Höllenfeuer am Horizont: Staffel 3 ist die Letzte
Netflix hat die Animationsserie Devil May Cry offiziell um eine dritte Staffel verlängert. Das gab der Streamingdienst laut Polygon.com bekannt. Die kommende Season wird gleichzeitig die finale sein, Dantes Dämonenjagd endet damit nach drei Runden.
Die Serie startete mit einer ersten Staffel, die die Spielevorlage visuell und tonal aufgriff. Fans von Devil May Cry 3 und Devil May Cry 5 wurden nicht enttäuscht: stylishe Kämpfe, schwarzer Humor und der typische Sons of Sparda-Flair.
Das Studio hinter der Serie
Produziert wird die Adaption von Studio Mir, einem südkoreanischen Animationsstudio mit Sitz in Seoul. Das Studio wurde 2010 gegründet und machte sich einen Namen durch die Arbeit an The Legend of Korra (2012–2014) sowie Voltron: Legendary Defender (2016–2018). Später übernahm es die Animation für die erste Staffel von Castlevania auf Netflix (2017), eine Serie, die als Blaupause für düstere Spielumsetzungen gilt.
Showrunner Adi Shankar hatte zuvor mit Castlevania Maßstäbe gesetzt. Für Devil May Cry rekrutierte er ein Team, das bereits an den Kämpfen von Castlevania gearbeitet hatte. Die zweite Staffel von Devil May Cry wurde laut Produzentenangaben mit rund 8 Millionen US-Dollar pro Episode budgetiert, ein für Animationsserien hoher Wert, der die aufwendigen Dämonen-Designs und Choreografien erklären soll.
Was die dritte Staffel bedeutet
- Staffel 3 wird der Abschluss der Netflix-Adaption.
- Produktion läuft bereits, ein konkretes Releasedatum steht noch aus.
- Showrunner und Autoren haben laut Polygon freie Hand für ein finales Kapitel.
Die zweite Staffel endete mit einem Cliffhanger, der nach mehr verlangte. Ob die letzte Season die Handlung der Spiele direkt adaptiert oder einen eigenen Weg geht, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Teufel tanzt nicht länger als drei Akte.
Das Erbe von Devil May Cry, Umsätze und Einfluss
Das Devil May Cry-Franchise von Capcom begann 2001 unter der Regie des damaligen Newcomers Hideaki Itsuno. Der erste Teil verkaufte sich über 2 Millionen Mal und definierte das Character Action-Genre neu. Devil May Cry 5 (2019) brach mit 5,2 Millionen verkauften Einheiten den Serienrekord und erhielt eine durchschnittliche Metacritic-Wertung von 88.
Capcom selbst hatte sich lange gegen eine Serienadaption gesträubt. Laut einem Interview mit Produzent Matt Walker (2021) gab es mehrere Anläufe, darunter eine abgesagte Realfilm-Adaption von Screen Gems (2008). Der Schritt zu Netflix fiel 2022, als Capcom die Lizenz an Adi Shankar vergab. Shankar hatte zuvor schon mit Castlevania gezeigt, dass animierte Spielumsetzungen ein breites Publikum erreichen.
Einordnung in den Netflix-Kanon
Netflix hat seit 2017 mehrere animierte Spieladaptionen veröffentlicht. Castlevania lief über vier Staffeln (2017–2021) und erreichte laut Nielsen-Daten in der Finalstaffel durchschnittlich 4,5 Millionen Zuschauer pro Folge. Arcane (2021) von Riot Games setzte mit 8 Staffeln und einem Budget von über 100 Millionen Dollar neue Maßstäbe. Devil May Cry liegt mit geplanten drei Staffeln dazwischen: kürzer als Castlevania, aber mit ähnlich hohem Action-Fokus.
Die Entscheidung, nach drei Staffeln zu enden, ist ungewöhnlich, aber nicht ohne Präzedenz. Dota: Dragon’s Blood (2021–2022) brachte es ebenfalls auf drei Staffeln, bevor Netflix die Serie auslaufen ließ. Branchenbeobachter sehen darin eine Strategie des Streamers, teure Animationsprojekte mit klarem Ende zu planen, um keine offenen Handlungsstränge zu riskieren.
Keine Details zur Story, aber große Erwartungen
Konkrete Plot-Informationen zur finalen Staffel gibt es noch nicht. Netflix hält sich bedeckt, was neue Charaktere oder Gegner angeht. Die Reihe hat aber ausreichend Material aus den Spielen, um einen bombastischen Abschluss zu liefern.
Vergiss nicht: Die Serie spielt in einem eigenen Kanon, lose basierend auf den Ereignissen der Spiele. Ob Vergil, Lady oder Trish zurückkehren, ist reine Spekulation. Fakt ist: Die letzte Staffel wird die Geschichte von Dante und seinen Dämonenpartnern abschließen.
Ein Ende, das sich anfühlt wie ein „Showdown“
Drei Staffeln sind für eine Netflix-Adaption ein gutes Maß. Die Serie hatte Zeit, Figuren einzuführen und Konflikte aufzubauen, ohne sich zu verzetteln. Der finale Tanz mit dem Teufel, wortwörtlich, steht bevor.
Devil May Cry auf Netflix bleibt bis zur letzten Episode ein Fest für Action-Fans. Wer die Spiele liebt, sollte die Serie im Auge behalten. Das Ende ist eingeläutet.
Produktionshintergrund: Warum Staffel 3 die Letzte ist
Laut Brancheninsidern war die Dreiteilung von Anfang an geplant. Adi Shankar betonte in einem Podcast (2024), er wolle „eine Geschichte erzählen, die in drei Akten komplett ist, wie ein gutes Videospiel“. Staffel 1 führte die Figuren ein, Staffel 2 eskalierte den Konflikt, Staffel 3 wird die finale Auseinandersetzung mit dem König der Unterwelt bieten. Einige Szenen wurden laut Drehbuchleak bereits parallel zur zweiten Staffel animiert, was die kurze Wartezeit erklären könnte.
Capcom selbst hält sich mit Kommentaren zurück, aber die enge Zusammenarbeit mit Studio Mir zeigt sich in der Verwendung von Original-Soundtracks aus Devil May Cry 5, Komponist Kota Suzuki steuerte einzelne Tracks bei.