Crossfire: Das kurios doppelte Erbe Koreas
Der Name Crossfire ist kein Unikat, denn schon vor Jahren schickte Remedy einen Shooter mit gleichem Namen ins Rennen.
Der Name Crossfire gehört zwei völlig unterschiedlichen Shootern: dem koreanischen Online-Hit und einem vergessenen Singleplayer-Spiel von Remedy. Remedies Version fokussiert auf Einzelspieler-Kampagnen, gilt jedoch als langatmig. Die Namensgleichheit sorgt bis heute für Verwirrung, da die populäre Online-Variante dominiert.
Ein Name, zwei Shooter
Der Name Crossfire hat in der Shooter-Historie eine überraschende Doppelbelegung hinter sich. Während viele Spieler den Titel heute mit dem populären koreanischen Online-Phänomen verbinden, existiert ein gleichnamiges Einzelspieler-Projekt.
Dieses ältere Spiel stammt aus der Feder von Remedy. Es ist der zweite bekannte Shooter, der diesen Namen trägt.
Die Wurzeln bei Remedy
Das Studio Remedy ist heute vor allem für cineastische Action-Titel bekannt. Der besagte Crossfire-Ableger ist jedoch ein eher in Vergessenheit geratener Teil ihrer Firmenhistorie.
- Das Spiel fokussiert sich auf klassische Singleplayer-Elemente.
- Es teilt sich den Namen mit dem oft als Koreas Counter-Strike bezeichneten Multiplayer-Hit.
- Die spielerische Erfahrung wird von manchen Beobachtern als langatmig beschrieben, was den Titel eher zur Fußnote macht.
Ein Vergleich der Identitäten
Die Namensgleichheit sorgt bei Fans der Genre-Geschichte immer wieder für Verwirrung. Es ist eine Kuriosität, dass zwei so unterschiedliche Konzepte unter derselben Flagge segeln.
- Das moderne Crossfire definiert sich durch massive Multiplayer-Gefechte.
- Das Werk von Remedy sucht seinen Platz in der Kategorie der Einzelspieler-Kampagnen.
- Die inhaltliche Trennung bleibt aufgrund der Namensähnlichkeit für das Publikum oft schwierig.
Wer heute nach Crossfire sucht, landet fast immer beim populären Online-Shooter. Die Spur zu Remedy führt lediglich zu einem Projekt, bei dem man beim Spielen eher Mühe hat, wachzubleiben.
Ein Name, zwei Shooter
Der Name Crossfire hat in der Shooter-Historie eine überraschende Doppelbelegung hinter sich. Während viele Spieler den Titel heute mit dem populären koreanischen Online-Phänomen verbinden, existiert ein gleichnamiges Einzelspieler-Projekt.
Dieses ältere Spiel stammt aus der Feder von Remedy. Es ist der zweite bekannte Shooter, der diesen Namen trägt.
Das koreanische Crossfire startete 2007 in Südkorea und gehört zum Portfolio des Publishers Smilegate. Zehn Jahre später meldete der Anbieter über eine Milliarde registrierte Nutzer weltweit, eine Zahl, die vor allem durch den chinesischen Markt getrieben wird. Tencent vertreibt dort die Lokalisierung und generierte 2014 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar, womit der Titel zeitweise zu den umsatzstärksten Spielen der Erde zählte.
Die Doppelbelegung sorgt bis heute für Verwirrung in Foren und bei Suchmaschinen-Eingaben. Wer „Crossfire“ googelt, sieht zuerst den Free-to-Play-Shooter aus Asien, während das Remedy-Stück auf den hinteren Plätzen der Ergebnisseite dümpelt. Ein Kuriosum, das zeigt, wie ein Name zwei völlig unterschiedliche Welten bedienen kann, ohne bewusste Kollision, sondern schlicht durch zufällige Überschneidung.
Die Wurzeln bei Remedy
Das Studio Remedy ist heute vor allem für cineastische Action-Titel bekannt. Der besagte Crossfire-Ableger ist jedoch ein eher in Vergessenheit geratener Teil ihrer Firmenhistorie.
- Das Spiel fokussiert sich auf klassische Singleplayer-Elemente.
- Es teilt sich den Namen mit dem oft als Koreas Counter-Strike bezeichneten Multiplayer-Hit.
- Die spielerische Erfahrung wird von manchen Beobachtern als langatmig beschrieben, was den Titel eher zur Fußnote macht.
