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Debuff-Ausbruch auf WoW-Server, Pandemie-Alarm wie vor 21 Jahren
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Debuff-Ausbruch auf WoW-Server, Pandemie-Alarm wie vor 21 Jahren

Ein ausgebrochener Debuff auf einem WoW-Server weckt Erinnerungen an den legendären Corrupted Blood-Vorfall von 2005, der sogar von Covid-19-Forschern untersucht wurde.

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Tommes Parzl
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Der Vorfall: Ein Eindämmungsversuch gescheitert

Auf einem WoW-Server (Classic oder Retail? Die Quellen halten sich bedeckt) ist ein Debuff aus seiner Quarantäne ausgebrochen und hat sich explosionsartig unter den Spielern verbreitet. Was wie ein typischer Bug klingt, entpuppt sich als digitale Seuche, die an ein berüchtigtes Kapitel der MMO-Geschichte erinnert.

Laut einem Bericht von PCGamer handelt es sich nicht um eine exakte Kopie des legendären Incidents, aber nah dran. Der Debuff, ursprünglich auf eine kleine Zone oder einen Boss beschränkt, fand durch Gruppenwechsel, Haustiere oder geteilte Buffs den Weg in die freie Wildbahn.

21 Jahre zurück: Die Corrupted Blood-Pandemie

Im September 2005 sorgte ein Patronen-Effekt des Bosses Hakkar in World of Warcraft für eine weltweite Infektion. Der Debuff „Corrupted Blood“ sollte nur in der Instanz Zul’Gurub wirken, sprang aber über Begleittiere auf NPCs und verbreitete sich in Städten wie Orgrimmar und Ironforge.

  • Tausende Spieler starben in Sekunden
  • Die Server wurden teilweise lahmgelegt
  • Blizzard musste notfallmäßig die Debuff-Dauer auf wenige Sekunden verkürzen

Das Ereignis wurde so berühmt, dass Epidemiologen und Covid-19-Forscher es später als Modell für reale Pandemie-Ausbreitung heranzogen. Menschen verhielten sich in der virtuellen Welt ähnlich wie in der echten, mit Flucht, Panik und Impfverweigerung (Heilung durch Priester).

Déjà-vu mit kleinerem Ausmaß

Der aktuelle Ausbruch erreicht nicht die Dimensionen von 2005, aber die Mechanik ist identisch: Ein Effekt, der nicht auf seinen Ursprungsort beschränkt bleibt, reist mit den Spielern um die Welt. Ähnlich wie damals fragen sich Veteranen jetzt:

  • Warum wurde der Debuff nicht besser isoliert?
  • Werden die Server-Administratoren eingreifen?
  • Oder dürfen sich die Spieler selbst um die Eindämmung kümmern?

Ein Teil des Charmes lag 2005 darin, dass Blizzard die Sache nicht sofort abstellte, sondern zusah, wie die Community improvisierte. Quarantäne-Zonen, freiwillige Heiler und strikte Grenzkontrollen entstanden aus Spielerinitiative.

Ein digitales Fieberthermometer für die Echtwelt

Der Corrupted Blood-Vorfall bleibt ein Paradebeispiel dafür, wie virtuelle Welten reale Wissenschaft inspirieren. Der jetzige Ausbruch ist ein weiteres Kapitel in dieser Geschichte, kleiner, aber mit dem gleichen beklemmenden Gefühl, dass sich in World of Warcraft die Katastrophe oft schneller ausbreitet als die Vernunft.

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