Ein direkter Blick auf Kara Zor-El
Das Studio DC Studios hat ein erstes Bild aus Supergirl: Woman of Tomorrow veröffentlicht. Die Aufnahme zeigt Milly Alcock in der Rolle als Kara Zor-El in einer Szenerie, die Fans der Comic-Vorlage von Autor Tom King sofort identifizieren.
Die Vorlage im Film
Die visuelle Gestaltung orientiert sich an den Illustrationen von Bilquis Evely. Folgende Details bilden die Brücke zum Ausgangsmaterial:
- Die markante Klippenlandschaft im Hintergrund spiegelt den trostlosen Planeten wider, auf dem Kara in der ersten Ausgabe landet.
- Die Lichtstimmung im Bild zitiert die Farbpalette von Kolorist Matheus Lopes, der den Comics den spezifischen Science-Fiction-Look verlieh.
- Die Körperhaltung korrespondiert mit dem Panel, in dem Kara über ihre Existenz reflektiert, bevor sie auf Ruthye trifft.
Bekannte Gesichter hinter der Kamera
Regisseur Craig Gillespie übernimmt die Leitung für dieses Projekt. Er ist bekannt für Produktionen wie I, Tonya (2017) und Cruella (2021), die jeweils ein Budget zwischen 30 und 100 Millionen Dollar aufwiesen.
- James Gunn und Peter Safran fungieren als Architekten des neuen DC Universe (DCU).
- Nach dem finanziellen Misserfolg von The Flash (2023), der rund 200 Millionen Dollar Produktionskosten verschlang, dient dieser Film als Test für die neue Ausrichtung von DC.
- Die Produktion setzt auf praktische Effekte vor Ort, um sich von der stark CGI-lastigen Ästhetik vorangegangener Snyder-Filme abzuheben.
Details zur Produktion
Die Dreharbeiten laufen seit Anfang 2025 in den Studios in England. Das Budget wird auf einen mittleren dreistelligen Millionenbereich geschätzt, um den hohen Standard der visuell anspruchsvollen Vorlage zu halten.
- Ana Nogueira schrieb das Drehbuch, nachdem sie bereits für die Entwicklung der Serie The Vampire Diaries tätig war.
- Der Film soll eine Abkehr vom bisherigen DCEU darstellen, da er keine direkte Fortsetzung zu Werken wie Man of Steel (2013) bildet.
- Der Kinostart am 26. Juni 2026 platziert das Werk in direkte Konkurrenz zu anderen Blockbustern des Sommers.
Historie und Branchenkontext
Supergirl wurde bisher vor allem durch die CBS- und CW-Serie mit Melissa Benoist geprägt, die von 2015 bis 2021 über 126 Episoden lief. Diese Serie war auf ein Fernsehpublikum zugeschnitten und legte den Fokus auf episodisches Storytelling innerhalb eines begrenzten Budgets.
- Der neue Kinofilm ignoriert die Kontinuität der Serie und setzt auf ein düsteres, galaktisches Setting.
- Diese Entscheidung ähnelt dem Vorgehen von Warner Bros. bei The Batman (2022), der ebenfalls als eigenständiges Projekt außerhalb eines größeren Franchise-Zusammenhangs startete.
- Tom Kings Comic-Reihe Woman of Tomorrow erhielt bei Veröffentlichung im Jahr 2021 kritische Anerkennung für ihren Fokus auf eine Rachegeschichte im Weltraum, die den Ton klassischer Western-Epen adaptiert.
Wirtschaftliche Einordnung
Das neue DCU muss beweisen, dass es eine kohärente Erzählstruktur ohne die bisherige Fragmentierung bieten kann. Die Figur des Supergirl dient dabei als Bindeglied zwischen den Erde-zentrierten Geschichten und den kosmischen Bedrohungen des neuen Kanons.
- Mit Superman (2025) etabliert James Gunn den Grundstein des Universums, während Supergirl die Erweiterung in andere Sternensysteme einleitet.
- Die Besetzung von Milly Alcock, die durch House of the Dragon international bekannt wurde, zielt auf eine jüngere Zielgruppe ab.
- Die Performance des Films wird über die weitere Finanzierung kommender Projekte wie The Authority entscheiden, die ebenfalls auf weniger bekannten Charakteren basieren.
Die Produktion verzichtet auf Cameos bekannter Helden, um den Fokus auf die interne Entwicklung der Protagonistin Kara Zor-El zu legen. Der geplante Kinostart im Sommer 2026 fällt genau in das zehnjährige Jubiläum der ersten großen Umstrukturierungsversuche des DC-Filmstudios.