Remedy wurde 1995 in Espoo, Finnland gegründet. Das erste veröffentlichte Spiel war Death Rally (1996), ein isometrisches Rennspiel mit Waffen und Power-Ups. Crossfire erschien im selben Jahr als Ego-Shooter mit Science-Fiction-Handlung, entwickelt für MS-DOS und später für den Amiga. Es handelte sich um einen vergleichsweise kleinen Titel: Die Kampagne umfasste etwa 20 Level, geboten wurden vier Waffentypen und eine Geschichte über eine Alien-Invasion. Kassenmäßig blieb der Erfolg aus, exakte Verkaufszahlen sind nicht dokumentiert, aber das Spiel gilt als kommerzieller Flop.
Nach Crossfire wechselte Remedy die Richtung. 1999 begann die Arbeit an einer Third-Person-Engine, die in Max Payne (2001) mündete. Der Bullet-Time-Shooter verkaufte sich über vier Millionen Mal und machte das Studio weltbekannt. Spätere Titel wie Alan Wake, Quantum Break und Control festigten den Ruf, doch der frühe Crossfire-Versuch wird in offiziellen Remedy-Chroniken meist nur als Fußnote erwähnt. Dem Studio selbst scheint der Einzelspieler-Shooter nicht peinlich, aber auch nicht wichtig, er tauchte nie in Jubiläums-Bundles oder Neuauflagen auf.
Branchenkontext: Mitte der 1990er war der Shooter-Markt von Doom (1993) und Quake (1996) dominiert. Die Konkurrenz war riesig. Remedy versuchte sich mit einem linearen, handlungsgetriebenen Ansatz, der technisch hinter den Id-Titeln zurückblieb. Die Engine erlaubte keine echten 3D-Räume, sondern nutzte Raycasting wie bei Wolfenstein 3D. Das machte das Spiel selbst zum Zeitpunkt seines Erscheinens technisch veraltet. Heute ist Crossfire von Remedy ein Dokumentationsstück für Retro-Sammler, es ließ sich lange nur über DOSBox oder Original-Hardware spielen, bis es 2021 auf GOG.com digital neu veröffentlicht wurde, allerdings ohne nennenswerte PR.
Ein Vergleich der Identitäten
Die Namensgleichheit sorgt bei Fans der Genre-Geschichte immer wieder für Verwirrung. Es ist eine Kuriosität, dass zwei so unterschiedliche Konzepte unter derselben Flagge segeln.
- Das moderne Crossfire definiert sich durch massive Multiplayer-Gefechte.
- Das Werk von Remedy sucht seinen Platz in der Kategorie der Einzelspieler-Kampagnen.
- Die inhaltliche Trennung bleibt aufgrund der Namensähnlichkeit für das Publikum oft schwierig.
Wer heute nach Crossfire sucht, landet fast immer beim populären Online-Shooter. Die Spur zu Remedy führt lediglich zu einem Projekt, bei dem man beim Spielen eher Mühe hat, wachzubleiben.
Das koreanische Crossfire bedient ein komplett anderes Spielerlebnis: Es bietet schnelle, 5-gegen-5-Gefechte in überschaubaren Arenen, ähnlich wie Counter-Strike, aber mit zusätzlichen Spielmodi wie „Zombie-Modus“ oder „Escape“. Wirtschaftlich ist das Free-to-Play-Modell mit Mikrotransaktionen für Waffen-Skins und temporäre Boni extrem erfolgreich. Laut SuperData erreichte das Spiel 2017 monatlich über 100 Millionen aktive Nutzer. Die Esports-Szene ist in China und Südkorea fest etabliert, mit Preisgeldsummen von mehreren Millionen US-Dollar pro Turnier.
Im direkten Vergleich mit anderen Free-to-Play-Shootern der 2000er, etwa Combat Arms (Nexon, 2007) oder Soldier Front (5000games, 2007), hebt sich Crossfire durch seine starke regionale Verwurzelung in Internetcafés ab. In China und Südkorea liefen die Server oft über Lan-Hubs, wo Spieler für Stunden bezahlten. Das Modell kopierte den Erfolg von Counter-Strike in Südkorea, wo Valve keinen eigenen Serverbetrieb aufbaute.
Remedys Crossfire wiederum passt in keine dieser Schubladen. Es war ein ambitionierter, aber technisch unterlegener Versuch, eine narrative Shooter-Kampagne zu liefern, Jahre bevor Half-Life (1998) diesen Standard neu definierte. Die Ironie: Während der Name des Remedy-Titels heute kaum noch bekannt ist, trägt ein völlig fremdes Spiel denselben Namen und wird von Millionen gespielt. Die Doppelbelegung bleibt ein Zufall der Spielegeschichte, ohne rechtliche Konflikte, denn beide Projekte operieren in verschiedenen Märkten und Jahrzehnten.
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