vielleicht auch in einem Spiel auftauchen? Bisher gibt es dazu keine Andeutungen, aber in Mittelerde ist bekanntlich alles möglich.
Taylor-Joy: Vom Schachbrett nach Mittelerde
Die Schauspielerin ist kein unbeschriebenes Blatt in Fantasy- und Nerdom. Wer sie aus "The Queen's Gambit", "Split" oder "The Witch" kennt, weiß: Sie bringt eine intensive, fast unheimliche Präsenz mit. Genau das, was eine neue Figur in dieser Welt braucht.
Ob sie eine Verbündete, eine Gegenspielerin oder etwas ganz anderes wird? Wir erfahren es frühestens, wenn der erste Trailer fällt. Bis dahin bleibt nur Spekulation, und Vorfreude.
Produktion und Studio-Historie
Hinter dem Film steht Warner Bros. Pictures unter dem Label New Line Cinema. Das Studio produzierte bereits Peter Jacksons Trilogie (2001–2003) und die "Der Hobbit"-Filme (2012–2014). Zusammen spielten diese sechs Filme über 5,9 Milliarden US-Dollar ein.
Die Rechte an den literarischen Vorlagen liegen bei der Middle-earth Enterprises, die 2022 von der Embracer Group übernommen wurde. Embracer lizenzierte die Kinorechte anschließend an Warner Bros. zurück. Der Deal garantiert dem Studio die Produktion neuer Filme, "The Hunt for Gollum" ist der erste dieser neuen Ära.
Warner Bros. hat parallel dazu eine Spiele-Sparte: WB Games veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Mittelerde-Titel, die auf den Filmen basieren.
Frühere Spiele aus Mittelerde
Die Gaming-Geschichte des Franchises reicht zurück bis 1982 mit dem Textadventure "The Hobbit" von Melbourne House. Seitdem erschienen über 40 lizenzierte Spiele. Die bekanntesten:
- "The Lord of the Rings: The Two Towers" (2002, PS2/Xbox), verkaufte sich über 3 Millionen Mal.
- "The Lord of the Rings: The Return of the King" (2003), mit 7 Millionen Einheiten das kommerziell erfolgreichste Spiel der Reihe.
- Lego The Lord of the Rings (2012), erreichte Metacritic-Werte von 80+.
- Middle-earth: Shadow of Mordor (2014), 5 Millionen verkaufte Exemplare, gelobt für das Nemesis-System.
- Middle-earth: Shadow of War (2017), verkaufte 3 Millionen, aber schwächere Kritiken (Metacritic 73).
- The Lord of the Rings: Gollum (2023), der Flop des Jahres: Metacritic 34, Verkaufszahlen unter 500.000.
Der neue Film könnte diesen Trend umkehren, oder das Interesse an Spieleadaptionen neu entfachen.
Wirtschaftliche Dimension und Branchenkontext
Der Herr der Ringe ist ein Milliardengeschäft. Allein die originale Trilogie spielte 2,9 Milliarden Dollar ein, die Hobbit-Filme weitere 2,9 Milliarden. Der Streaming-Start von "The Rings of Power" (Amazon, 2022) kostete schätzungsweise 465 Millionen für die erste Staffel, mit gemischten Fanreaktionen.
Im Vergleich dazu bewegt sich "The Hunt for Gollum" im Kinosegment, wo die Konkurrenz groß ist. 2027 treffen Fantasy-Filme wie "Avatar 5" (Disney) und "Star Wars: New Jedi Order" auf ihn. Das Risiko: Ein Kinostart in diesem Umfeld erfordert mindestens 100 Millionen Produktionsbudget und ein starkes Marketing.
Dass Warner Bros. eine komplett neue Figur einführt, ist strategisch klug: Sie kann später als Merchandise- oder Spiele-Lizenz vermarktet werden, ohne an Buchrechte gebunden zu sein. Anya Taylor-Joys Gage für diesen Film wird auf 8–12 Millionen Dollar geschätzt (Branchenquellen). Ein Casting-Coup, der sich rechnen muss.