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Clayface-Film: Erste Prognosen deuten auf den nächsten DC-Flop hin

Die Kino-Prognosen zum Horrorfilm mit Batman-Widersacher Clayface fallen zwiespältig aus, wir analysieren die Hintergründe und die Risiken für DC.

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Dennis Adam
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Erste Prognosen: Zwiespalt statt Zuversicht

Die ersten Branchenprognosen zum angekündigten Clayface-Horrorfilm sind veröffentlicht und sie lesen sich alles andere als berauschend. Laut der Zusammenfassung von PCGames fallen die Erwartungen „zwiespältig” aus, was für ein Projekt dieser Größenordnung ein Warnsignal ist. Der Film soll sich um den gleichnamigen Batman-Widersacher drehen, einen wandelnden Lehmkoloss, der in den Comics oft als tragischer Schauspieler dargestellt wird. Konkrete Einspielzahlen oder offizielle Statements gibt es noch nicht, doch die Branche rechnet offenbar nicht mit einem Kassenschlager.

  • Kritische Erwartungshaltung: Die Prognosewerte liegen deutlich unter dem, was DC für ein Blockbuster-Format benötigt.
  • Unbekanntes Publikum: Clayface ist selbst unter Batman-Fans keine mainstreamige Figur wie Joker oder Harley Quinn.
  • Genre-Risiko: Ein Horrorfilm ohne etablierte Zugpferde ist ein schwer kalkulierbares Geschäft.
  • Terminliche Konkurrenz: Der Startzeitraum hat bereits mehrere große Studio-Produktionen angekündigt.

Warum Clayface ein schwerer Brocken ist

Clayface gehört zu den ältesten Schurken aus Batmans Rogue’s Gallery, debütierte 1940 in Detective Comics #40 und wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach neu interpretiert. Die bekannteste Version ist die des Schauspielers Basil Karlo, der durch eine chemische Substanz zu einem formwandelnden Lehmwesen wird. Diese Hintergrundgeschichte bietet durchaus Potenzial für einen Horrorfilm, denn sie verbindet Körperhorror mit Identitätsverlust. Doch genau diese Nuance ist im Kino schwer zu vermitteln, ohne das Budget für Effekte explodieren zu lassen. Die Figur hat zudem keine etablierte Film-Präsenz, was das Interesse des breiten Publikums zusätzlich dämpft.

Studio-Historie: DCs Wackelkandidaten

Hinter dem Projekt steht DC Studios unter der Leitung von James Gunn und Peter Safran, die seit 2022 das neue DC-Universum aufbauen. Das Duo hat angekündigt, weniger auf sichere Nummern, sondern auf ungewöhnliche Stoffe zu setzen, wobei Clayface einer der ehrgeizigsten ist. In der Vergangenheit hat Warner Bros. mit ähnlichen Nebenfiguren-Projekten gemischte Erfahrungen gemacht. Birds of Prey (2020) spielte weltweit nur rund 201 Millionen US-Dollar ein, während The Suicide Squad (2021) ebenfalls unter den Erwartungen blieb. Diese Filme hatten immerhin etablierte Figuren, was Clayface zusätzlich unter Druck setzt.

Rückblick auf frühere DC-Verfilmungen

Die Reihe der Batman-Ableger zeigt, wie riskant Nebenfiguren-Filme sein können. Joker (2019) war mit über einer Milliarde US-Dollar Einspielergebnis die große Ausnahme, profitierte aber von der kulturellen Bekanntheit des Clownprinzen. Penguin hingegen wurde als Serie für HBO Max erfolgreich, aber das sind Streaming-Zahlen, die sich nur schwer mit Kinostarts vergleichen lassen. Clayface hat weder die ikonische Ausstrahlung des Jokers noch die soziale Verwurzelung des Pinguins. In den Batman: Arkham-Videospielen tauchte er als Bossgegner auf, was aber eher die Gaming-Community ansprach. Ein Film muss nun diesen Funken auf das Kino-Publikum übertragen.

Was bisher über den Film bekannt ist

  • Regie: Der Horror-Spezialist Mike Flanagan ist für das Projekt im Gespräch, bekannt für Serien wie „The Haunting of Hill House”.
  • Drehbuch: Flanagan soll das Skript selbst verfasst haben, was für einen phasenweise ruhigen Horror-Ton spricht.
  • Besetzung: Es gibt noch keine bestätigten Cast-Mitglieder, was für ein fortgeschrittenes Projekt ungewöhnlich ist.
  • Startdatum: Ein offizieller Kinostart ist bisher nicht verkündet, die Prognosen beziehen sich auf einen fiktiven Release im nächsten Jahr.

Da Mike Flanagan jedoch weder von der Quelle noch von offiziellen Kanälen bestätigt ist, bleiben diese Punkte Spekulation. Fakt ist nur, dass die Prognose schlecht ist und DC kein offizielles Statement abgegeben hat, weder zu Inhalt noch zu Terminen.

Branchenkontext: Zwischen Kalkül und Kreativität

Hollywood hat in den letzten Jahren gelernt, dass Superhelden-Horror ein schmaler Grat ist. Moritz (2022) von Sony basierte auf einer Nebenfigur aus dem Spider-Man-Universum und floppte an den Kinokassen, obwohl er von den Kritiken gelobt wurde. Das Problem liegt oft in der Vermarktung: Ein Horrorfilm mit einem unbekannten Schurken spricht weder das Horror-Publikum noch das Superhelden-Publikum vollständig an. DC versucht hier einen Spagat zwischen Qualitätskino und Franchise-Erweiterung. Die zwiespältigen Prognosen zeigen, dass der Markt diese Mischung derzeit nicht belohnt. Auch die jüngsten filmischen Experimente wie Madame Web oder Kraven the Hunter liefen schlecht, was die Skepsis der Kinobetreiber weiter schürt.

Kein Ausblick, nur Beobachtung

Bemerkenswert ist, dass sogar innerhalb der Fangemeinde die Resonanz auf die Ankündigung eines Clayface-Solofilms verhalten ausfällt. In Foren und auf Social Media wird die Figur zwar als interessant bezeichnet, aber gleichzeitig bezweifelt, dass sie einen ganzen Kinofilm tragen kann. Die letzten DC-Filme wie The Flash (2023) haben gezeigt, dass selbst große Multiversums-Konzepte nicht vor Flops schützen. Clayface steht damit vor einer doppelten Herausforderung: Er muss so massentauglich sein wie ein Joker, aber ohne dessen Bekanntheit. Die ersten Prognosen sind ein nüchterner Realitätscheck für ein Projekt, das künstlerisch mutig, kommerziell aber riskant ist. Ob DC an den Zahlen festhält oder die Premiere verschiebt, wird sich zeigen, doch die Ausgangslage ist alles andere als komfortabel.

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